Wasserdialog

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Der zweijährige Nationale Wasserdialog wurde mit dem 2. Nationalen Wasserforum am 8. Oktober 2020 abgeschlossen. Nach intensiven und konstruktiven Diskussionen mit Fachleuten aus der Wasserwirtschaft, Wissenschaft, Praxis, Verwaltung und verschiedenen Interessenvertretungen wurde das Abschlussdokument zum Nationalen Wasserdialog veröffentlicht.

Nach der Beteiligung der Fachwelt wurden anschließend die Meinungen und Perspektiven interessierter Bürgerinnen und Bürger aufgenommen. Im Februar 2021 erhielten per Zufall ausgeloste Bürgerinnen und Bürger an vier unterschiedlichen Standorten in Deutschland die Gelegenheit, ihre Ansichten zu ausgewählten Themen der Wasserwirtschaft im Rahmen virtueller Werkstätten zu äußern.

Die Ergebnisse dieser Werkstätten und eines Jugendworkshops bilden gemeinsam mit einem Online-Dialog die Grundlage für einen "Bürgerinnen- und Bürgerratschlag", der am 8. Juni 2021 Bundesumweltministerin Svenja Schulze übermittelt wurde. Weitere Informationen zum "Nationalen Bürgerinnen und Bürger Dialog Wasser" finden Sie auf unserer Online Dialog-Plattform.

Die deutsche Wasserwirtschaft steht vor neuen Herausforderungen: Klimawandel, demografische Entwicklungen, Landnutzungsänderungen, technologische Neuerungen und verändertes Konsumverhalten bringen umfassende Veränderungen mit sich, die nicht allein durch lokale Maßnahmen bewältigt werden können.

Als Grundlage für die Transformation der Wasserwirtschaft haben das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt gemeinsam den Nationalen Wasserdialog durchgeführt. Im zweijährigen Dialogprozess haben Fachleute aus Wissenschaft, Wirtschaft, Praxis, Verwaltung und Interessenvertretungen die wesentlichen zukünftigen Herausforderungen, Leitlinien sowie Ziele identifiziert. Es wurden Handlungsoptionen und Aktionsfelder für die künftige Entwicklung der deutschen Wasserwirtschaft sowie den Umgang mit Wasser und Gewässern erarbeitet.

Aktuelles

Im Rahmen des 3. BMU-Wasserforums hat Svenja Schulze ihren Entwurf für eine Nationale Wasserstrategie vorgelegt. Mit der Strategie will das BMU die natürlichen Wasserreserven Deutschlands sichern, Vorsorge gegen Wasserknappheit leisten, Nutzungskonflikten vorbeugen, sowie den Zustand der Gewässer und die Wasserqualität verbessern.

Bundesumweltministerin Schulze legt Nationale Wasserstrategie vor

"Wasser ist eine lebenswichtige Ressource, die es zu schützen gilt. Ich lade Sie herzlich ein, daran mitzuwirken."

Svenja SchulzeBundesumweltministerin

Der Nationale Wasserdialog: Vier Wasserdialoge und ein Mid-Term -Workshop

Der Nationale Wasserdialog war als Dialogprozess durch eine offene und konstruktive Diskussion gekennzeichnet, die auf die Erarbeitung von Positionen - die die Mehrheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer mittragen können - ausgerichtet war. Der Nationale Wasserdialog gliederte sich in drei Phasen:

1. Auftaktphase

Auswahl, Aufbereitung, Diskussion und Priorisierung zentraler Zukunftsthemen (Cluster) im Rahmen des 1. Nationalen Wasserforums im Oktober 2018. Diese ausgewählten Cluster waren:

  • Vernetzte Infrastrukturen,
  • Risikofaktor Stoffeinträge,
  • Landwirtschaft und Verbraucherschutz,
  • Gewässerentwicklung und Naturschutz und
  • Wasser und Gesellschaft

2. Vertiefungsphase

Vertiefung und Bearbeitung der beim 1. Nationalen Wasserforum ausgewählten Cluster im Rahmen von vier aufeinander aufbauenden Wasserdialogen zwischen März 2019 und Januar 2020 sowie dem Mid-Term Workshop im Dezember 2019

3. Ergebnisphase

Zusammenführung der Ergebnisse des Nationalen Wasserdialogs in ein Abschlussdokument und Verdichtung der diskutierten Handlungserfordernisse und Handlungsstränge in sechs Aktionsfeldern, Ableitung von Kernbotschaften und Abstimmung der Ergebnisse im Wege von zwei Online-Konsultationen im Mai und Juli 2020. Präsentation der Ergebnisse des Nationalen Wasserdialogs und deren Übergabe an Bundesumweltministerin Svenja Schulze beim 2. Nationalen Wasserforum am 08.10.2020.

In den Wasserdialogen wurden die ersten vier Cluster bearbeitet; das Thema Wasser und Gesellschaft folgte im Rahmen des Mid-Term-Workshops. Alle Veranstaltungen hatten Workshop-Charakter mit dem Ziel, die vorab identifizierten Themen inhaltlich zu konkretisieren, Ziele zu entwickeln und Handlungserfordernisse zu identifizieren. Dazu fanden insgesamt vier aufeinander aufbauende Wasserdialoge pro Cluster statt.

3. Nationales Wasserforum

1. Nationales Wasserforum

Wie geht es weiter?

Im Anschluss an den Nationalen Wasserdialog wird es darauf ankommen, die Impulse des Dialogprozesses zu nutzen und die erreichten Ergebnisse an die Öffentlichkeit heranzutragen. Alle teilnehmenden Fachleute und ihre Institutionen sind gefragt, die Ziele und Aktionen in ihren Bereichen und auf ihren Handlungsebenen zu implementieren sowie das entstandene clusterübergreifende Netzwerk aktiv zu gestalten.

Bausteine der Nationalen Wasserstrategie: Die Wasserdialoge bestehen aus den Nationalen Wasserforen, Online-Konsultationen und Expertenworkshops. Durch das BMU und das UBA erfolgt eine Analyse/Bewertung und Erarbeitung, welche sich aus folgenden Themenbereichen bedienen: Ressortforschung, Internationale und Europäische Verpflichtungen, Nationale Verpflichtungen, Strategien/Aktionsprogramme und Forschung. Zusammen wird der Entwurf der Nationalen Wasserstrategie verfasst. Aus verschiedenen Ecken wie den Bürgerinnen und Bürgerwerkstätten, Jugendwerkstätten sowie der Online-Plattform entsteht ein "Nationaler Bürgerinnen und Bürger Dialog Wasser". Aus diesen Panels entsteht am Ende ein Bürgerratschlag, der in den Entwurf der Nationalen Wasserstrategie einfließt.

Das BMU wird die Bausteine aus dem Nationalen Wasserdialog als wesentlichen inhaltlichen Beitrag für die Erarbeitung einer Nationalen Wasserstrategie mit dem Zeithorizont 2050 nutzen. Die Veröffentlichung des Entwurfs der BMU – Wasserstrategie fand am 8. Juni 2021 statt.

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