Wertschätzen statt Wegwerfen

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Motiv zeigt eine Mann der achtlos einen Berg von Müll hinter sich wirft.

Wertschätzen statt Wegwerfen

Wertschätzen statt Wegwerfen

Wenn wir etwas nicht mehr brauchen, werfen wir es weg. Die Folge: Über sieben Milliarden Tonnen Abfall fallen laut Umweltprogramm der Vereinten Nationen weltweit jedes Jahr an, davon über zwei Milliarden Tonnen Siedlungsabfall.

Für uns – egal ob Staat, Unternehmen, Bürgerinnen oder Bürger – heißt das: Wir müssen neue Wege gehen. Viele eingefahrene Strukturen und liebgewonnene Verhaltensweisen müssen auf den Prüfstand gestellt werden. Wie können Unternehmen nachhaltiger produzieren? Benötigen wir Einweg-Artikel wie Coffee-to-Go-Becher oder Plastikteller?

Jede und jeder Einzelne kann durch sein Verhalten mitwirken. Dabei gibt es natürlich unzählige Möglichkeiten, Abfall zu vermeiden. Abfallvermeidung ist ein gesamtgesellschaftlicher Prozess, nicht nur ein einzelnes Programm oder ein Bündel staatlicher Maßnahmen. Und vieles lässt sich nicht durch rechtliche Vorgaben erzwingen – denn wer wollte entscheiden, was "richtige" und "falsche" Bedürfnisse sind. Entscheiden Sie!

Wie Sie im Haushalt, bei der Arbeit, im Unternehmen oder in anderen Lebensbereichen Abfall vermeiden können, erfahren Sie in der aktuellen Publikation und auf dieser Themenseite.

Aktuelles

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Ressourceneffizienz | 28.11.19

Innovatives Druckkonzept von Wellpappe

Aus dem Umweltinnovationsprogramm wird ein neues Anlagenkonzept zur Herstellung und Bedruckung von Wellpappe gefördert. Der Verbrauch von Ressourcen kann damit deutlich gesenkt werden.
Innovatives Druckkonzept von Wellpappe
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Meeresumweltschutz | 21.11.19

BMU verstärkt internationale Hilfe gegen Meeresvermüllung

Ein neues Förderprogramm zum Aufbau von Entsorgungs- und Recyclingstrukturen in Asien und Afrika konzentriert sich auf Länder und Flussregionen, aus denen die größten Müllmengen in die Meere gelangen.
BMU verstärkt internationale Hilfe gegen Meeresvermüllung
Svenja Schulze gibt ein Statement vor der Presse ab
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Wirtschaft und Umwelt | 06.11.19

Bundeskabinett beschließt Verbot von Plastiktüten

Auf Vorschlag von Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat das Bundeskabinett ein Verbot von Plastiktüten auf den Weg gebracht. Ausnahmen gibt es für sogenannte Hemdchenbeutel.
Bundeskabinett beschließt Verbot von Plastiktüten
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Produkte und Konsum | 16.10.19

Zweiter Runder Tisch zur Reduzierung von Verpackungen

Beim Runden Tisch stellten Handelsunternehmen ihre Initiativen zur Abfallvermeidung vor und sagten weitere Schritte bei der Umsetzung von Maßnahmen zu.
Zweiter Runder Tisch zur Reduzierung von Verpackungen
Kleiderstange mit bunten Kleidern
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Wirtschaft und Umwelt | 25.09.19

Maßnahmen gegen Vernichtung gebrauchsfähiger Waren

Mit dem neuen Kreislaufwirtschaftsgesetz sollen Unternehmen Überhänge und Retouren nur noch dann vernichten dürfen, wenn dies zum Beispiel aus Sicherheits- oder Gesundheitsgründen notwendig ist.
Maßnahmen gegen Vernichtung gebrauchsfähiger Waren
Porträtfoto von Bundesumweltministerin Svenja Schulze
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Produkte und Konsum | 06.09.19

Svenja Schulze zum geplanten Plastiktüten-Verbot

Plastiktüten sind der Inbegriff der Ressourcenverschwendung: Sie werden aus Rohöl hergestellt und oft nur wenige Minuten genutzt. Häufig landen sie in der Umwelt. Die Zeit ist nun reif für ein Plastiktütenverbot.
Svenja Schulze zum geplanten Plastiktüten-Verbot
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Abfallwirtschaft | 03.09.19

BMU und Abfallwirtschaft einig über Erreichen der Klimaziele 2030

Die Treibhausgasemissionen aus Abfalldeponien sollen bis 2027 schrittweise um eine Million Tonnen Kohlenstoffdioxid-Äquivalente reduziert werden. Zudem soll die nachhaltige Energiegewinnung aus Deponiegasen intensiviert werden.
BMU und Abfallwirtschaft einig über Erreichen der Klimaziele 2030
Svenja Schulze steht mit dem Bürgermeister am Rednerpult.
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Abfallwirtschaft | 12.08.19

