BMU Website

Navigation

Von hier aus koennen Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:

Flächen des Nationalen Naturerbes

Im Rahmen der Initiative „Nationales Naturerbe“ werden in ganz Deutschland weite Flächen dauerhaft für den Naturschutz gesichert. Die ausgewählten Flächen im Gesamtumfang von rund 156.000 Hektar wurden und werden in drei Tranchen (erste Tranche: 100.000 Hektar, zweite Tranche: 25.000 Hektar, dritte Tranche: 31.000 Hektar) an die neuen Flächeneigentümer übertragen. Die interaktive Karte gibt eine Übersicht, in welche Region in Deutschland die Flächen liegen und erläutert Hintergründe der natürlichen Besonderheiten. 

Die Flächen des Nationalen Naturerbes*

Streganz

Fläche: 4.142 Hektar

Bundesland: Brandenburg

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Dahme-Spreewald, Oder Spree

Die großflächige Naturerbefläche wird durch den Flusslauf der Dahme und daran angrenzende Grünlandflächen in einen östlichen und einen westlichen Bereich getrennt, wobei mehrere direkte Kontaktpunkte bestehen. Im Nordwesten der Naturerbefläche befinden sich das Naturschutzgebiet und Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Katzenberge", im Norden das Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Streganzer Berg". Zudem sind Teilbereiche von dem Naturschutzgebiet / Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Streganzsee-Dahme und Bürgerheide" und dem Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Groß Schauener Seenkette" betroffen. Die Fläche ist überwiegend durch Wald geprägt mit geringen Offenlandanteilen. Es dominieren Kiefernforste trockener Standorte. Daneben kommen auch Sandtrockenrasen, Heiden und Flechten-Kiefernwälder vor. Im Bereich der "Katzenberge" finden sich zudem Buchen-(Eichen)-Wälder und zum Teil sehr alte solitäre Eichen.

Petersberg

Fläche: 93 Hektar

Bundesland: Nordrhein-Westfalen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Rhein-Sieg-Kreis

Die Naturerbefläche umfasst den bewaldeten Mittel- und Oberhang des Petersberges bei Königswinter. Die Hangflächen weisen überwiegend ältere Buchenwälder auf. Eingeschlossen sind die Naturwaldzelle Petersberg, mehrere aufgelassene Steinbrüche im Oberhangbereich und die mit alten Solitäreichen bestockte "Mondscheinwiese" am Ostrand. Die Naturerbefläche ist Bestandteil des Fauna-Flora-Habitat-Gebietes "Siebengebirge" und des gleichnamigen Naturschutzgebiets. Sie liegt außerdem im Fördergebiet des Naturschutzgroßprojektes "Natur- und Kulturlandschaft zwischen Siebengebirge und Sieg" und grenzt im Osten unmittelbar an das rund 525 Hektar große "Wildnisentwick-lungsgebiet" des Verschönerungsvereins für das Siebengebirge und die darin liegende Naturwaldzelle "Nonnenstromberg" an, so dass hier mit Übergang in den Prozessschutz ein zusammenhängendes Naturwaldareal von über 600 Hektar entstehen wird. Auf der Bergkuppe angrenzend an die Naturerbefläche befindet sich das Hotelgelände des ehemaligen Gästehauses des Bundes.

Sandheiden und Dünen bei Sandweier

Fläche: 11 Hektar

Bundesland: Baden-Württemberg

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Baden-Baden

Das Naturerbegebiet liegt im Naturschutzgebiet "Sandheiden und Dünen bei Sandweier und Iffezheim" sowie zum Teil innerhalb des Fauna-Flora-Habitat-Gebiets "Magerrasen und Wälder zwischen Sandweier und Stollhofen" und damit in einer der größten zusammenhängenden bodensauren Sandrasenfläche in der Oberrheinebene von Baden-Württemberg. Gut entwickelte Silbergras-Sandrasen, bodensaure Magerrasen mit Rot-Straußgras und einzelne landschaftsprägende Bäume und Baumgruppen bestimmen das Offenland. Die Tierwelt ist landesweit bedeutend durch das Vorkommen einer großen Zahl an Sandbiotope gebundener Insektenarten und verschiedener Brutvögel, die von der strukturreichen Sandheidelandschaft profitieren. Ein herausragendes Beispiel ist der hier vorkommende Brutbestand der Heidelerche.

Schorfheide

Fläche: 252 Hektar

Bundesland: Brandenburg

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Barnim

Mitte des 19. Jahrhunderts nutzte der preußische König Friedrich Wilhelm IV. den Hubertusstock als Jagdgebiet, zu DDR-Zeiten diente er der Staatsjagd. Bis ins 18. und 19. Jahrhundert wurde der Wald als Hutewald genutzt, Zeugen davon sind zahlreiche knorrige Alteichen, die einer Vielzahl an Vogelarten wie zum Beispiel Baumläufer, Kleiber, Hohltaube und Eulenarten sowie Fledermäusen Lebensraum bieten. Hier kommt zudem der streng geschützte Heldbock, eine auf Totholz lebende Bockkäferart, vor. Eine echte Rarität sind einige bis zu 300 Jahre alte Kiefern zwischen den Laubbäumen. Die Fläche liegt zum Teil im Naturschutzgebiet beziehungsweise Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Kienhorst/Köllnseen/Eichheide" sowie im Biosphärenreservat und Vogelschutzgebiet "Schorfheide-Chorin".

Rüthnicker Heide

Fläche: 3.853 Hektar

Bundesland: Brandenburg

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Ostprignitz-Ruppin, Oberhavel

Der südwestliche Bereich der Rüthnicker Heide ist durch großflächige Kiefernforste mit seltenen Arten wie Seeadler, Fischadler, Raufußkauz und Kolkrabe geprägt, während der nördliche Bereich durch eingelagerte Moore und Kleingewässer strukturiert ist. Kennzeichnend für das Gebiet ist neben den großflächigen, unzerschnittenen Wäldern ein Mosaik vegetationsfreier Sandflächen, über Zwergstrauchheiden bis zu lichten Vorwäldern mit seltenen Arten wie dem Raubwürger und dem Neuntöter.

Iffezheim

Fläche: 42 Hektar

Bundesland: Baden-Württemberg

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Rastatt

Die Naturerbefläche liegt im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Magerrasen und Wälder zwischen Sandweier und Stollhofen" und ist weitgehend von einem lichten bodensauren Buchen-Mischwald geprägt. Auf ehemaligen Freiflächen haben sich seit Aufgabe der Geländenutzung Vorwaldstadien mit Birke, Zitterpappel, Eiche, Kiefer und vereinzelt Buche entwickelt. Von herausragender Bedeutung ist eine etwa 3,8 Hektar große bewaldete Binnendüne, die sich als langgezogene Erhebung inmitten des Gebietes befindet und im Osten das umliegende Gelände bis etwa 7 Meter überragt. Der nach Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie geschützte Hirschkäfer, eine Charakterart alter Wälder, findet in den alt- und totholzreichen Waldbeständen geeignete Lebensräume.

Weißhaus

Fläche: 1.095 Hektar

Bundesland: Brandenburg

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Elbe-Elster

Das Gebiet ist geprägt durch beerenkrautreiche zum Teil alte Kiefern- und Buchenwälder. Das großräumig unzerschnittene Waldgebiet mit einem hohen Totholzanteil bietet Lebensraum für geschützte Arten wie zum Beispiel Schwarz- und Rotmilan, Wespenbussard, Baumfalke, Raufußkauz, Schwarzspecht, Mittelspecht und Auerhuhn. Die Naturerbefläche hat Anteil an den Fauna-Flora-Habitat-Gebieten "Hochfläche um die hohe Warte" und "Hohe Warte" (auch Naturschutzgebiet) und liegt im Vogelschutzgebiet "Niederlausitzer Heide".

