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Pfandflasche = Mehrwegflasche???

Allein die Tatsache, dass auf eine Glas- oder Kunststoffflasche Pfand erhoben wird, heißt noch nicht, dass es sich dabei um eine Mehrwegflasche handelt!

Nach der Verpackungsverordnung gibt es nämlich auch bepfandete Einwegflaschen. Die Verpackungsverordnung sieht vor, dass grundsätzlich alle nicht ökologisch vorteilhaften Einweg-Getränkeverpackungen zu bepfanden sind. Pfandfrei sind Saft, Milch, Wein und Spirituosen sowie Einweg-Getränkeverpackungen mit einem Füllvolumen von unter 0,1 Liter und über 3,0 Liter, außerdem ökologisch vorteilhafte Einweg-Getränkeverpackungen (Kartonverpackungen, Polyethylen-Schlauchbeutel und Folien-Standbodenbeutel).

Auch der Verkauf von Pfandflaschen in (Mehrweg-)Getränkekästen ist allein noch kein Indiz dafür, dass es sich um Mehrwegflaschen handelt, denn es gibt auch bepfandete Einwegflaschen, die in Kästen verkauft werden.

Ein Hinweis auf Mehrweg oder Einweg ist die Pfandhöhe: Bei Mehrweg beträgt sie in der Regel 8 oder 15 Cent, wogegen das Einwegpfand einheitlich 25 Cent beträgt.

Mineralwasser, Erfrischungsgetränke, Bier und Saft gibt es seit Jahrzehnten in Mehrwegflaschen. Sie lassen sich mehrfach befüllen (Mehrweg-Glasflaschen bis zu 50-mal), bevor sie dann zu neuem Glas beziehungsweise Kunststoff verarbeitet werden. Daher vermeiden Mehrwegflaschen – im Gegensatz zu Einwegflaschen oder Getränkedosen – Abfälle und sind umweltfreundlich.

Mehrwegflaschen erkennen Sie am:

oder am Hinweis "Mehrweg", "Mehrwegflasche" oder "Mehrweg-Pfandflasche".

Pfandpflichtige Einweg-Getränkeverpackungen

Pfandpflichtige Einweg-Getränkeverpackungen erkennen Sie insbesondere am bundesweit einheitlichen Kennzeichen der Deutschen Pfandsystem GmbH (DPG). Wesentliche Teile der Getränkeindustrie und des Handels haben sich zudem im Sommer 2016 auf eine freiwillige Kennzeichnung pfandpflichtiger Einweggetränkeverpackungen verständigt. Die teilnehmenden Unternehmen verpflichten sich, alle von ihnen in Deutschland vertriebenen pfandpflichtigen Einweggetränkeverpackungen sowohl mit den Begriffen "Einweg" und "Pfand" als auch mit der Angabe der Pfandhöhe zu kennzeichnen. Die Kennzeichnung soll deutlich lesbar in der Nähe des Pfandlogos der DPG erfolgen. Die flächendeckende Umsetzung bei allen teilnehmenden Unternehmen soll spätestens ab Ende des Jahres 2017 sichergestellt sein.

Um die Transparenz für Verbraucherinnen und Verbraucher bei der Unterscheidung von Einweg- und Mehrweggetränkeverpackungen weiter zu verbessern, verlangt der von der Bundesregierung auf Vorschlag des Bundesumweltministeriums beschlossene Entwurf eines Verpackungsgesetzes, mit dem die Verpackungsverordnung künftig abgelöst und weiterentwickelt werden soll, zusätzlich, dass im Laden durch deutlich sicht- und lesbare, in unmittelbarer Nähe zu den Verpackungen angebrachte Hinweisschilder auf die Einweg- oder Mehrwegeigenschaft der angebotenen Getränkeverpackungen hingewiesen wird. Durch diese verbindliche Hinweispflicht im Laden sollen – in Ergänzung zu den bisher lediglich freiwillig abgedruckten Hinweisen auf der Verpackung – Verbraucherinnen und Verbraucher die Möglichkeit erhalten, sich bewusst für eine bestimmte Verpackungsart entscheiden.

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