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Mitmachen lohnt sich!

Auswahl der Preisträger

Wer wählt aus?

Die eingereichten Projekte wurden von einer interdisziplinär zusammengesetzten Expertenjury bewertet. In einem ersten Treffen wählte diese Jury aus allen Einreichungen eine Vorauswahl möglicher Preisträger (Shortlist), das heißt die Nominierten, aus.

Unterstützt wird die Expertenjury von einer Bürgerjury. Diese bereitet die finale Auswahl der Gewinner-Projekte mit vor und entsendet drei Vertreterinnen beziehungsweise Vertreter zur zweiten Jurysitzung, in der die finale Gewinnerauswahl erfolgt. Damit fließen neben dem fachlichen Blick der Expertinnen und Experten auch Bürgerstimmen in die Auswahl ein. Die Auswahl der Mitglieder der Bürgerjury erfolgt durch eine Zufallsauswahl, um ein möglichst breites Bild zu erhalten.

Darüber hinaus hatten Bürgerinnen und Bürger online die Möglichkeit nach Auswahl der Nominierten, Bewertungen zu den nominierten Projekten abzugeben. Diese stellen weitere Impulse für die Entscheidung in der letzten Jurysitzung dar.

Die nominierten Projekte

Uns erreichten fast 160 Wettbewerbsbeiträge aus ganz Deutschland, die von Spielplatzplanungen über die Erstellung von Leitbildern für Kommunen bis hin zu Beteiligung bei Gesetzesentwürfen reichten – eine Vielzahl und Vielfalt, die uns positiv überraschte! Bei der 2. Jurysitzung am 13. Juni 2018 hat die Expertenjury 12 der Projekte nominiert. Diese Projekte haben die Möglichkeit ihr Projekt in einem Kurzvortrag einer Jury, bestehend aus Bürgerinnen und Bürgern sowie Beteiligungsexperten, vorzustellen. Informieren Sie sich hier zu den nominierten Projekten und nutzen Sie die Gelegenheit bis zum 3. August 2018 an der Online-Beteiligung teilzunehmen. Die Ergebnisse der Umfrage dienen als Impuls für die finale Entscheidung der Jury und sind nicht entscheidungsbindend.

Bewertungskriterien

Die Auswahl der Gewinner-Projekte wird durch die Jury getroffen. Hierbei orientiert sich die Jury an den folgenden vier Kriterien.

Auch Projekte, die nicht alle Kriterien vorbildlich erfüllen, sich aber durch einzelne Elemente besonders hervorheben, beispielsweise weil sie besonders innovativ waren, haben die Chance auf eine Auszeichnung (vergleiche Sonderpreis).

BMU
  • Ziel- und Rahmensetzung

    • Ziele und Gestaltungsrahmen festlegen
      Ziele, Gestaltungsspielräume, Zeitplan und Funktion der Beteiligung sind zu Beginn des Prozesses klar definiert und kommuniziert.
    • Beteiligung zum "richtigen" Zeitpunkt durchführen
      Die Beteiligung wurde rechtzeitig gestartet, um bestehende Gestaltungsmöglichkeiten optimal zu nutzen oder mit anderen Prozessen (zum Beispiel Planung, Entscheidungen) zu verzahnen.
    • Adäquate Ressourcen und Kompetenzen sicherstellen
      Für die Durchführung des Beteiligungsprozesses sind ausreichend Ressourcen (finanziell, zeitlich und personell) und Kompetenzen bei den durchführenden Organisationen vorhanden.

    Prozessqualität

    • Prozess professionell durchführen
      Der Prozess wurde professionell umgesetzt (zum Beispiel verlässliche und gute Organisation, neutrale Moderation, begleitende Dokumentation der Ergebnisse und eine zielgruppengerechte Ausgestaltung der Veranstaltungen). 
    • Gute oder verbesserte Gesprächs- und Diskursqualität herstellen
      Die Kommunikation mit den Beteiligten war verständlich, transparent und nachvollziehbar gestaltet. Es wurde ein Dialog auf Augenhöhe ermöglicht (zum Beispiel durch entsprechende Informationen, Vernetzung, Bereitstellung von Expertise). Alle Beteiligten hatten die Chance, sich einzubringen und gehört zu werden.
    • Transparente Informationen für die Öffentlichkeit bereitstellen
      Über den Beteiligungsprozess und die Ergebnisse wurde öffentlich nachvollziehbar informiert.
  • Prozessdesign

    • Teilnehmende identifizieren
      Die richtige(n) Akteursgruppe(n) des Beteiligungsprozesses wurden entsprechend des spezifischen Kontextes und abhängig von der Zielsetzung identifiziert (zum Beispiel unmittelbar Betroffene, allgemein Interessierte, möglichst diverse Zusammensetzung).
    • Zur Teilnahme mobilisieren und Teilnahme ermöglichen 
      Die identifizierten Zielgruppe(n) wurden über geeignete Kanäle und in geeigneter Art und Weise angesprochen (zum Biespiel über passende Multiplikatoren, den Einsatz neuer Medien, Werbemaßnahmen, aufsuchende Beteiligung, direkte Ansprache) und zur Teilnahme befähigt.
    • Geeignetes Beteiligungsformat und Methoden für maßgeschneidertes Verfahren wählen
      Die Beteiligungsformate und Methoden wurden passend zur Zielgruppe und den Zielen ausgewählt und sind in einem schlüssigen Prozess miteinander verzahnt.

    Ergebnisse

    • Positive Wirkung der Beteiligung
      Der Beteiligungsprozess hat zu einer wahrnehmbaren, positiven Veränderung beigetragen (zum Beispiel wurde die Planung eines Bauprojektes verbessert, ein Konflikt um ein Projekt wurde gelöst, neue Ideen für die Stadtentwicklung oder einen Klimaschutzplan wurden gesammelt, ein Gesetz konnte inhaltlich verbessert werden, es wurde mehr Akzeptanz durch den Beteiligungsprozess erreicht oder die Zusammenarbeit der Akteure und Vertrauen in die Demokratie wurde gestärkt).
    • Anschlussfähigkeit der Ergebnisse herstellen
      Die erarbeiteten Ergebnisse sind anschlussfähig an weitere Prozessschritte oder haben eine konkrete Wirkung. 
    • Transparenten Umgang mit den Ergebnissen sicherstellen
      Die Ergebnisse werden entsprechend der Rahmensetzung berücksichtigt und transparent kommuniziert.