Retzin

Fläche: 18 Hektar

Bundesland: Brandenburg

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Prignitz

Die kleinflächige Naturerbefläche im Naturschutzgebiet "Stepenitz" und gleichnamigen Fauna-Flora-Habitat-Gebiet sowie Vogelschutzgebiet "Agrarlandschaft Prignitz-Stepenitz" ist von extensiv bewirtschafteten Fischteichen, Bruch- und Auwäldern sowie Röhrichten geprägt. Daneben kommen kleinflächig weitere Biotope wie artenarme Fettweiden, Grünlandbrachen feuchter Standorte und Eichenmisch- und Hainsimsen-Buchenwälder vor. Von der extensiven Teichwirtschaft profitieren zahlreiche Vogelarten (zum Beispiel See- und Fischadler), Amphibien und Säugetiere (zum Beispiel Fischotter). In den Altholzbeständen mit hohem Totholzanteil fühlen sich Fledermäuse, Schwarz- und Mittelspecht sowie der Raufußkauz wohl.

Genschmar

Fläche: 97 Hektar

Bundesland: Brandenburg

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Märkisch Oderland

Die Naturerbefläche ist Bestandteil des Fauna-Flora-Habitat-Gebiets und Naturschutzgebiet "Oderaue Genschmar" und wird periodisch von der Oder überflutet. Die vielgestaltige Auenlandschaft ist gekennzeichnet durch Hartholzauenwälder (Stieleichen-Ulmen-Auenwald), wechselfeuchtes Auengrünland (Brenndolden- und Flachland-Mähwiesen) sowie Altarme von Fließgewässern und Kleingewässern mit ihrer typischen Begleitvegetation. Als Bestandteil des Vogelschutzgebiets "Mittlere Oderniederung" hat das Gebiet eine besondere Bedeutung für die Vogelwelt. An bemerkenswerten Arten kommen zum Beispiel Wiedehopf, Ziegenmelker, Raubwürger und in den ausgedehnten Altholzbeständen zum Beispiel verschiedene Spechtarten wie Klein-, Mittel- und Schwarzspecht vor.

Prösa

Fläche: 3.313 Hektar

Bundesland: Brandenburg

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Elbe-Elster

Das Gebiet zeichnet sich durch großflächig unzerschnittene Wälder (Traubeneichenwälder sowie Kiefern-Eichen-Mischbestände) mit hohem Anteil an Alt- und Totholz und gefährdeten Arten wie zum Beispiel Mittelspecht, Raufußkauz, Schwarzstorch oder Auerhuhn aus. Zudem ist die Naturerbefläche von Sandtrockenheiden und Silbergrasfluren mit Übergängen zu lichten Vorwäldern mit typischen Arten wie zum Beispiel Ziegenmelker, Neuntöter, Raubwürger, Wiedehopf, Heidelerche, Brachpieper geprägt. Die Naturerbefläche liegt im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet und Naturschutzgebiet "Forsthaus Prösa" und im Vogelschutzgebiet "Niederlausitzer Heide".

Fauler See / Markendorfer Wald

Fläche: 30 Hektar

Bundesland: Brandenburg

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Frankfurt (Oder)

Die Naturerbefläche liegt in einem durch großflächige naturnahe Eichenmischwälder geprägten Bereich, in denen drei Gewässer, unter anderem der "Faule See", ein natürlich nährstoffreiches, allmählich verlandendes Gewässer, eingebettet sind. Sie ist Bestandteil des Fauna-Flora-Habitat-Gebiets und gleichnamigen Naturschutzgebiet "Fauler See / Markendorfer Wald". Bemerkenswerte Arten sind unter anderem Kammmolch, Ringelnatter, Wespenbussard und Wiedehopf.

Retzow

Fläche: 474 Hektar

Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Ludwigslust-Parchim

Durch die natürlichen Standortbedingungen und die militärische Nutzung der Flächen konnten sich großflächig Offenlandbereiche mit zusammenhängenden Sand-Magerasen, Calluna-Heiden und Besenginsterheiden entwickeln, die von Kiefernforsten umgeben sind. In den Übergangsbereichen kommen Verbuschungen als wichtige Strukturelemente und Lebensraum für typische Arten wie Heidelerche, Neuntöter und Ziegenmelker vor. Die Naturerbefläche ist vom Fauna-Flora-Habitat-Gebiet und Naturschutzgebiet "Marienfließ" sowie vom Vogelschutzgebiet "Retzower Heide" betroffen.

Pötenitz

Fläche: 80 Hektar

Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Nordwestmecklenburg

Die Naturerbefläche ist als Naturschutzgebiet "Küstenlandschaft zwischen Priwall und Barendorf mit Harkenbäkniederung" geschützt und Bestandteil des Fauna-Flora-Habitat-Gebietes "Küste Klützer Winkel und Ufer von Dassower See und Trave". Die Fläche ist überwiegend bewaldet. Entlang des Uferstreifens der Pötenitzer Wiek zieht sich ein Band aus Ruderalfluren, naturnahen Eichenmisch- und Erlen-Quellwäldern sowie Kliffs (Moränenkliffs). Die vielfältigen Habitatstrukturen stellen Refugien für Amphibien und Reptilien dar. Die strukturreiche Gehölzflora sowie die Uferzonen mit ihrer Röhrichtvegetation und naturnahen Geröllstränden in Verbindung mit der Störungsarmut bieten Brut- und Lebensraum für zahlreiche Vogel- und Fledermausarten.

Althüttendorf / Groß-Ziehten

Fläche: 52 Hektar

Bundesland: Brandenburg

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Barnim

Die Naturerbefläche umfasst vor allem Wälder mit heimischen Laubbaumarten, aber auch Nadelwälder, die in naturnahe, heimische Laub(misch-)Wälder umgewandelt werden. Die noch vorhandenen Offenlandbereiche, vornehmlich Ackerbrachen, werden nicht weiter genutzt, so dass die gesamte Naturerbefläche nach dem Waldumbau der natürlichen Entwicklung überlassen werden kann. In weiten Teilen gehört das Gebiet zum Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Groß Ziethen" und ist Bestandteil des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin.

Kühnauer Heide

Fläche: 946 Hektar

Bundesland: Sachsen-Anhalt

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Dessau-Roßlau, Anhalt-Bitterfeld

Das Gebiet ist durch ein auentypisches Standortmosaik aus Flutrinnen, Senken, flachen Höhenrücken und Binnendünen charakterisiert, das in großen Teilen bereits durch sehr naturnahe Vegetationsverhältnisse gekennzeichnet ist. Der Norden wird von Laubholzbeständen dominiert, die neben Sukzessionswäldern aus Birken sowie Aspen und einigen Kiefernforsten auch aus größeren Eichenbeständen mit vereinzelten Alteichen bestehen. Im östlichen Gebietsteil sind auf noch weitgehend gehölzarmen Binnendünen Silbergrasfluren vorhanden. Im Süd- und Westteil befinden sich größere Kiefernforste. Große Teile der Naturerbefläche liegen im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Kühnauer Heide und Elbaue zwischen Aken und Dessau", Biosphärenreservat "Flusslandschaft Elbe" und Vogelschutzgebiet "Mittlere Elbe einschließlich Steckby-Lödderitzer Forst".

