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22.03.2019

Svenja Schulze: "Sauberes Wasser ist eine Aufgabe für die gesamte Gesellschaft"

Druch den Klimawandel steht die Wasserwirtschaft vor neuen Herausforderungen. Dem entgegenzuwirken, möchte das BMU unter breiter öffentlicher Beteiligung neue Lösungswege und eine umfassende nationale Wasserstrategie erarbeiten.

Bundesumweltministerium lädt zum Nationalen Wasserdialog ein

Infolge des Klimawandels steht die Wasserwirtschaft vor neuen Herausforderungen: in Kommunen sind neue Systeme zum Schutz vor Starkregen und Sturzfluten nötig, Deiche müssen um- und ausgebaut werden. Dazu kommt ein enormer Sanierungs- und Anpassungsbedarf der teils jahrzehntealten Abwasser- und Trinkwasserinfrastruktur. Zudem ist der ökologische Zustand vieler Gewässer nach wie vor unbefriedigend. Das Bundesumweltministerium hat deshalb einen Nationalen Wasserdialog initiiert, um unter breiter öffentlicher Beteiligung neue Lösungswege und eine umfassende nationale Wasserstrategie zu erarbeiten.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: "Wasser ist Leben. Sauberes Wasser und intakte Gewässer sind jedoch keine Selbstverständlichkeit, sondern müssen hart erarbeitet werden. Politik, Gesellschaft und die Wasserwirtschaft stehen vor großen Aufgaben. Daher lade ich zum Nationalen Wasserdialog ein. Wir müssen auf den Klimawandel reagieren, unsere Wasserinfrastruktur modernisieren und die Artenvielfalt in unseren Flüssen und Auen wiederbeleben. Lebendige Flüsse und Seen und Wasser in guter Qualität sind eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, der wir uns im Nationalen Wasserdialog stellen werden."

Der von der Bundesumweltministerin ins Leben gerufene Nationale Wasserdialog soll Beiträge zu einer Wasserstrategie für Deutschland erarbeiten, die das BMU bis 2021 vorlegen will. Die Wasserstrategie soll Politik und Verwaltung eine Orientierungshilfe für zukünftige Maßnahmen bieten – für alle relevanten Handlungsfelder der Wasserversorgung und des Gewässerschutzes. Diskutiert werden zum Beispiel Maßnahmen zur Stärkung des Verursacherprinzips und der Herstellerverantwortung. Im kommenden Jahr sollen Bürgerinnen und Bürger die Ergebnisse des Dialogs im Rahmen einer Bürgerbeteiligung diskutieren, bewerten und eigene Vorschläge einbringen.

Um erste Lösungsansätze für die neue Wasserstrategie zu erarbeiten, lädt das Bundesumweltministerium am 27. und 28. März Praktiker- und Praktikerinnen der Wasserwirtschaft zur ersten von fünf Dialogveranstaltungen ein. Dazu werden auch Fachleute aus Landwirtschaft, Stadtplanung und Naturschutz erwartet.

Gemeinsam mit Bund, Ländern und weiteren Akteuren geht das Bundesumweltministerium bereits mit verschiedenen Maßnahmen die Problemlage an: mit der Klimaanpassungsstrategie, dem Spurenstoffdialog oder dem Hochwasserschutzprogramm. Ziel ist es nun eine umfassende nationale Wasserstrategie zu erarbeiten, die den Schutz der Wasserressourcen langfristig garantiert und auf einem breiten gesellschaftlichen Dialog basiert.

Vor diesem Hintergrund hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gemeinsam mit dem Umweltbundesamt den "Nationalen Wasserdialog im Rahmen der UN-Wasserdekade" initiiert, der seinen Auftakt mit dem Nationalen Wasserforum vom Oktober 2018 hatte. In dem bis Frühjahr 2020 angelegten Dialogprozess mit fünf jeweils zweitägigen Dialogveranstaltungen mit Experten aus allen relevanten Bereichen geht es darum, ausgewählte zukünftige Entwicklungen der Wasserwirtschaft und angrenzenden Wirtschaftsbereichen zu diskutieren und Handlungsoptionen zu entwickeln. Gemeinsam mit den beteiligten Akteuren aus Wirtschaft, Verwaltung, Praxis, Interessensvertretungen und Wissenschaft sollen wesentliche Maßnahmen identifiziert werden, die darauf ausgerichtet sind, mit den sich ändernden Bedingungen umgehen zu können und damit die deutsche Wasserwirtschaft langfristig zukunftsfähig zu gestalten.

Der Nationale Wasserdialog ist auch ein Beitrag Deutschlands zur Umsetzung der UN-Wasserdekade (2018-2028). Die UN-Wasserdekade will weltweit durch Dialoge, Bewusstseinsbildung und Informationsvermittlung die Umsetzung der in der 2030 Agenda für nachhaltige Entwicklung enthaltenen globalen Wasserziele unterstützen.

22.03.2019 | Pressemitteilung Nr. 035/19 | Binnengewässer