Herstellerverantwortung für Wegwerfprodukte

Das BMU will die Kommunen bei den Kosten für die Stadtreinigung zukünftig entlasten. Hersteller von Einweg- oder Wegwerfartikel sollen sich an Reinigungs- und Entsorgungskosten im öffentlichen Raum beteiligen.
Herstellerverantwortung für Wegwerfprodukte
Svenja Schulze und der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling
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Abfallwirtschaft | 12.08.19

Hersteller von Wegwerfartikeln zur Verantwortung ziehen

Das BMU will die Kommunen bei den Kosten für die Stadtreinigung zukünftig entlasten. Demnach sind Hersteller von Einweg- oder Wegwerfartikel künftig an Reinigungs- und Entsorgungskosten im öffentlichen Raum zu beteiligen.
Hersteller von Wegwerfartikeln zur Verantwortung ziehen
Porträtfoto von Bundesumweltministerin Svenja Schulze
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Abfallwirtschaft | 08.08.19

Entwurf zur Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes

Der Trend zum Wegwerfen funktions- und gebrauchsfähiger Ware soll gestoppt werden. Dazu soll eine Änderung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes erfolgen. Für den Umgang mit Retourware soll zukünftig eine Obhutspflicht gelten.
Entwurf zur Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes
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Förderung | 26.06.19

Innovatives Wolfram-Verfahren vom BMU gefördert

Das BMU fördert das innovative Pilotprojekt der H.C. Starck Tungsten GmbH zur energie- und rohstoffeffizienten Wiedergewinnung von Wolfram-Chemikalien mit rund 150 Tausend Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm.
Innovatives Wolfram-Verfahren vom BMU gefördert
Svenja Schulze hält Rede vor Kampagnenpostern "Nein zur Wegwerfgesellschaft"
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Abfallwirtschaft | 06.06.19

Statement von Svenja Schulze zur Plastik-Debatte

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat ein Statement zur aktuellen Plastik-Debatte und zu der Umsetzung des 5-Punkte-Plans für weniger Plastik und mehr Recycling des Bundesumweltministeriums gegeben.
Statement von Svenja Schulze zur Plastik-Debatte

Stoffströme – konkrete Maßnahmen für weniger Abfall

Ob Privatpersonen, Kommunen, Unternehmen oder der Handel – alle können etwas tun, um die Abfallmenge in fast allen Lebensbereichen zu reduzieren: Vom Bauen und Wohnen über Kleidung und Lebensmittel bis hin zum Waschen und Putzen. So kann die Abfallmenge durch bewussteres Einkaufs- und Konsumverhalten sowie einer nachhaltigen Produktion gesenkt werden. 

Wiederverwendbare Taschen statt kurzlebiger Einwegtüten

Sämtliche Einwegtüten sind kurzlebig, Papiertüten weisen keine ökologischen Vorteile gegenüber Einwegplastiktüten auf. Biologisch abbaubare Tüten können das Recycling stören. Sie werden zumeist nur energetisch verwertet.

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Verpackungsabfälle reduzieren

In Deutschland fielen im Jahr 2016 insgesamt 18,2 Millionen Tonnen Verpackungsabfälle an (Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung, 2018). Da sich das Konsumverhalten ändert, gibt es mehr vorverpackte Lebensmittel, unterschiedliche Verpackungsgrößen und einen rasant ansteigenden Online-Handel, der mehr Versandverpackungen benötigt.

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Lebensmittelabfälle reduzieren

Rund ein Drittel der weltweit produzierten Lebensmittel wird weggeworfen. In Deutschland sind es jedes Jahr mehr als 12 Millionen Tonnen, die frühzeitig im Müll landen – obwohl viele noch genießbar sind. Die weggeworfenen Lebensmittel zu reduzieren, sinkt nicht nur die Abfallmenge, sondern wirkt sich positiv auf die Umwelt aus, da sich der mit der Produktion verbundene Flächen- und Energieverbrauch verringert würde.

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Langlebige und gefahrenfreie Textilien

Warum Textilien nicht länger nutzen und sie weitergeben, wenn wir sie nicht mehr brauchen? Zwischen 2000 und 2014 hat sich die Anzahl der weltweit produzierten Kleidungsstücke verdoppelt. Schnelllebige Modetrends führen zur Massenproduktion von Textilien, die nach kurzer Lebensdauer zu Abfall werden. Außerdem verschlechtert sich zunehmend die Qualität der Produkte und damit die Verwertbarkeit. 

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Umweltverträglich waschen und reinigen

Wasch- und Reinigungsmittel können Inhaltsstoffe – wie etwa Tenside – enthalten, die für Wasserorganismen giftig sind. Manche Inhaltsstoffe sind zudem schwer abbaubar und reichern sich in Gewässern und Sedimenten an. Gelangen Phosphor und Salze aus Wasch- und Reinigungsmitteln in Gewässer, werden seine Nährstoffe und somit der Lebensraum für Pflanzen und Tiere verändert. 