Pritzerber See

Fläche: 209 Hektar

Bundesland: Brandenburg

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Potsdam-Mittelmark

Der Pritzerber See ist ein kalkreicher, natürlich nährstoffreicher Flachwassersee (circa zwei bis drei Meter Wassertiefe), dessen Ufer Moor- und Sumpfbereiche sowie gut ausgebildete Röhrichte und kleinflächig Auwälder aufweist. Die Naturerbefläche liegt in der Havelniederung mit direkter Verbindung zur Havel und ist Teil des Vogelschutzgebiets "Niederung der Unteren Havel" mit herausragender Bedeutung unter anderem für Biber und Fischotter, Amphibien und Reptilien. Darüber hinaus ist die Fläche Bestandteil des Fauna-Flora-Habitat-Gebiets "Niederung der Unteren Havel/Gülper See" und liegt im Naturschutzgebiet "Untere Havel Süd".

NSG Talebuckel

Synonym: Offenburg-Durbach

Fläche: 38 Hektar

Bundesland: Baden-Württemberg

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Ortenaukreis

Das Naturerbegebiet umfasst ein kleinräumiges Biotopmosaik aus Grünland, unterschiedlichen Gehölzstrukturen, kleineren Feuchtgebieten (zum Teil in früheren Bombentrichtern) und Sonderstandorten wie Lössanrissen. Letztere waren durch das Befahren mit Militärfahrzeugen entstanden. Gebüschinseln sind Bruthabitat für Arten wie Neuntöter oder Dorngrasmücke. Die temporären Gewässer dienen zum Beispiel der Gelbbauchunke als Fortpflanzungshabitat. Eine Besonderheit ist die große Anzahl von gefährdeten Wildbienenarten, die der Hauptgrund für die Ausweisung des Naturschutzgebiets "Talebuckel" waren, in dem die Naturerbefläche liegt. Auch bei Tagfaltern, Heuschrecken und Libellen sind Arten der Roten Listen oder der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie vorhanden, zum Beispiel Großer Feuerfalter, Grüne Strandschrecke oder Helm-Azurjungfer. Die Naturerbefläche ist Bestandteil des Fauna-Flora-Habitat-Gebiets "Untere Schutter und Unditz".

Zschornoer Wald

Fläche: 1.852 Hektar

Bundesland: Brandenburg, Sachsen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Spree-Neiße (BB), Görlitz (SN)

Der größte Teil des Zschornoer Waldes ist geprägt durch Kiefernforste. Im Südteil sind Calluna-Heiden und Sandtrockenrasen mit Offenlandarten wie Brachpieper, Heidelerche, Sperbergrasmücke, Ziegenmelker, Sperlingskauz, Raubwürger und Wiedehopf zu finden. In der Naturerbefläche liegt das Naturschutzgebiet "Zschorner Wald", und sie ist großflächig Teil des Vogelschutzgebiet "Zschorner Heide".

Wahner Heide

Fläche: 1.843 Hektar

Bundesland: Nordrhein-Westfalen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Rheinisch-Bergischer Kreis, Rhein-Sieg-Kreis, Köln

Die im Ballungsraum Köln-Bonn gelegene Wahner Heide zeichnet sich durch großflächige, zentrale Offenlandbereiche mit Heiden, Sandtrockenrasen und Mooren einschließlich kleinerer Stillgewässer aus. Diese Offenbereiche im Zentrum der Naturerbefläche werden durch Birken-Eichenwälder und Eichen-Buchenwälder beziehungsweise im Übergang zum Bergischen Land durch Buchenwälder flankiert. Im Südosten schließen Teile der Aggeraue mit Altwässern, Erlen-Eschen- und Weidenwäldern, Eichen-Eschen-Ulmenwäldern und Flachlandmähwiesen an. Die außergewöhnlich hohe Standortvielfalt der Wahner Heide spiegelt sich in der Vielzahl der vor-kommenden Biotop- und Lebensraumtypen mit einem sehr hohen Artenreichtum wider. Hervorzuheben ist das nahezu komplette Artenspektrum offener bis halboffener Heidelandschaften und die besondere Bedeutung der struktur- und altholzreichen zum Teil lichten Wälder für die Ornithofauna. Die Naturerbefläche liegt im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet, Vogelschutzgebiet und Naturschutzgebiet "Wahner Heide".

Berlin-Müggelsee

Fläche: 5 Hektar

Bundesland: Berlin

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Berlin

Der Müggelsee im Südosten von Berlin ist eines der bedeutendsten Gewässer für durchziehende, übernachtende und überwinternde Vogelarten sowie seltene Fischarten, Amphibien, Weichtiere und Insekten. Auch seltene Vogelarten, wie zum Beispiel Eisvogel und Gänsesäger, sind hier zu finden. Die Naturerbefläche ist Bestandteil des Fauna-Flora-Habitat-Gebiets "Müggelspree – Müggelsee" und weitgehend durch ufernahen naturnahen Auwald und Uferbereiche mit freien Wasserflächen und Verlandungszonen mit typischer Röhricht- und Schwimmblattvegetation geprägt, die der natürlichen Dynamik überlassen sind.

Lahr-Langenhardt

Fläche: 108 Hektar

Bundesland: Baden-Württemberg

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Ortenaukreis

Die Naturerbefläche ist von ausgedehnten Schafweiden und großflächigen Sukzessionswäldern geprägt, die nach dem Sturm Lothar entstanden sind. Ein Charakteristikum und Relikte der militärischen Nutzung sind flache Geländemulden, die insbesondere im Frühjahr unter Wasser stehen und Amphibien (unter anderem Gelbbauchunken) als Laichhabitat dienen. Lokal finden sich alte Obstbäume und Gebüsche. Unterschiedlich alte Hainsimsen-Buchenwälder mit teils dichten Stechpalmen in der Strauchschicht und Hainbuchen-Stieleichenwälder repräsentieren die naturnahen Waldbestände. Insbesondere die Buchenhallenwälder sowie Waldränder mit tiefastigen Stieleichen zeichnen das Landschaftsbild auf der "Langenhard" aus. Die gut ausgeprägten Waldränder sind Lebensraum seltener und gefährdeter Arten. Bemerkenswert sind unter anderem die Vorkommen von Wildbienen (zum Beispiel Keulhornbiene), Tagfaltern (zum Beispiel Weißer Waldportier und Kleiner Würfel-Dickkopffalter), Käfern (zum Beispiel Hirschkäfer) und Vögeln (unter anderem Neuntöter und Hohltaube).

Berlin-Jungfernheide

Fläche: 134 Hektar

Bundesland: Berlin

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Berlin

Von zum Teil naturnahen eichendominierten Laub(misch-)Wäldern und dem "Flughafensee" geprägte Naturerbefläche. Kleinflächig kommen weitere schutzwürdige Lebensräume wie Trockenrasen, kleinere Heideflächen, Röhrichte und Kleingewässer vor. Der Flughafensee hat eine besondere Bedeutung für den Vogelschutz.

