BMU Website

Navigation

Von hier aus koennen Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:

Internationale Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR)

Am 11. Juli 1950 fand in Basel die erste Sitzung der Internationalen Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR) statt. Schweizer, Franzosen, Deutsche, Luxemburger und Niederländer arbeiten hier zusammen. Die EU ist mittlerweile ebenfalls Vertragspartei und wirkt durch die Europäische Kommission mit. Das erste Rheinübereinkommen von 1963 wurde überarbeitet, das neue Übereinkommen von 1999 ist heute die Grundlage der Zusammenarbeit.

Mittlerweile arbeiten auch die anderen Staaten im Rheineinzugsgebiet (Österreich, Liechtenstein und Belgien (Region Wallonien)) mit den IKSR-Staaten zusammen, auf der Basis eines Koordinierungskomitees, das 2001 gegründet wurde. Damit ist eine Koordinierung von EU-Gewässerrichtlinien, zum Beispiel der Wasserrahmenrichtlinie auf internationaler Ebene möglich. Der zweite internationale Bewirtschaftungsplan für die IKSR nach dieser Richtlinie liegt seit Ende 2015 vor.

Die IKSR erarbeitete im Jahr 2000 ein neues Grundsatzprogramm mit dem Titel "Rhein 2020 - Programm zur nachhaltigen Entwicklung des Rheins". An einem Anschlussprogramm "Rhein 2040" wird gearbeitet.

Die Zusammenarbeit der Staaten im Rheineinzugsgebiet zeigt deutliche Erfolge: Aus dem Rhein kann wieder Wasser für die Trinkwasseraufbereitung genutzt werden, und die Lachse schwimmen wieder flussaufwärts und vermehren sich in einigen Zuflüssen.

Doch trotz zunehmender Verbesserung der Gewässerqualität sind die Vorgaben für mehrere Stoffe noch immer nicht an allen Rheinmessstellen erreicht (zum Beispiel für Zink, Kupfer, Quecksilber und HCB). Darüber hinaus müssen diffuse Verunreinigungen ermittelt und reduziert werden, zum Beispiel Nährstoffe. Auch der Hochwasserschutz bleibt wichtige Aufgabe der IKSR. Um die Hochwassersituation am Rhein zu verbessern, hat die IKSR den Aktionsplan Hochwasser erarbeitet. Dieser ist nun im ersten Hochwasserrisikomanagementplan für das gesamte Flussgebiet aufgegangen, der Ende 2015 beschlossen wurde.

Weitere Themen der Zusammenarbeit am Rhein sind der Warn- und Alarmplan im Fall von Unfällen mit grenzüberschreitenden Auswirkungen, die Anpassung an den Klimawandel, die Durchgängigkeit für Wanderfische und einiges mehr.

Detaillierte Informationen zum Werdegang der IKSR und allen Themen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in diesem großen Flussgebiet finden sich auf der Website der IKSR.

Die Internationale Kommission zum Schutz des Rheins hat ihren Sitz in Koblenz. Ihre Arbeit wird über ein Sekretariat organisiert und betreut, das ebenfalls in Koblenz sitzt.