Wertschätzen statt Wegwerfen

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Motiv zeigt eine Mann der achtlos einen Berg von Müll hinter sich wirft.

Wertschätzen statt Wegwerfen

Wertschätzen statt Wegwerfen

Wenn wir etwas nicht mehr brauchen, werfen wir es weg. Die Folge: Über sieben Milliarden Tonnen Abfall fallen laut Umweltprogramm der Vereinten Nationen weltweit jedes Jahr an, davon über zwei Milliarden Tonnen Siedlungsabfall.

Für uns – egal ob Staat, Unternehmen, Bürgerinnen oder Bürger – heißt das: Wir müssen neue Wege gehen. Viele eingefahrene Strukturen und liebgewonnene Verhaltensweisen müssen auf den Prüfstand gestellt werden. Wie können Unternehmen nachhaltiger produzieren? Benötigen wir Einweg-Artikel wie Coffee-to-Go-Becher oder Plastikteller?

Jede und jeder Einzelne kann durch sein Verhalten mitwirken. Dabei gibt es natürlich unzählige Möglichkeiten, Abfall zu vermeiden. Abfallvermeidung ist ein gesamtgesellschaftlicher Prozess, nicht nur ein einzelnes Programm oder ein Bündel staatlicher Maßnahmen. Und vieles lässt sich nicht durch rechtliche Vorgaben erzwingen – denn wer wollte entscheiden, was "richtige" und "falsche" Bedürfnisse sind. Entscheiden Sie!

Wie Sie im Haushalt, bei der Arbeit, im Unternehmen oder in anderen Lebensbereichen Abfall vermeiden können, erfahren Sie in der aktuellen Publikation und auf dieser Themenseite.

Aktuelles

Plastikgabel liegt als Müll auf der Straße
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Ressourceneffizienz | 24.06.20

Bundeskabinett beschließt Verbot von Wegwerfprodukten aus Plastik

Künftig sollen bestimmte Plastikprodukte verboten sein, für die es bereits umweltfreundliche Alternativen gibt. Das Verbot betrifft unter anderem Wegwerfprodukte wie Einmalbesteck, Trinkhalme oder Rührstäbchen.
Bundeskabinett beschließt Verbot von Wegwerfprodukten aus Plastik
Porträtfoto von Bundesumweltministerin Svenja Schulze
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Abfallwirtschaft | 24.06.20

Svenja Schulze zum Verbot für Einweg-Plastik

Mit RTL sprach Bundesumweltministerin Svenja Schulze über das Verbot von Einweg-Plastik, das am 24. Juni im Bundestag beschlossen werden soll. Mit dem Verbot solle unter anderem der Vermüllung der Meere entgegengewirkt werden.
Svenja Schulze zum Verbot für Einweg-Plastik
Ein Mann, der hinter sich einen Berg Müll verursacht
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Abfallwirtschaft | 18.06.20

Abfallvermeidungsprogramm wird 2020 fortgesetzt

Das BMU plant, das Abfallvermeidungsprogramm "Wertschätzen statt Wegwerfen" in diesem Jahr fortzusetzen. Verbraucherinnen und Verbraucher werden um Anmerkungen gebeten.
Abfallvermeidungsprogramm wird 2020 fortgesetzt
Batterien
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Abfallwirtschaft | 20.05.20

Novelle des Batteriegesetzes auf den Weg gebracht

Ab 2021 müssen sich alle Batteriehersteller registrieren lassen. Durch das Gesetz sollen neue Mindeststandards gelten, die eine hochwertige und sichere Entsorgung garantieren.
Novelle des Batteriegesetzes auf den Weg gebracht
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Meeresumweltschutz | 20.05.20

Förderprogramm gegen Meeresmüll

Meeresmüll ist eine der weltweit größten umweltpolitischen Herausforderungen. Vor allem Plastikmüll verursacht erhebliche Umweltschäden. Das BMU startet erstmals einen Förderaufruf zu seinem Programm gegen Meeresmüll.
Förderprogramm gegen Meeresmüll
Biotonne mit Müll
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Abfallwirtschaft | 11.05.20

Bundesweites Bündnis setzt sich für mehr Biotonnen ein

Mit der Initiative "Aktion Biotonne Deutschland" werden Kommunen bei der Abfallberatung vor Ort unterstützt. Die privaten Haushalte in Deutschland sollen künftig Bioabfälle noch besser getrennt sammeln.
Bundesweites Bündnis setzt sich für mehr Biotonnen ein
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Abfallwirtschaft | 28.04.20

Fotowettbewerb zum Thema Kunststoffabfälle

Beim Wettbewerb im Rahmen des Basler Übereinkommens können bis zum 30. September 2020 Fotos rund um das Thema Kunststoffabfälle eingereicht werden.
Fotowettbewerb zum Thema Kunststoffabfälle
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Abfallwirtschaft | 17.04.20