Trupbacher Heide

Fläche: 293 Hektar

Bundesland: Nordrhein-Westfalen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Trupbach

Die Naturerbefläche zeichnet sich durch einen Biotopkomplex aus bodensaurem Magergrünland, Borstgrasrasen und Zwergstrauchheiden aus, der randlich mit besenginster- und birkenreichen Vorwaldgebüschen verzahnt ist und in lichte Eichen-Birken(-Nieder)wälder übergeht. Die Hangbereiche werden überwiegend von (durchgewachsenen) Eichen-Birken(-Nieder)wäldern, birkenreichen Sukzessionsstadien und Fichtenforsten eingenommen. In verdichteten Bodendellen haben sich auf den Hochflächen stellenweise Kleingewässer mit seltenen Zwergbinsen-Gesellschaften entwickelt, die eine große Bedeutung für Amphibien und Libellen haben. Vegetationsoffene und kurzrasige Bereiche, zum Beispiel entlang von Wegen, sind unter anderem wichtige Habitatstrukturen für die Heidelerche. Im Naturerbegebiet befinden sich die Naturschutzgebiet "Kirrberg" und "Heiden und Magerrasen bei Trupbach" sowie das Fauna-Flora-Habitat Gebiet "Heiden und Magerrasen bei Trupbach".

Bantin

Fläche: 18 Hektar

Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Bantin

Die Naturerbefläche liegt im Kern-/Fördergebiet des Naturschutzgroßprojektes "Schaalsee-Landschaft II" und im Biosphärenreservat "Schaalsee". Zudem ist sie Bestandteil des Vogelschutzgebiets "Schaalsee". Die Fläche ist von Wäldern geprägt. Neben naturnahen Buchenwäldern kommen auch Nadelholzbestände vor, die in naturnahe Eichen-Birken- und Eichen-Buchenwälder nährstoffarmer Standorte entwickelt werden. Wegen unterirdischer Bunkeranlagen ist die Naturerbefläche für diverse Fledermausarten interessant.

Waldstetten

Fläche: 86 Hektar

Bundesland: Baden-Württemberg

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Ostalbkreis

Die Naturerbefläche ist zweigeteilt und umfasst im Naturschutzgebiet "Kaltes Feld mit Hornberg, Galgenberg und Eierberg" und Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Albtrauf Donzdorf – Heuberg" einen Biotopkomplex aus gut ausgebildeten Kalkmagerrasen, kleinflächigem Hainbuchenwald und vereinzelt eingestreuten Gehölzgruppen. Typische Arten der Magerrasen sind unter anderem Silberdistel, Golddistel, Echter Wundklee und Taubenskabiose. Für zahlreiche Langfühlerschrecken wie zum Beispiel Zwitscherschrecke, Nachtigall-Grashüpfer und Feldgrille, aber auch für Vogelarten der halboffenen Landschaft, wie Neuntöter und Goldammer, ist das Gebiet von Bedeutung. Im Naturschutzgebiet "Lindenfeld" ist das Naturerbegebiet von einer Vielzahl von Biotoptypen geprägt. Größtenteils kommt mageres Grünland unterschiedlicher Ausprägung vor, aber auch Eichen-Hainbuchen- und Erlen-Bachauwälder sowie Tümpel. Die Fläche ist als Bruthabitat unter anderem für Wiesenpieper, Braunkehlchen und Wendehals oder für "Durchzügler" wie Kornweihe oder Sumpfohreule von Bedeutung. Daneben bietet die Fläche Lebensraum für Amphibien und Reptilien wie zum Beispiel Berg- und Teichmolch, Gelbbauchunke und Ringelnatter.

Hainberg

Fläche: 195 Hektar

Bundesland: Bayern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Fürth, Nürnberg

Die Naturerbefläche liegt im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Sandheiden im mittelfränkischen Becken" und im Naturschutzgebiet "Hainberg". Das Gelände ist durch ausgedehnte Sandmagerrasen verschiedener Sukzessionsstadien, Wälder, parkähnliche Strukturen und einen Bachlauf mit dessen gewässerbegleitenden Vegetationsstrukturen sowie dem entsprechenden Arteninventar gekennzeichnet.

Tennenlohe

Fläche: 437 Hektar

Bundesland: Bayern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Erlangen-Höchstadt

Die Standortvielfalt des Tennenloher Forstes umfasst neben trockenen Sandmagerrasen, Heiden und lichten Kiefernwäldern auch Moorbereiche und Erlenbrüche. Seit 2003 beweiden Urwildpferde (Przewalski-Pferde) eine Fläche von rund 50 Hektar. Mit ihrem typischen Verhalten wie Wälzen und Scharren sowie durch den Huftritt schaffen die Pferde immer wieder neue offene Sandflächen, die für das Überleben der Sandbewohner wie zum Beispiel Heidelerche, Sandlaufkäfer und Blauflügelige Ödlandschrecke wichtig sind. Die Naturerbefläche liegt im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Sandheiden im mittelfränkischen Becken", im Vogelschutzgebiet "Nürnberger Reichswald" und im Naturschutzgebiet "Tennenloher Forst".

Glücksburger Heide

Fläche: 2.595 Hektar

Bundesland: Sachsen-Anhalt

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Wittenberg

Die natürliche Vegetation der Glücksburger Heide wird durch subkontinentale Kiefern-Eichenwälder bestimmt. Im Zentrum des Gebietes, aber auch in nördlich und südlich gelegenen Bereichen, kommen großflächig Zwergstrauchheiden und Sandtrockenrasen vor. Diese sind seit dem Wegfall der militärischen Nutzung in besonderem Maße durch die natürliche Sukzession gefährdet, so dass ehemals offene Bereiche Vorwaldstadien mit Birken dominieren. Im Westen der Naturerbefläche befinden sich wichtige Feuchtbiotope in den "Marcolinischen Wiesen". Die Naturerbefläche liegt im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet, Vogelschutzgebiet und Naturschutzgebiet "Glücksburger Heide".

Reiterswiesen

Fläche: 304 Hektar

Bundesland: Bayern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Bad Kissingen

Das Gebiet liegt auf einem Hochplateau und ist von einer Vielfalt an Mager- und Trockenstandorten (zum Beispiel Kalkmagerrasen) sowie Kiefern- und Laubwäldern geprägt. Als Relikt der historischen Nutzung ist ein etwa 10 Hektar großer Mittelwald von besonderer Bedeutung. Zudem bieten die Offenlandbereiche Lebensraum für hochgradig spezialisierte und bedrohte Lebensgemeinschaften und Arten wie zum Beispiel die Heidelerche. Die Naturerbefläche liegt im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Wälder und Trockenstandorte bei Bad Kissingen und Münnerstadt" und im Naturschutzgebiet "Reiterswiesener Höhe-Häuserlohwäldchen".

Westliche Hainleite

Synonym: Friedrichslohra

Fläche: 1.188 Hektar

Bundesland: Thüringen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Nordhausen, Kyffhäuserkreis

Auf circa 80 Prozent der Fläche ist das Naturerbegebiet durch naturnahe Buchenwälder mit vereinzelt eingestreuten Kalkfelsen und Kalkschutthalden geprägt, in denen eine natürliche Entwicklung stattfindet. Sie sind Lebensraum charakteristischer und zum Teil gefährdeter Tierarten beziehungsweise -artengruppen wie zum Beispiel Wildkatze, Wespenbussard, Mittelspecht, Holz bewohnende Käfer und Mollusken. Diese großflächig ungenutzten Wälder werden durch seltene natürliche sowie durch Nutzung entstandene Laubwaldtypen (zum Beispiel Niederwald) begleitet. Die Offenlandbereiche, die im Gebiet nur eine untergeordnete Rolle einnehmen, sind überwiegend durch Kalkmagerrasen mit einer artenreichen Schmetterlingsfauna und durch zum Teil bemerkenswerte Orchideenbestände geprägt. Das Naturerbegebiet beziehungsweise  Teile davon liegen im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet und Vogelschutzgebiet "Westliche Hainleite-Wöbelsburg" und in den Naturschutzgebiet "Wöbelsburg" und "Westliche Hainleite".

