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Über den Wettbewerb

Über den Wettbewerb

Hintergründe und Ziele

In den letzten zehn Jahren stieg in Deutschland der Bedarf in der Verwaltung nach – größtenteils informeller – frühzeitiger Öffentlichkeitsbeteiligung. Zugleich boten und bieten neue Kommunikationstechnologien die Möglichkeit eines intensivierten und effizienteren Austauschs zwischen Politik, Verwaltung, Vorhabenträgern sowie Bürgerinnen und Bürgern.

Ein Blick in die Praxis der Bürgerbeteiligung in Deutschland zeigt, dass es ein breites Spektrum von Verfahren in unterschiedlichen Kontexten gibt, die mit verschiedenen Formaten und Methoden durchgeführt werden. Langfristig betrachtet stellen sich dabei folgende Fragen: Was zeichnet ein als gelungen wahrgenommenes Verfahren der Bürgerbeteiligung aus? Welche Standards sollten an gute Bürgerbeteiligung gelegt werden? Und wie lässt sich gute Bürgerbeteiligung in den Strukturen und Abläufen des öffentlichen Sektors verstetigen?

In den vergangenen Jahren haben sich bereits zahlreiche Expertinnen und Experten damit beschäftigt, was gute Bürgerbeteiligung ausmacht. Diverse Handbücher, Leitfäden und Forschungsvorhaben befassen sich intensiv damit, welche Faktoren Bürgerbeteiligungsvorhaben zum Erfolg führen. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) und das Umweltbundesamt (UBA) haben mit dem 2017 gestarteten Modellprojekt "Vorbildliche Bürgerbeteiligung" dazu beigetragen, vorbildhafte Bürgerbeteiligungsprozesse sichtbar zu machen und damit einen Impuls dafür zu geben, die Qualität von Bürgerbeteiligungsprozessen zu steigern. Darüber hinaus hat sich das BMU Anfang 2019 Leitlinien für gute Bürgerbeteiligung gegeben.

Mit dem Wettbewerb 2019/20 gehen BMU und UBA einen Schritt weiter und setzen sich das Ziel, Strategien und Maßnahmen zur Verstetigung von Bürgerbeteiligung im öffentlichen Sektor sichtbar zu machen und somit zur Institutionalisierung guter Beteiligung beizutragen. Es geht also nicht mehr nur um konkrete, einzelne Beteiligungsverfahren, sondern um die Institutionalisierung von Bürgerbeteiligungsprozessen und einen dauerhaften Wandel im Handeln der öffentlichen Hand. Grundlage für die Auswahl der Gewinnerinnen und Gewinner sind ein vorab erarbeiteter Kriterienkatalog für die Verstetigung guter Beteiligungsprozesse sowie die Definition von Gewinnkategorien anhand der verschiedenen Akteursgruppen, die als Treiber des jeweiligen Verstetigungsprozesses auftreten. Der Wettbewerb nimmt damit sowohl die konkrete Beteiligungspraxis als auch die Maßnahmen zur Verstetigung in den Blick: Inwieweit entsprechen die Verfahren den Anforderungen an gute Bürgerbeteiligung? Wie wird sichergestellt, dass Beteiligung in der Verwaltung und in öffentlichen Unternehmen verstetigt wird? Herausragende Verstetigungsprozesse werden schließlich ausgezeichnet und können als orientierungsgebende Best-Practice-Beispiele dienen. Der Dialoggestalter IFOK unterstützt das BMU und das UBA bei der Vorbereitung und Umsetzung des Wettbewerbs.

Die Ziele des Wettbewerbs lauten:

  • Strategien und Maßnahmen zur Verstetigung von Bürgerbeteiligungsprozessen im Themenbereich des BMU sichtbar machen
  • Zum dauerhaften Wandel und zur Institutionalisierung von Bürgerbeteiligungsprozessen im öffentlichen Sektor beitragen

Sie haben Bürgerbeteiligung strukturell, personell und finanziell in Ihrer Organisation verstetigt und vorbildliche Beteiligungsprojekte erfolgreich durchgeführt? Teilen Sie Ihre Erfahrungen und machen Sie mit bei "Ausgezeichnet! – Wettbewerb für vorbildliche Bürgerbeteiligung 2019/20".