Abfallentsorgung beweist gerade in Corona-Zeiten ihre Systemrelevanz

Ob Abfallentsorgung in den privaten Haushalten oder Belieferung der Industrie mit Recyclingrohstoffen - die deutsche Entsorgungs- und Kreislaufwirtschaft beweist in der aktuellen Situation ihre Systemrelevanz.
Abfallentsorgung beweist gerade in Corona-Zeiten ihre Systemrelevanz
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Abfallwirtschaft | 27.03.20

Abfalltrennung in Zeiten der Coronavirus-Pandemie

Die Bekämpfung des SARS-CoV-2-Virus stellt auch die Abfallentsorgung in Deutschland vor besondere Herausforderungen. Umso wichtiger sind während der Coronavirus-Pandemie die Abfallvermeidung und die richtige Abfalltrennung.
Abfalltrennung in Zeiten der Coronavirus-Pandemie
Porträtfoto von Bundesumweltministerin Svenja Schulze
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Abfallwirtschaft | 23.03.20

Svenja Schulze zum neuen Kreislaufwirtschaftsgesetz

Im Interview mit Lebensmittel Praxis sprach Bundesumweltministerin Svenja Schulze über die Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes. Themen waren die Obhutspflicht und weitere Maßnahmen, wie die Transparenzverordnung.
Svenja Schulze zum neuen Kreislaufwirtschaftsgesetz
Ein Stapel Pakete fertig für den Transport in einem Container gestapelt
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Abfallwirtschaft | 12.02.20

Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes

Mit der Novelle will die Bundesregierung die Abfallvermeidung verbessern und das Recycling verstärken. Neu ist die sogenannte "Obhutspflicht" bei der Hersteller und Händler in die Verantwortung genommen werden.
Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes

Stoffströme – konkrete Maßnahmen für weniger Abfall

Ob Privatpersonen, Kommunen, Unternehmen oder der Handel – alle können etwas tun, um die Abfallmenge in fast allen Lebensbereichen zu reduzieren: Vom Bauen und Wohnen über Kleidung und Lebensmittel bis hin zum Waschen und Putzen. So kann die Abfallmenge durch bewussteres Einkaufs- und Konsumverhalten sowie einer nachhaltigen Produktion gesenkt werden. 

Wiederverwendbare Taschen statt kurzlebiger Einwegtüten

Sämtliche Einwegtüten sind kurzlebig, Papiertüten weisen keine ökologischen Vorteile gegenüber Einwegplastiktüten auf. Biologisch abbaubare Tüten können das Recycling stören. Sie werden zumeist nur energetisch verwertet.

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Verpackungsabfälle reduzieren

In Deutschland fielen im Jahr 2016 insgesamt 18,2 Millionen Tonnen Verpackungsabfälle an (Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung, 2018). Da sich das Konsumverhalten ändert, gibt es mehr vorverpackte Lebensmittel, unterschiedliche Verpackungsgrößen und einen rasant ansteigenden Online-Handel, der mehr Versandverpackungen benötigt.

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Lebensmittelabfälle reduzieren

Rund ein Drittel der weltweit produzierten Lebensmittel wird weggeworfen. In Deutschland sind es jedes Jahr mehr als 12 Millionen Tonnen, die frühzeitig im Müll landen – obwohl viele noch genießbar sind. Die weggeworfenen Lebensmittel zu reduzieren, sinkt nicht nur die Abfallmenge, sondern wirkt sich positiv auf die Umwelt aus, da sich der mit der Produktion verbundene Flächen- und Energieverbrauch verringert würde.

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Langlebige und gefahrenfreie Textilien

Warum Textilien nicht länger nutzen und sie weitergeben, wenn wir sie nicht mehr brauchen? Zwischen 2000 und 2014 hat sich die Anzahl der weltweit produzierten Kleidungsstücke verdoppelt. Schnelllebige Modetrends führen zur Massenproduktion von Textilien, die nach kurzer Lebensdauer zu Abfall werden. Außerdem verschlechtert sich zunehmend die Qualität der Produkte und damit die Verwertbarkeit. 

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Umweltverträglich waschen und reinigen

Wasch- und Reinigungsmittel können Inhaltsstoffe – wie etwa Tenside – enthalten, die für Wasserorganismen giftig sind. Manche Inhaltsstoffe sind zudem schwer abbaubar und reichern sich in Gewässern und Sedimenten an. Gelangen Phosphor und Salze aus Wasch- und Reinigungsmitteln in Gewässer, werden seine Nährstoffe und somit der Lebensraum für Pflanzen und Tiere verändert. 