Stubbenkammer

Fläche: 5 Hektar

Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Vorpommern-Rügen

Die von Waldmeister-Buchenwald geprägte Naturerbefläche in der Kernzone des Nationalpark "Jasmund" ist dem Prozessschutz überlassen. Der Nationalpark repräsentiert und umfasst zugleich den von Buchenwäldern bedeckten reliefreichen Kreidehorst der Halbinsel Jasmund einschließlich der Kreidesteilküste der Ostsee. Die Naturerbefläche ist zudem Bestandteil des Fauna-Flora-Habitat-Gebiets "Jasmund".

Lauterberg

Fläche: 187 Hektar

Bundesland: Bayern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Coburg

Ausgedehnte Halbtrockenrasen auf Muschelkalk, die etwa 50 Prozent der Fläche einnehmen, sind netzartig von Hecken überzogen sowie vereinzelt von Kiefern und kleinen Streuobstbeständen durchsetzt. Die angrenzenden Flächen prägen Buchenwälder, Eichen-Hainbuchenwälder sowie Schlucht- bzw. Hangwälder. Die Naturerbefläche liegt im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Muschelkalkzug von den Langen Bergen bis nach Weißenbrunn v. Wald" und im Naturschutzgebiet "Lauterberg".

Ringfurther Elbauen

Synonym: Elbübersetzstelle

Fläche: 1.193 Hektar

Bundesland: Sachsen-Anhalt

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Börde, Jerichower Land, Stendal

Das Gebiet zeichnet sich durch großflächige Offenlandbereiche sowie ein Mosaik aus Gebüschen, kleineren Waldbereichen, Baumgruppen und Einzelbäumen aus. Kennzeichnend ist auch eine größere Anzahl auentypischer Lebensräume wie Altarme und Auwälder. Wertgebende Arten sind im Grünland Großer Brachvogel, Kiebitz und Schafstelze. Das Gebiet hat zudem eine Bedeutung als Nahrungsfläche für Seeadler, Weißstorch, Rot- und Schwarzmilan sowie als Rastgebiet für Zugvogelarten wie Bless- und Saatgans, Krick-, Knäck-, Pfeif- und Spießente, Sing-, Höcker- und Zwergschwan. Kleinflächig kommen noch Brenndolden-Auenwiesen vor. Die Naturerbefläche liegt beinahe vollständig im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Elbaue bei Bertingen" und im Vogelschutzgebiet "Elbaue Jerichow".

Drover Heide

Fläche: 632 Hektar

Bundesland: Nordrhein-Westfalen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Düren

Die ehemals als Truppenübungsplatz genutzte Drover Heide liegt im Übergangsbereich der Eifel zur ackerbaulich genutzten Bördelandschaft der Kölner Bucht. In ihrem Zentrum befindet sich ein großflächiger, nährstoffarmer Biotopkomplex mit Zwergstrauchheiden, Borstgrasrasen und Magergrünland, die mit Vorwaldstadien verzahnt sind und zum Rand hin in einen Waldgürtel aus 50 bis 80-jährigen Eichen-Birkenwäldern und (meist) kleinflächigen Nadelholzaufforstungen übergehen. Auf den zahlreichen ehemaligen Panzerpisten des Offenlandes entstanden über 700 periodisch oder perennierend Wasser führende Kleingewässer, in denen sich seltene Glanzleuchteralgenrasen, Pillenfarn- und Zwergbinsenfluren entwickelt haben. Bei günstigem Witterungsverlauf blühen hier tausende winziger Fadenenziane. In der Drover Heide kommen auf nährstoffarme (halb)offene Lebensräume angewiesene Vogelarten wie Heidelerche, Schwarzkehlchen und Ziegenmelker vor; im Winter ist sie wichtiger Ruhe- und Nahrungsraum für zum Beispiel Kornweihe, Sumpfohreule und Raubwürger. Die Naturerbefläche liegt im Naturschutzgebiet, Fauna-Flora-Habitat Gebiet und Vogelschutzgebiet "Drover Heide".

Schönhaid

Fläche: 3 Hektar

Bundesland: Bayern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Tirschenreuth

Die Naturerbeflächen liegen im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Waldnaabtal zwischen Tirschenreuth und Windischeschenbach" und im Vogelschutzgebiet "Waldnaabaue westlich Tirschenreuth" sowie beinahe vollständig im Kern-/Fördergebiet des Naturschutzgroßprojektes "Waldnaabaue". Sie sind geprägt von einem Biotopmosaik aus Nass- und Feuchtgrünland, Seggenrieden, Flachmoor und Feuchtgebüschen. Die Flächen haben unter anderem Bedeutung als Teillebensraum für den Biber und Fischotter und verschiedene Libellenarten.

Flächen im NLP Vorpommersche Boddenlandschaft

Fläche: 3.199 (circa 3.675 mit Anlandungsflächen) Hektar

Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Hiddensee, Bug, Sundische Wiese, Darßer Ort, Bock, Anlandungsflächen

Die Naturerbeflächen befinden sich überwiegend in der Kernzone des Nationalparks "Vorpommersche Boddenlandschaft" und umfassen Windwattbereiche, Strände, Sandnehrungen, Sandbänke, natürliche Dünenkomplexe, Strandseen (Lagunen), Moore, Röhrichte, Dünenheiden und Wälder, die zum Teil ein vollständiges Spektrum von Pionier- zu Hauptwaldstadien und deren natürliche Waldränder an wachsenden und zurückschreitenden Uferlinien aufweisen. In den in der Entwicklungszone des Nationalparks gelegenen Teilen kommen unter anderem extensiv beweidete Grünlandflächen vor. Insbesondere die freien Wattflächen, aber auch die Wiesen und Weideflächen sind wichtige Rast-, Nahrungs- und Mausergebiete für Zugvögel. Die Naturerbeflächen sind zudem Bestandteil der Fauna-Flora-Habitat-Gebiete "Westrügensche Boddenlandschaft mit Hiddensee", "Recknitz-Ästuar und Halbinsel Zingst" und "Darß" sowie des Vogelschutzgebiets "Vorpommersche Boddenlandschaft und nördlicher Strelasund".

Eching-Mallertshofer Holz

Fläche: 433 Hektar

Bundesland: Bayern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: München, Freising

Das Mallertshofer Holz stellt einen Trittstein zwischen der Garchinger Heide und der Fröttmaninger Heide dar und ist somit Teil des neben den Lechheiden bedeutsamsten Magerrasenverbundes in Südbayern. Das Zentrum der Naturerbefläche besteht aus einem vielfältigen Mosaik aus Grasheiden, lichten Kiefernwäldern, offenen Kiesflächen und geschlossenen Waldbereichen und wird von landwirtschaftlich genutzten Flächen umgeben wie Schafweiden, Wirtschaftswiesen und Äckern. Das Gebiet weist zahlreiche seltene und zum Teil gefährdete Pflanzenarten der südbayerischen Heiden auf (unter anderem Seiden-Backenklee und Labkraut-Wiesenraute). Auch die Tierwelt zeichnet sich insbesondere aufgrund der Verzahnung von Offenland- und Waldlebensräumen durch das Vorkommen zahlreicher seltener Arten aus (unter anderem Gelbringfalter). Der überwiegende Teil der Naturerbefläche liegt im Naturschutzgebiet "Mallertshofer Holz mit Heiden" und Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Heideflächen und Lohwälder nördlich von München".

