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Die Bewerungskriterien

Die Bewertungskriterien

Die Auswahl der Gewinnerinnen und Gewinner

Die Auswahl der Gewinnerinnen und Gewinner wird durch die Jury getroffen. Hierbei orientiert sich die Jury an fünf Kriterien.

Grundsätzlich gilt: um sich bewerben zu können, müssen nicht alle Kriterien erfüllt sein. Jedoch sind die Chancen auf eine Auszeichnung umso größer, je mehr Kriterien erfüllt sind. Auch Verstetigungsprozesse, die nicht alle Kriterien vorbildlich erfüllen, haben die Chance auf eine Auszeichnung (vgl. Sonderpreis). Voraussetzung ist, dass sie sich durch einzelne Elemente hervorheben, beispielsweise, weil sie einen besonders innovativen oder kooperativen Ansatz verfolgen.

Symbolbild Kriterien
Symbolbild Kriterien - BMU

Diagramm mit den Kategorien der Vorbildlichen Bürgerbeteiligung
Diagramm mit den Kategorien der Vorbildlichen Bürgerbeteiligung - BMU
  • Verstetigung

    • Steter Informationskanal zu Beteiligung
      Sowohl über die generelle Verstetigung von Bürgerbeteiligung als auch über konkrete Beteiligungsprojekte wird intern wie extern regelmäßig und umfassend berichtet. Dabei gibt es auch die Möglichkeit, Fragen zu stellen.
    • Strategie- und Konzeptpapiere
      Es gibt Strategie- und/oder Konzeptpapiere zur Verstetigung von Bürgerbeteiligung in der Organisation. Es wurden zum Beispiel Leitlinien für Bürgerbeteiligung erarbeitet.
    • Beteiligungskompetenz
      Es steht für Beteiligungsprozesse ein qualifiziertes Personal zur Verfügung und es findet ein kontinuierlicher Kompetenzaufbau statt.
    • Institutionelle, finanzielle und organisatorische Veränderungen
      Die Organisation hat Beteiligung in ihren Strukturen und Prozessen verstetigt. Dies kann unter anderem in Form eines Beteiligungsreferats, einer/eines Verantwortlichen für Beteiligungsverfahren oder regelmäßig tagender Gremien nachgewiesen werden. Oder es gibt ein gesondertes Beteiligungsbudget, sodass bei einem konkreten Beteiligungsverfahrenen Mittel direkt abgerufen werden.

    Prozessdesign

    • Teilnehmende identifizieren
      Die richtige Akteursgruppe oder richtigen Akteursgruppen des jeweiligen Beteiligungsprozesses werden entsprechend des spezifischen Kontextes und abhängig von der Zielsetzung identifiziert (zum Beispiel unmittelbar Betroffene, allgemein Interessierte, möglichst diverse Zusammensetzung).
    • Zur Teilnahme mobilisieren und Teilnahme ermöglichen
      Die identifizierte Zielgruppe beziehungsweise die identifizierten Zielgruppen werden über geeignete Kanäle und in geeigneter Art und Weise angesprochen (zum Beispiel über passende Multiplikatoren, den Einsatz neuer Medien, Werbemaßnahmen, aufsuchende Beteiligung, direkte Ansprache) und zur Teilnahme befähigt.
    • Geeignetes Beteiligungsformat und Methoden für maßgeschneidertes Verfahren wählen
      Die Beteiligungsformate und Methoden werden passend zur Zielgruppe und den Zielen ausgewählt und sind in einem schlüssigen Prozess miteinander verzahnt.

    Ergebnisse

    • Positive Wirkung der Beteiligung
      Die Beteiligungsprozesse tragen zu einer wahrnehmbaren, positiven Veränderung bei (zum Beispiel wird die Planung eines Wasserschutzgebietes verbessert, ein Konflikt um ein Projekt wird gelöst, neue Ideen für den Artenschutz oder einen Klimaschutzplan werden gesammelt, ein Gesetz wird inhaltlich verbessert, es wird mehr Akzeptanz durch den Beteiligungsprozess erreicht oder die Zusammenarbeit der Akteure und das Vertrauen in die Demokratie wird gestärkt).
    • Anschlussfähigkeit der Ergebnisse herstellen
      Die erarbeiteten Ergebnisse sind anschlussfähig an weitere Prozessschritte oder haben eine konkrete Wirkung.
    • Transparenten Umgang mit den Ergebnissen sicherstellen
      Die Ergebnisse werden entsprechend der Rahmensetzung berücksichtigt und transparent kommuniziert.
  • Ziel- und Rahmensetzung

    • Ziele und Gestaltungsrahmen festlegen
      Ziele, Gestaltungsspielräume, Zeitplan und Funktion der Beteiligung sind zu Beginn der Beteiligungsprozesse klar definiert und kommuniziert.
    • Beteiligung zum "richtigen" Zeitpunkt durchführen
      Die Beteiligungen werden rechtzeitig gestartet, um bestehende Gestaltungsmöglichkeiten optimal zu nutzen oder mit anderen Prozessen (zum Beispiel Planung, Entscheidungen) zu verzahnen.

    Prozessqualität

    • Prozess professionell durchführen
      Die Beteiligungsprozesse werden professionell umgesetzt (zum Beispiel verlässliche und gute Organisation, neutrale Moderation, begleitende Dokumentation der Ergebnisse und eine zielgruppengerechte Ausgestaltung der Veranstaltungen).
    • Gute oder verbesserte Gesprächs- und Diskursqualität herstellen
      Die Kommunikation mit den Beteiligten ist verständlich, transparent und nachvollziehbar gestaltet. Es wird ein Dialog auf Augenhöhe ermöglicht (zum Beispiel durch entsprechende Informationen, Vernetzung, Bereitstellung von Expertise). Alle Beteiligten haben die Chance, sich einzubringen und gehört zu werden.
    • Transparente Informationen für die Öffentlichkeit bereitstellen
      Über den jeweiligen Beteiligungsprozess und die Ergebnisse wird öffentlich nachvollziehbar informiert.