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Relevante nationale Strategien im Bereich Waldschutz

Buchenlaub vor blauem Himmel

Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS)

Die Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) formuliert eine klare Vision für die Zukunft unserer Wälder. Diese Vision ist Leitlinie des BMU und der Bundesregierung:

"Die Wälder in Deutschland weisen eine hohe natürliche Vielfalt und Dynamik hinsichtlich ihrer Struktur und Artenzusammensetzung auf und faszinieren die Menschen durch ihre Schönheit. Natürliche und naturnahe Waldgesellschaften haben deutlich zugenommen. Die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder erfolgt im Einklang mit ihren ökologischen und sozialen Funktionen. Der aus Wäldern nachhaltig gewonnene Rohstoff Holz erfreut sich großer Wertschätzung."

Das BMU arbeitet im Rahmen der Bundeskompetenz für die Umsetzung der daraus folgenden Ziele der NBS.

Zentrale Ziele der NBS:

  • Bis zum Jahr 2020 haben sich die Bedingungen für die in Wäldern typischen Lebensgemeinschaften (Vielfalt der Struktur und Dynamik) weiter verbessert. Bäume und Sträucher der natürlichen Waldgesellschaft verjüngen sich ganz überwiegend natürlich. Mit naturnahen Bewirtschaftungsformen werden die natürlichen Prozesse zur Stärkung der ökologischen Funktionen genutzt. Alt- und Totholz sind in ausreichender Menge und Qualität vorhanden.  
  • 2020 beträgt der Flächenanteil der Wälder mit natürlicher Waldentwicklung fünf Prozent der Waldfläche.
  • Natürliche Entwicklung auf zehn Prozent der Waldfläche der öffentlichen Hand bis 2020.
  • Förderung des Vertragsnaturschutzes im Privatwald auf zehn Prozent der Fläche.
Naturschutz-Offensive 2020

Das Handlungsprogramm "Naturschutz-Offensive 2020" des BMU enthält Maßnahmen und Initiativen zur Verbesserung der biologischen Vielfalt. Diese Initiative des BMU macht deutlich, in welchen Handlungsfeldern der NBS noch die größten Defizite bestehen und bis zum Jahr 2020 verstärkte Anstrengungen zur Erhaltung der biologischen Vielfalt von welchen Akteuren gefordert sind. Es werden zehn prioritäre Handlungsfelder definiert und insgesamt 40 vordringliche Maßnahmen beschrieben. Im Handlungsfeld IV "Wälder - Forstwirtschaft im Einklang mit der Natur" werden die priorisierten Maßnahmen zur Erreichung der NBS-Ziele für den Wald aufgeführt.


Nationale Waldstrategie 2020

Damit uns der Wald und seine vielfältigen Talente auch in Zukunft erhalten bleiben, dürfen wir den Wald nicht einseitig fordern oder gar überfordern. Deshalb hat die Bundesregierung die Waldstrategie 2020 für den Natur- und Wirtschaftsraum Wald verabschiedet. Anhand der Waldstrategie sollen die vielfältigen Ansprüche an Klimaleistung, Biodiversität, Rohstoffe, Erholungsleistung und Energie aufeinander abgestimmt und mögliche Konflikte gelöst werden. Bei der Umsetzung der Waldstrategie wird verstärkt auf die Schutzziele der NBS gesetzt.


Strategie der Bundesregierung zur vorbildlichen Berücksichtigung von Biodiversitätsbelangen auf allen Flächen des Bundes (StrÖff)

Der Bund stärkt seine Vorbildfunktion beim Erhalt der natürlichen Artenvielfalt. Dafür hat das Bundeskabinett eine Naturschutzstrategie für Bundesflächen beschlossen. Mit diesem Kabinettsbeschluss wird die Bundesregierung der besonderen Verantwortung für den Naturschutz auf den Flächen des Bundes gerecht. Mit zahlreichen Maßnahmen und Programmen sorgt sie dort für den Erhalt der Artenvielfalt. Damit verdeutlicht der Bund sein besonderes Engagement zum Schutz unserer Natur.

Die "Strategie der Bundesregierung zur vorbildlichen Berücksichtigung von Biodiversitätsbelangen auf allen Flächen des Bundes" (StrÖff) setzt wichtige Ziele der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt um, die 2007 von der Bundesregierung beschlossen wurde.

Die Strategie gilt für alle Flächen des Bundes, zum Beispiel Bundeswälder, Bundesliegenschaften, Bundeswasserstraßen, Bundesfernstraßen, das Schienennetz der Deutschen Bahn sowie Truppenübungsplätze der Streitkräfte. Sie umfasst Maßnahmen und Programme, mit denen die verschiedenen zuständigen Stellen des Bundes die Biodiversität heute und in den kommenden Jahren schützen, erhalten und fördern. Zu Projekten von nationaler Bedeutung zählen das "Bundesprogramm Wiedervernetzung" oder das "Bundesprogramm Blaues Band".

Die Bundesregierung wird regelmäßig darüber berichten, wie die Strategie umgesetzt wird. Besonders gelungene Maßnahmen sollen dabei dokumentiert und den Ländern und den Kommunen für eigene Schutzmaßnahmen zur Verfügung gestellt werden.


Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie 2016

Die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie 2016 orientiert sich an den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen und hat die globale Verantwortung stärker im Blick. Erstmals beschlossen wurde die Strategie 2002 und bestimmt seitdem den Kurs für eine nachhaltige Entwicklung in unserem Land. Nachhaltigkeitsziel 15 (SDG 15) macht in Unterziel 15.2 die nachhaltige Bewirtschaftung aller Waldtypen, die Beendigung der Entwaldung sowie den Wiederaufbau geschädigter Wälder und die Aufforstung zum Ziel. 


Integriertes Umweltprogramm 2030

Das Integrierte Umweltprogramm 2030 des Bundesumweltministeriums orientiert sich am Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung, an den Grundsätzen von Vorsorge, systemischem Denken und Innovationsfähigkeit, an der Erkenntnis ökologischer Belastbarkeitsgrenzen und an sozialer Gerechtigkeit. Im 30. Jahr seines Bestehens stellt sich das Bundesumweltministerium damit den großen Herausforderungen und zeigt die großen Gestaltungsmöglichkeiten der Umweltpolitik in mittelfristiger Perspektive auf.

Auf den Wald bezogen sollen zum Beispiel gemäß Leitbild II ("Biologische Vielfalt schützen und nachhaltig nutzen") mehr Wildnis ermöglicht und Wälder flächendeckend naturnah bewirtschaftet werden.


Klimaschutzplan 2050

Der Klimaschutzplan 2050 zeigt die Grundlinien für die Umsetzung der langfristig angelegten Klimaschutzstrategie Deutschlands auf und bietet damit eine notwendige Orientierung für alle Akteure in Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft.

Für das Leitbild 2050 stehen im Handlungsfeld Klimaschutz in der Landnutzung und Forstwirtschaft (Kapitel 5.6) Erhalt und Verbesserung der Senkenleistung des Waldes im Vordergrund. Hinzu kommen, wie es bereits die Zielsetzung der Waldstrategie 2020 beschreibt, die Erschließung des CO2- Minderungspotenzials der nachhaltigen Waldbewirtschaftung und der damit eng verbundenen Holzverwendung, der Erhalt von Dauergrünland, der Schutz von Moorböden und die Klimapotenziale der natürlichen Waldentwicklung.