Steinheide

Fläche: 71 Hektar

Bundesland: Nordrhein-Westfalen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Rhein-Erft-Kreis

Die Naturerbefläche Steinheide nordwestlich von Kerpen repräsentiert einen der letzten Waldreste der ehemals über 5.000 Hektar großen Bürgewälder, die durch den Braunkohletagebau in der Jülich-Zülpicher Börde bereits weitgehend verschwunden sind. Bezeichnende Waldgesellschaft stauwasserbeeinflusster Lehmböden ist hier der winterlindenreiche Maiglöckchen-Stieleichen-Hainbuchenwald, der aus ehemaligem Mittelwald hervorgegangen sein dürfte. Aufgrund seiner Größe, Naturausstattung und inselhaften Lage ist das Gebiet ein zentraler Knotenpunkt im landesweiten Biotopverbund und als einer der letzten naturnahen Altwälder von größter Bedeutung für die Wiederbesiedlung der Rekultivierungsflächen nach dem Braunkohletagebau. Die als Naturschutzgebiet "Bürgewald Steinheide" und Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Dickbusch, Loersfelder Busch, Steinheide" geschützte Fläche bietet Amphibien wie Springfrosch und Gelbbauchunke einen Lebensraum und stellt geeignete Habitate für zahlreiche Fledermausarten, wie Fransen-, Bechstein- und Große Bartfledermaus und Vogelarten wie Mittel- und Schwarzspecht dar.

Landshut

Fläche: 188 Hektar

Bundesland: Bayern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Landshut

Das an bedrohten und vielfältigen Pflanzen- und Tierarten reiche Gebiet ist durch extensiv mit Schafen beweidetes, mageres Grünland geprägt. Daneben kommen Halbtrockenrasen mit eingelagerten Streuobstwiesen, ephemeren und temporären Kleingewässern, Hecken und Feldgehölzen vor. Auf einer Fläche von circa 30 Hektar befinden sich Aufforstungsblöcke mit einem hohen Anteil an Fremdgehölzen. Auf den sogenannten Isarleiten stockt teils buchenreicher Mischwald, teils stehen dort ältere Fichten- und Lärchenaufforstungen. Die Naturerbefläche liegt im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Leiten der Unteren Isar" und im Naturschutzgebiet "Ehemaliger Standortübungsplatz Landshut mit Isarleite".

Gager

Fläche: 47 Hektar

Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Vorpommern-Rügen

Die Naturerbeflächen (mehrere Einzelflächen) liegen im Kern-/Fördergebiet des Naturschutzgroßprojektes "Ostrügensche Boddenlandschaft" und im Biosphärenreservat Südostrügen sowie zum Teil im Naturschutzgebiet "Mönchgut", im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Küstenlandschaft Südostrügen" sowie im Vogelschutzgebiet "Greifswalder Bodden und südlicher Strelasund". Auf einem Teil der Flächen befinden sich Buchenwälder, eichen- und edellaubholzreiche Hangwälder, ältere Kiefernforste und andere Forste nichtheimischer Arten sowie birkenreiche Eichen-Zwischenwälder (Hutewaldrelikte). Extensiv beweidete artenreiche Magerrasen und Magerrasenbrachen prägen die übrigen Teilflächen. Typische Arten der Magerrasen sind zum Beispiel Wiesenschlüsselblume, Knöllchen-Steinbrech, Kegel-Leimkraut, Steifer Augentrost und Zierliches Schillergras.

Wetzlar-Magdalenenhausen

Fläche: 182 Hektar

Bundesland: Hessen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Lahn-Dill-Kreis

Die Naturerbefläche befindet sich im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet und Vogelschutzgebiet "Weinberg bei Wetzlar" und weist eine vielgestaltige Landschaft auf, geprägt vor allem durch die ausgedehnten mageren Grünlandflächen, die durch eine extensive Bewirtschaftung offen gehalten werden. Des Weiteren finden sich hier, zum Teil sehr kleinflächig ausgeprägt, Wiesenbiotope, Fels- und Felsgrusfluren, eine Streuobstwiese sowie etliche permanent und temporär wasserführende Kleingewässer und kleine Gehölzstrukturen. Angrenzend und an mehreren Stellen hineinragend befinden sich naturnahe Waldbestände mit hohem Laub- und Altholzanteil und über dreihundertjährigen Buchen. Die Fläche beherbergt Populationen z. B. von Kammmolch, Kreuzkröte, Geburtshelferkröte, Bechsteinfledermaus, großem Mausohr sowie Hirschkäfer.

Woldeforst

Fläche: 174 Hektar

Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Mecklenburgische Seenplatte, Vorpommern-Greifswald

Das Gebiet wird von grund- und stauwasserbeeinflussten Eichen-Buchen-, Eschen-Buchen- und Erlen-Eschenbeständen geprägt. Aufgrund der Lebensraumausstattung und der beruhigten Lage besteht ein Potenzial als Lebensraum störungsempfindlicher Großvogelarten (insbesondere Schreiadler). Die Naturerbefläche liegt mit großen Anteilen im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Drosedower Wald und Woldeforst" sowie im Vogelschutzgebiet "Recknitz- und Trebeltal mit Seitentälern und Feldmark".

Prora

Fläche: 1.894 Hektar

Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Vorpommern-Rügen

Das am Jasmunder Bodden gelegene Gebiet ist durch naturnahe kuppige Moränenformationen, Röhrichte im Ufersaum und sich daran anschließende Überflutungsmoore sowie die mit Feuersteinen bedeckte holozäne Seesandebene der Schmalen Heide geprägt. Strandseits befinden sich im fließenden Übergang Weiß- und Graudünen. Drei Viertel des Gebietes sind waldbestockt, wobei die alten Laubwälder auf den Halbinseln Pulitz, Thiessow und Buhlitz sowie im Bereich Fangerien als besonders wertvoll einzustufen sind. Die Naturerbefläche liegt im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Kleiner Jasmunder Bodden mit Halbinsel und Schmaler Heide" sowie dem Vogelschutzgebiet "Binnenbodden von Rügen" und hat Anteile an den Naturschutzgebieten "Steinfelder in der Schmalen Heide", "Insel Pulitz" und "Schmachter See und Fangerien". Große Teile befinden sich zudem im Kern-/Fördergebiet des Naturschutzgroßprojektes "Ostrügensche Boddenlandschaft".

Peenemünde

Fläche: 2.021 Hektar

Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Vorpommern-Greifswald

Das im Mündungsbereich des Peenestroms gelegene Gebiet umfasst drei Teilbereiche. Auf der Insel Ruden befindet sich auf engstem Raum eine Vielzahl geschützter, halbnatürlicher und naturnaher Lebensräume wie Dünenkiefernwald, Hudewald, Trocken- und Dünenrasen sowie Salzwiesen. Die Halbinsel Struck stellt zusammen mit den südlich angrenzenden Freesendorfer Wiesen bedeutsame intakte Salzwiesenbereiche dar. Der Peenemünder Haken ist durch Flachwasserbereiche, Sandinseln und Brackwasserröhrichte geprägt. Landseitig schließen sich fächerartig Strandwälle mit eingelagerten vermoorten Senken sowie alten Eichen- und Buchenbeständen an. Südlich davon folgen Kiefernwälder bzw. feuchte Mischwälder, die in gepolderte Grünlandbereiche übergehen. Die Naturerbefläche liegt zu Teilen im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Greifswalder Bodden, Teile des Strelasunds und Nordspitze Usedom", dem Vogelschutzgebiet "Greifswalder Bodden und südlicher Strelasund" und dem Naturschutzgebiet "Peenemünder Haken, Struck und Ruden".