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Bauabfälle vermeiden

Der Bausektor gehört zu den ressourcenintensivsten Wirtschaftssektoren Deutschlands. Beim Bau und Abbruch von Gebäuden entstehen große Mengen an Abfall: 2017 laut bundesweiter Abfallbilanz in Deutschland mehr als 50 Prozent der Gesamtabfallmenge im gleichen Jahr. Eine besondere Herausforderung: Durch die hohe Lebensdauer von Gebäuden fallen darin enthaltene und bereits verbotene Schadstoffe erst Jahrzehnte später als Abfälle an.

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Konzepte zur Abfallvermeidung

Für eine erfolgreiche Abfallvermeidung gibt es kein Patentrezept. Dementsprechend sind nicht nur Maßnahmen gefragt, die auf einzelne Produkte oder Bereiche abzielen, sondern auch übergreifende Konzepte, die möglichst umfassend angewendet werden können. 

Nachhaltigen Konsum fördern

Wussten Sie, dass ein Auto im Durchschnitt 23 Stunden am Tag ungenutzt herumsteht? "Nutzen statt Besitzen" ist da eine gute Option. Über "Sharing-Plattformen" im Internet können sich Menschen in der Umgebung Produkte teilen. So werden nicht nur Anschaffungskosten gespart, sondern auch ein Beitrag dazu geleistet, dass sich die Mengen an Produkten, die irgendwann als Abfall anfallen, deutlich verringern. 

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Abfallaufkommen im Versandhandel reduzieren

Onlineshopping boomt – und damit schnellt auch die Zahl der Pakete, die transportiert werden müssen, in die Höhe. Der Transport verbraucht Energie, verursacht Emissionen und erhöht das Abfallaufkommen, denn Versandverpackungen werden nur selten wiederverwendet und zu große Kartons oft mit zusätzlichem Material aufgefüllt. Besonders kritisch sind die zahlreichen Retouren, da ein Teil der zurückgeschickten Waren direkt entsorgt wird. 

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Verlässliche Verbraucherinformationen

Blauer Engel, Bio-Siegel, Fairtrade, TÜV – Welches Siegel steht für eine gute Wahl und welches lasse ich lieber im Regal? Labels geben verlässliche Informationen über die Umweltqualität konkreter Produkte und sind daher eine große Hilfe, wenn es darum geht, Abfälle zu vermeiden. Etablierte und glaubwürdige Produktlabel bieten hierbei Orientierung.  

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Kenntnisse über Abfallvermeidung verbessern

"Das haben wir schon immer so gemacht" – oft ist Unwissenheit und fehlender Antrieb Grund für das Verharren in alltäglichen Handlungsstrukturen. Durch Informationskampagnen, Projekte an Schulen und Universitäten sowie Städteaktionen können Menschen für die Themen Abfallvermeidung, Ressourcenschonung und Kreislaufführung sensibilisieren werden. 

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Abfallvermeidende Produktgestaltung und -nutzung fördern

Oft werden Produkte entsorgt und ersetzt, obwohl sie ihre Lebens- oder Nutzungsdauer noch nicht erreicht haben. Der vorzeitige Austausch eines Produktes wird auch "Obsoleszenz" genannt. Bei der sogenannten "ökonomischen Obsoleszenz" wird ein defektes Gerät aus Kostengründen nicht repariert, weil der Unterschied zwischen den Reparaturkosten und den Kosten für ein neues Produkt zu gering ist. Bei der "psychologische Obsoleszenz" möchten die Konsumierenden ein neues Produkt, obwohl das alte noch funktionsfähig ist. 

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Beispiele aus den Bundesländern zur Abfallvermeidung

Berlin

Seit 2013 legt der Berliner Senat verstärktes Augenmerk auf die Beschaffung umweltverträglicher Leistungen und Produkte. Die Verwaltungsvorschrift Beschaffung und Umwelt (VwVBU) stellt ökologische Kriterien in den Mittelpunkt. Ein Animationsfilm erläutert die Vorteile einer umweltverträglichen Beschaffung und erklärt, wie die VwVBU den Beschaffungsalltag erleichtert.

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Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz startete 2019 mit der Kampagne "Müll nicht rum!" eine Initiative zur Abfallvermeidung und Stärkung von Mehrwegsystemen. Zahlreiche Kooperationspartner, wie Städte und Kommunen, Verbände sowie einzelne Unternehmen und Institutionen sind an diesem Projekt beteiligt. Das Ziel ist es, alle in Rheinland-Pfalz existierenden Mehrwegsysteme unter einem Dach zu vereinen, alltagstaugliche Lösungen zu finden und über das Thema Abfallvermeidung und die verheerenden Umweltfolgen der Landschaftsvermüllung aufzuklären. Über ein entsprechendes Logo und Motto wird für Mehrwegaktionen geworben.

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