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Bauabfälle vermeiden

Der Bausektor gehört zu den ressourcenintensivsten Wirtschaftssektoren Deutschlands. Beim Bau und Abbruch von Gebäuden entstehen große Mengen an Abfall: 2017 laut bundesweiter Abfallbilanz in Deutschland mehr als 50 Prozent der Gesamtabfallmenge im gleichen Jahr. Eine besondere Herausforderung: Durch die hohe Lebensdauer von Gebäuden fallen darin enthaltene und bereits verbotene Schadstoffe erst Jahrzehnte später als Abfälle an.

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Konzepte zur Abfallvermeidung

Für erfolgreiche eine Abfallvermeidung gibt es kein Patentrezept. Dementsprechend sind nicht nur Maßnahmen gefragt, die auf einzelne Produkte oder Bereiche abzielen, sondern auch übergreifende Konzepte, die möglichst umfassend angewendet werden können. 

Nachhaltigen Konsum fördern

Wussten Sie, dass ein Auto im Durchschnitt 23 Stunden am Tag ungenutzt herumsteht? "Nutzen statt Besitzen" ist da eine gute Option. Über "Sharing-Plattformen" im Internet können sich Menschen in der Umgebung Produkte teilen. So werden nicht nur Anschaffungskosten gespart, sondern auch ein Beitrag dazu geleistet, dass sich die Mengen an Produkten, die irgendwann als Abfall anfallen, deutlich verringern. 

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Abfallaufkommen im Versandhandel reduzieren

Onlineshopping boomt – und damit schnellt auch die Zahl der Pakete, die transportiert werden müssen, in die Höhe. Der Transport verbraucht Energie, verursacht Emissionen und erhöht das Abfallaufkommen, denn Versandverpackungen werden nur selten wiederverwendet und zu große Kartons oft mit zusätzlichem Material aufgefüllt. Besonders kritisch sind die zahlreichen Retouren, da ein Teil der zurückgeschickten Waren direkt entsorgt wird. 

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Verlässliche Verbraucherinformationen

Blauer Engel, Bio-Siegel, Fairtrade, TÜV – Welches Siegel steht für eine gute Wahl und welches lasse ich lieber im Regal? Labels geben verlässliche Informationen über die Umweltqualität konkreter Produkte und sind daher eine große Hilfe, wenn es darum geht, Abfälle zu vermeiden. Etablierte und glaubwürdige Produktlabel bieten hierbei Orientierung.  

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Kenntnisse über Abfallvermeidung verbessern

"Das haben wir schon immer so gemacht" – oft ist Unwissenheit und fehlender Antrieb Grund für das Verharren in alltäglichen Handlungsstrukturen. Durch Informationskampagnen, Projekte an Schulen und Universitäten sowie Städteaktionen können Menschen für die Themen Abfallvermeidung, Ressourcenschonung und Kreislaufführung sensibilisieren werden. 

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Abfallvermeidende Produktgestaltung und -nutzung fördern

Oft werden Produkte entsorgt und ersetzt, obwohl sie ihre Lebens- oder Nutzungsdauer noch nicht erreicht haben. Der vorzeitige Austausch eines Produktes wird auch "Obsoleszenz" genannt. Bei der sogenannten "ökonomischen Obsoleszenz" wird ein defektes Gerät aus Kostengründen nicht repariert, weil der Unterschied zwischen den Reparaturkosten und den Kosten für ein neues Produkt zu gering ist. Bei der "psychologische Obsoleszenz" möchten die Konsumierenden ein neues Produkt, obwohl das alte noch funktionsfähig ist. 

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Abfall zu Weihnachten vermeiden

Essen portionieren

Zu Weihnachten werden wir alle Caterer – wussten Sie, dass Caterer mit der 600 Gramm-Regel arbeiten? Dies bedeutet, dass es ausreicht pro Person für ein Mittag- oder Abendessen etwa eine Speisenmenge von 600 Gramm vorzubereiten. Ihre Familie isst gerne mehr? Schlagen Sie 10 bis 20 Prozent auf.


Wiederverwendung von Verpackungen

Nutzen Sie wiederverwendbare Geschenkboxen. Auch Geschenkband kann öfter als einmal benutzt werden.


Unnötigen Umtausch vermeiden

Schenken Sie eine gemeinsame Aktivität oder einen Gutschein, um unnötigen Umtausch und Rückgabe von Waren zu vermeiden.


Für das Wichteln

Kaufen Sie nichts, was nur zu unnötigen Abfällen führt. Auch hier ist Gebrauchtes, ein Gutschein für einen gemeinsamen Kaffee oder Tee, für putzen helfen, aufs Kind aufpassen, den Hund ausführen, ein leckeres Kantinenessen und so weiter eine Möglichkeit Abfälle zu vermeiden.


Dekoration aufbewahren

Weihnachtsdekorationen, die gut geschützt abgebaut und eingelagert werden, können uns viele Jahre begleiten und uns an schöne Momente erinnern und Neuanschaffungen und Abfälle vermeiden.