Rödel

Fläche: 182 Hektar

Bundesland: Sachsen-Anhalt

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Burgenlandkreis

Die heutige Ausprägung des Gebietes geht auf eine seit Jahrhunderten stattfindende vielfältige Nutzung mit Niederwald-, Mittelwaldbewirtschaftung, Beweidung, Wein- und Ackerbau, Streuobstnutzung sowie kleinflächigem Kalkabbau zurück. Die Offenlandflächen in Plateaulage und an den Südhängen stehen im engen Komplex mit mesophilen naturnahen Laubwaldgesellschaften und sind durch Trocken- und Halbtrockenrasen mit submediterranen und kontinentalen Elementen geprägt. Die Wälder sind als naturnahe, teilweise wärmeliebende Laubwaldgesellschaften (Mitteleuropäischer Orchideen-Kalk-Buchenwald, Labkraut-Eichen-Hainbuchenwald) mit Vorkommen von Elsbeere und Speierling entwickelt. Durchzogen werden diese naturnahen Laubwaldgesellschaften von größeren naturfernen Schwarzkiefernbeständen. Die südwestlich von Freyburg gelegene Naturerbefläche liegt im Naturschutzgebiet "Tote Täler" sowie im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Tote Täler südwestlich Freyburg".

Borkumer Dünen

Fläche: 44 Hektar

Bundesland: Niedersachsen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Leer

Das kleinstrukturierte Gebiet auf der Nordseeinsel Borkum im Nationlapark "Niedersächsisches Wattenmeer" weist Dünen, Salzwiesen, Flachwasserzonen der Nordsee und Strände auf. Die Naturerbefläche umfasst im Wesentlichen Bereiche in den Bantjedünen und Greune Stee sowie im Borkumer Ostland im Gebiet der Olde Dünen, Kobbedünen und Oldmanns Olde Dünen. Hier kommen unter anderem Sukzessionswälder und Gebüsche im Wechsel mit Graudünenrasen und Heideresten sowie von offenen Sandflächen durchsetzte, zum Teil moos- und flechtenreiche Kleinschmielen- und Silbergrasrasen vor. Die Flächen liegen im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer" und im Vogelschutzgebiet "Niedersächsisches Wattenmeer und angrenzendes Küstenmeer".

Müritz-Nationalpark

Fläche: 3.643 Hektar

Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Mecklenburgische Seenplatte

Die Naturerbeflächen im Müritz-Nationalpark umfassen die Teilbereiche Speck mit Übungsgelände bei Granzin, Steinwalde, Boek/Zartwitz und den Born-, Witt- und Mühlensee bei Ankershagen. Die Fläche ist überwiegend mit Wald bestockt. Daneben gibt es aber auch Seen, Grünland und Acker. Die Wälder bestehen überwiegend aus Kiefernaufforstungen. Die ehemals offenen Militärflächen sind großflächig der Sukzession überlassen. Der Müritz-Nationalpark ist Revier für Fisch- und Seeadler sowie die Rohrdommel. Während der Zugzeit rasten hier tausende Kraniche aus den nördlichen Brutgebieten auf ihrem Weg nach Frankreich, Spanien und Nordafrika. Rothirsche kommen vor allem im westlichen Teil des Nationalparks vor, wo sich auch die traditionellen Brunftplätze befinden. Moore, aber auch Erlenbrüche und die Verlandungszonen von Gewässern sind Lebensraum des Moorfrosches. Die Naturerbeflächen liegen zum Teil im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Seen, Moore und Wälder des Müritz-Gebietes" sowie im Vogelschutzgebiet "Müritz-Seenland und Neustrelitzer Kleinseenplatte".

Kellerberge

Fläche: 285 Hektar

Bundesland: Sachsen-Anhalt

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Altmarkkreis Salzwedel

Naturschutzfachlich wertgebend für die Naturerbefläche sind die Sandmagerrasen und Heiden mit ihrem typischen floristischen und faunistischen Arteninventar wie Neuntöter, Heidelerche, Blauflügelige Ödlandschrecke und Sandstrohblume. In den angrenzenden Waldgebieten dominieren strukturarme Kiefernbestände.

Ostufer Müritz/Zerrinsee

Fläche: 3.643 Hektar

Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Mecklenburgische Seenplatte

Die Naturerbeflächen im Müritz-Nationalpark umfassen die Teilbereiche Speck mit Übungsgelände bei Granzin, Steinwalde, Boek/Zartwitz und den Born-, Witt- und Mühlensee bei Ankershagen. Die Fläche ist überwiegend mit Wald bestockt. Daneben gibt es aber auch Seen, Grünland und Acker. Die Wälder bestehen überwiegend aus Kiefernaufforstungen. Die ehemals offenen Militärflächen sind großflächig der Sukzession überlassen. Der Müritz-Nationalpark ist Revier für Fisch- und Seeadler sowie die Rohrdommel. Während der Zugzeit rasten hier tausende Kraniche aus den nördlichen Brutgebieten auf ihrem Weg nach Frankreich, Spanien und Nordafrika. Rothirsche kommen vor allem im westlichen Teil des Nationalparks vor, wo sich auch die traditionellen Brunftplätze befinden. Moore, aber auch Erlenbrüche und die Verlandungszonen von Gewässern sind Lebensraum des Moorfrosches. Die Naturerbeflächen liegen zum Teil im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Seen, Moore und Wälder des Müritz-Gebietes" sowie im Vogelschutzgebiet "Müritz-Seenland und Neustrelitzer Kleinseenplatte".

Hohe Schrecke

Fläche: 266 Hektar

Bundesland: Sachsen-Anhalt

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Burgenlandkreis

Am Ostrand der Hohen Schrecke bei Lossa befindet sich ein sehr naturnaher, altholz- und strukturreicher Buchenwald auf lössüberlagertem Buntsandstein mit vitaler Buchenverjüngung. Neben Hainsimsen-Buchenwäldern kommen Stieleichen- beziehungsweise Hainbuchenwälder vor. Im Bereich des ehemaligen Lossaer Kirchholzes existieren alte Traubeneichenbestände. Die Offenflächen des ehemaligen Übungsplatzes sind durch ruderalisierte Grasfluren geprägt; teilweise haben sich hier bereits Vorwälder aus Birke, Aspe, Salweide und Eiche etabliert. Die Naturerbefläche liegt im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Ostrand der Hohen Schrecke".

Biederitzer Busch

Fläche: 125 Hektar

Bundesland: Sachsen-Anhalt

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Magdeburg

Der Biederitzer Busch ist ein naturnaher Auwald mit hartholzauentypischen Hauptbaumarten und einem beträchtlichen Anteil von Alt- und Totholz. Eine innerhalb des Waldes gelegene ehemalige Weidefläche sowie Flutrinnen, einige Bombentrichter und zwei wassergefüllte Bodenabbaustellen tragen zum Struktur- und Artenreichtum des Gebietes bei. Die Naturerbefläche liegt im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Elbaue zwischen Saalemündung und Magdeburg".

