Programm zur nachhaltigen Entwicklung des Rheins

10 Erfolge von "Rhein 2020"

Aussichtspunkt bei St. Goarshausen auf den Rhein

Im Januar 2001 verabschiedeten die Rheinstaaten "Rhein 2020", das "Programm zur nachhaltigen Entwicklung des Rheins". Die unten genannten Highlights des Programms stammen aus der Bilanz der Rheinkonferenz vom 13. Februar 2020. Sie gelten für das ganze Rheineinzugsgebiet. Deutschland hat mehr als 50 Prozent Anteil am ganzen Rheineinzugsgebiet.

  1. Mehr Lebensraum und Klimaresilienz: 140 Quadratkilometer Überschwemmungsflächen wurden reaktiviert, 124 Auengewässer an den Rhein angebunden. Lachse, Maifische und weitere rhein-typische Tiere und Pflanzen haben Lebensraum gewonnen. Auch ist der Rhein nun besser gegen klimabedingte Hochwasser und Dürren geschützt.
  2. Freie Fahrt für Fische: 600 Hindernisse für die Fischwanderung beseitigt oder mit Fischpässen ausgerüstet, zum Beispiel die Staustufe in Koblenz an der Mosel: Tierarten können sich wieder ausbreiten, Verbesserung der Artenvielfalt, der Symbolfisch Lachs ist zurück und pflanzt sich fort.
  3. Verbesserung der Wasserqualität, mehr Schutz für die Nordsee: 15 bis 20 Prozent weniger Stickstoff gelangt in die Fließgewässer. Deutlich weniger Schadstoffe, wie zum Beispiel Metallen und Pflanzenschutzmitteln, gelangen heute ins Wasser.
  4. Zuverlässiges, frühzeitiges Warn- und Alarmsystem bei Unfällen mit grenzüberschreitenden Auswirkungen und zum Schutz der Trinkwasserversorgung.
  5. Minderung der Hochwasserschadensrisiken um 25 Prozent dank des gemeinsamen Aktionsplans Hochwasser, mit Maßnahmen für mehr als 14 Milliarden Euro.
  6. Bessere Hochwasservorhersage: Vorhersagezeiträume wurden um 100 Prozent nach vorn gelegt. Kommunen und Bürgerinnen und Bürger Zeit für Vorbereitung und Schadensvorsorge gewonnen.
  7. Mehr Hochwasserrisikobewusstsein in der Bevölkerung: Hochwasserrisikokarten informieren Bürgerinnen und Bürgern über gefährdete Gebiete und bekommen Informationen zu Gefahren und Schadensrisiken von Hochwasser.
  8. Abgestimmte Anpassungsstrategie an die Folgen des Klimawandels: Sommer werden tendenziell trockener und wärmer, Winter werden nasser – die Rheinstaaten sind auf die Folgen vorbereitet.
  9. Schnellere Reaktion auf Dürren: Start eines gemeinsamen Niedrigwasserüberwachungssystems für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit.
  10. Internationale Kommission zum Schutz des Rheins wird zum Innovation-Hub: Strategie gegen Mikroverunreinigungen wie Medikamentenrückstände in den Gewässern. Testung neuer, moderner Überwachungsmethoden.

Einzugsgebiet des Rheins

Einzugsgebiet des Rheins

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