Wasserdialog

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Aufnahme der Live-Übertragung des 2. Nationalen Wasserforums
vom 8. Oktober 2020

Die deutsche Wasserwirtschaft steht vor neuen Herausforderungen: Klimawandel, demografische Entwicklungen, Landnutzungsänderungen, technologische Neuerungen und verändertes Konsumverhalten bringen umfassende Veränderungen mit sich, die nicht allein durch lokale Maßnahmen bewältigt werden können.

Als Grundlage für die Transformation der Wasserwirtschaft haben das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt gemeinsam den Nationalen Wasserdialog durchgeführt. Im zweijährigen Dialogprozess haben Fachleute aus Wissenschaft, Wirtschaft, Praxis, Verwaltung und Interessenvertretungen die wesentlichen zukünftigen Herausforderungen, Leitlinien sowie Ziele identifiziert. Es wurden Handlungsoptionen und Aktionsfelder für die künftige Entwicklung der deutschen Wasserwirtschaft sowie den Umgang mit Wasser und Gewässern erarbeitet.

Aktuelles

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Auenlandschaft der Elbe

Der zweijährige Nationale Wasserdialog wird mit dem 2. Nationalen Wasserforum am 8. Oktober 2020 abgeschlossen. Nach intensiver Diskussion und erfolgreicher Zusammenarbeit zwischen dem BMU, dem UBA und den wesentlichen Akteurinnen und Akteuren aus der Wasserwirtschaft wird nun der Abschlussbericht zum Nationalen Wasserdialog veröffentlicht.

Deutschland braucht eine nationale Wasserstrategie

"Wasser ist eine lebenswichtige Ressource, die es zu schützen gilt. Ich lade Sie herzlich ein, daran mitzuwirken."

Svenja Schulze Bundesumweltministerin

"Wasser ist eine lebenswichtige Ressource, die es zu schützen gilt. Ich lade Sie herzlich ein, daran mitzuwirken."

Vier Wasserdialoge und Mid-Term-Workshop

Der Nationale Wasserdialog als Dialogprozess war gekennzeichnet durch eine offene und konstruktive Diskussion, die auf die Erarbeitung von Positionen, die die Mehrheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer mittragen können, ausgerichtet war. Der Nationale Wasserdialog gliederte sich in drei Phasen:

1. Auftaktphase: Auswahl, Aufbereitung, Diskussion und Priorisierung zentraler Zukunftsthemen (Cluster) im Rahmen des 1. Nationalen Wasserforums im Oktober 2018. Diese ausgewählten Cluster waren:

  • Vernetzte Infrastrukturen,
  • Risikofaktor Stoffeinträge,
  • Landwirtschaft und Verbraucherschutz,
  • Gewässerentwicklung und Naturschutz und
  • Wasser und Gesellschaft

2. Vertiefungsphase: Vertiefung und Bearbeitung der beim 1. Nationalen Wasserforum ausgewählten Cluster im Rahmen von vier aufeinander aufbauenden Wasserdialogen zwischen März 2019 und Januar 2020 sowie dem Mid-Term Workshop im Dezember 2019

3. Ergebnisphase: Zusammenführung der Ergebnisse des Nationalen Wasserdialogs in ein Abschlussdokument und Verdichtung der diskutierten Handlungserfordernisse und Handlungsstränge in sechs Aktionsfeldern, Ableitung von Kernbotschaften und Abstimmung der Ergebnisse im Wege von zwei Online-Konsultationen im Mai und Juli 2020. Präsentation der Ergebnisse des Nationalen Wasserdialogs und deren Übergabe an Bundesumweltministerin Svenja Schulze beim 2. Nationalen Wasserforum am 08.10.2020.

In den Wasserdialogen wurden die ersten vier Cluster bearbeitet; das Thema Wasser und Gesellschaft folgte im Rahmen des Mid-Term Workshops. Alle Veranstaltungen hatten Workshop-Charakter mit dem Ziel, die vorab identifizierten Themen inhaltlich zu konkretisieren, Ziele zu entwickeln und Handlungserfordernisse zu identifizieren. Dazu fanden insgesamt vier aufeinander aufbauende Wasserdialoge pro Cluster statt.

1. Nationales Wasserforum

Der zweijährige Nationale Wasserdialog wird nach intensiver Diskussion und erfolgreicher Zusammenarbeit zwischen BMU, UBA und den wesentlichen Akteurinnen und Akteuren der Wasserwirtschaft mit dem 2. Nationalen Wasserforum am 8. Oktober 2020 abgeschlossen.

Neben der feierlichen Übergabe des Abschlussberichts an die Bundesumweltministerin und dem Präsidenten des Umweltbundesamts soll das 2. Nationale Wasserforum außerdem dazu dienen, den Nationalen Wasserdialog noch einmal zu reflektieren und die nächsten Schritte in Richtung einer Nationalen Wasserstrategie in einer Podiumsdiskussion zu beleuchten.

Akteurinnen und Akteure aus der Wasserwirtschaft, Naturschutz, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und den angrenzenden Wirtschaftszweigen wie Landwirtschaft und Verkehr sind herzlich eingeladen, am 2. Nationalen Wasserforum online teilzunehmen und den Livestream zu verfolgen sowie auch Fragen zu stellen.

Wie geht es weiter?

Im Anschluss an den Nationalen Wasserdialog wird es darauf ankommen, die Impulse des Dialogprozesses zu nutzen und die erreichten Ergebnisse an die Öffentlichkeit heranzutragen. Alle teilnehmenden Fachleute und ihre Institutionen sind gefragt, die Ziele und Aktionen in ihren Bereichen und auf ihren Handlungsebenen zu implementieren sowie das entstandene clusterübergreifende Netzwerk aktiv zu gestalten.

Bausteine der Nationalen Wasserstrategie: Die Wasserdialoge bestehen aus den Nationalen Wasserforen, Online-Konsultationen und Expertenworkshops. Durch das BMU und das UBA erfolgt eine Analyse/Bewertung und Erarbeitung, welche sich aus folgenden Themenbereichen bedienen: Ressortforschung, Internationale und Europäische Verpflichtungen, Nationale Verpflichtungen, Strategien/Aktionsprogramme und Forschung. Zusammen wird der Entwurf der Nationalen Wasserstrategie verfasst.

Bausteine der Nationalen Wasserstrategie: Die Wasserdialoge bestehen aus den Nationalen Wasserforen, Online-Konsultationen und Expertenworkshops. Durch das BMU und das UBA erfolgt eine Analyse/Bewertung und Erarbeitung, welche sich aus folgenden Themenbereichen bedienen: Ressortforschung, Internationale und Europäische Verpflichtungen, Nationale Verpflichtungen, Strategien/Aktionsprogramme und Forschung. Zusammen wird der Entwurf der Nationalen Wasserstrategie verfasst.

- BMU/Wasserdialog

Das BMU wird die Bausteine aus dem Nationalen Wasserdialog als wesentlichen inhaltlichen Beitrag für die Erarbeitung einer Nationalen Wasserstrategie mit dem Zeithorizont 2050 nutzen. Die Veröffentlichung des Entwurfs der BMU – Wasserstrategie ist für Juni 2021 vorgesehen.