Göldenitzer Moor

Fläche: 228 Hektar

Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Rostock

Beim Göldenitzer Moor handelt es sich um den – allerdings durch Entwässerung und Torfabbau stark gestörten – größten Regenmoorkomplex Mecklenburg-Vorpommerns, dessen nordwestlichen Teil die Naturerbefläche umfasst. Sie weist ganz überwiegend Moorbirkenwald auf Torf auf, vereinzelt sind kleinere Bereiche mit Fichten beziehungsweise Eichen eingestreut. Die Naturerbefläche liegt im Naturschutzgebiet "Göldenitzer Moor".

Hildesheim-Himmelsthür

Fläche: 279 Hektar

Bundesland: Niedersachsen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Hildesheim

Der ehemalige Standortübungsplatz ist fast vollständig als Naturschutzgebiet "Lange Dreisch und Osterberg" sowie "Giesener Teiche" geschützt und liegt überwiegend innerhalb des Fauna-Flora-Habitat-Gebiets "Haseder Busch, Giesener Berge, Gallberg, Finkenberg". Das vielfältige Gebiet erstreckt sich auf einem weit in die Bördelandschaft hineinragenden Ausläufer des Hildesheimer Berglandes. Es handelt sich um eine abwechslungsreiche offene bis halboffene Hutelandschaft mit großflächig extensiv genutztem Grünland, Kalk-Halbtrockenrasen, Kalkquellbereichen, Kleingewässern, Röhrichten, Weiden-Sumpfgebüschen, Seggensumpf, wärmeliebenden Säumen und Gebüschen sowie um naturnahe Laubmischwälder, unter anderem mit Eichen, Hainbuchen, Linden und Eschen. Die Fläche bietet zahlreichen schutzbedürftigen Arten geeignete Lebensstätten, darunter zum Beispiel Großes Mausohr und Bechsteinfledermaus, Kammmolch, Schmale Windelschnecke, Neuntöter und Wiesenpieper.

Ueckermünder Heide und Eggesiner Forst

Fläche: 9.621 Hektar

Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Vorpommern-Greifswald

Die Ueckermünder Heide ist Teil eines der größten geschlossenen Waldgebiete Mitteleuropas, das sowohl auf deutscher als auch auf polnischer Seite eine Vielzahl an wertvollen Flächen beinhaltet. Das Gebiet zeichnet sich durch eine große Variabilität an Biotopen mit einer entsprechenden Tier- und Pflanzenartenvielfalt aus. Im Waldbereich dominieren derzeit Kiefernwälder; es kommen aber auch Buchen-, Erlenbruch- und Moorwälder neben stehenden Gewässern, Übergangs- und Schwingrasenmooren, Binnendünen mit Sandheiden, Silbergrasfluren und trockenen Heiden sowie ausgedehnte Röhrichtgürtel an den Grenzen zur Haffküste vor. Die größte Naturerbefläche ist von zahlreichen Schutzgebieten betroffen: Fauna-Flora-Habitat-Gebiete "Altwarper Binnendünen, Neuwarper See und Riether Werder", "Ahlbecker Seegrund und Eggesiner See", "Gottesheide mit Schloss- und Lenzensee", "Peeneunterlauf, Peenestrom, Achterwasser und Kleines Haff"; Vogelschutzgebiet "Alt-warp", "Südliche Ueckermünder Heide, Randowbruch", "Kleines Haff, Neu-warper See und Riether Werder", "Ueckermünder Heide"; Naturschutzgebiet "Altwarper Binnendünen, Neuwarper See und Riether Werder", "Ahlbecker Seegrund", "Gorinsee", "Gottesheide mit Schloss- und Lenzensee".

Sülten

Fläche: 13 Hektar

Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Ludwigslust-Parchim

Die Naturerbefläche entspricht im Wesentlichen dem Naturschutzgebiet und Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Binnensalzwiese bei Sülten". Sie weist zum überwiegenden Teil extensiv beweidete Grünlandbereiche unterschiedlicher Feuchtestufen auf. Trockene Hangflächen gehen in Niedermoorflächen am Brüeler Bach über. An einigen Stellen treten solehaltige Quellen aus, die zu dem Charakter der Salzwiesen geführt haben. Prägend sind Biotoptypen wie Solequellen, Röhrichte, Nasswiesen, Seeufer mit Verlandungsvegetation und Erlenbruchwald.

Holzbergwiesen

Synonym: Stadtoldendorf

Fläche: 39 Hektar

Bundesland: Niedersachsen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Holzminden

Die Naturerbefläche stellt ein Biotopverbundsystem von Offenland, halboffenen Weidelandschaften bis hin zu Wald dar. Es handelt sich hauptsächlich um einen kleinstrukturierten, artenreichen Grünlandkomplex mit großflächig vorhandenen Magerrasen verschiedener Ausprägung sowie mesophilem Grünland. Auf den nur extensiv bewirtschafteten Flächen befinden sich Einzelbäume sowie Baum- und Strauchhecken und Quellsümpfe. Das Gebiet wird von einigen schmalen Bachtälern durchzogen. Im Nordwesten des Gebietes befinden sich kleine Gehölze, die in Teilbereichen von Pappeln dominiert werden. Die Fläche liegt fast vollständig innerhalb des Fauna-Flora-Habitat-Gebiets "Holzberg bei Stadtoldendorf, Heukenberg" sowie des Vogelschutzgebiets "Sollingvorland".

Cuxhavener Küstenheiden

Synonym: Altenwalde

Fläche: 1.220 Hektar

Bundesland: Niedersachsen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Cuxhaven

Die Fläche ist Bestandteil der für das deutsche Festland einzigartigen Küstenheidenlandschaft. Neben den unterschiedlichen Ausprägungen der Krähenbeerheiden ist das Gebiet durch trockene Sandheiden, Feuchtheiden, Heidemoore, Sandtrockenrasen, offene Sandflächen und -dünen sowie durch lichte Kiefernwälder und Eichen-Krattwälder geprägt. Die Naturerbefläche ist zum Teil vom Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Küstenheiden und Krattwälder bei Cuxhaven" und Naturschutzgebiet "Cuxhavener Küstenheiden" betroffen.

Franzigmark

Fläche: 234 Hektar

Bundesland: Sachsen-Anhalt

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Saalekreis

Das höher gelegene Plateau der Naturerbefläche ist geprägt durch weite Mähwiesen, die von orchideenreichen Trocken- und Halbtrockenrasen, Hecken, Obstwiesen, Weihern und zwei Bächen mit ihren feuchten Senken durchbrochen werden. Am Steilhang zur Saale finden sich lichte und zum Teil sehr naturnahe Laubmischwälder, subpannonische Steppen-Trockenrasen und die für die Region typischen Porphyrfelsen mit ihrer wertvollen Silikat-Pioniervegetation. Die Gewässer der Franzigmark bieten mehr als 25 Libellenarten Lebensraum. Stark bedrohte Arten wie Bekassine und Keilfleck-Mosaikjungfer finden hier Nahrung und Unterschlupf. Durch die Lage im Regenschatten des Harzes und die langjährige extensive Beweidung durch Schafe und Mahd entstanden die blütenreichen Offenlandschaften, die vor allem für die Insektenwelt (zum Beispiel Berghexe, Blauflügelige Ödlandschrecke) einen wichtigen Lebensraum darstellen. Die Naturerbefläche liegt im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Porphyrkuppenlandschaft nordwestlich Halle".

Goitzsche

Synonym: Bitterfeld-Benndorf

Fläche: 1.018 Hektar

Bundesland: Sachsen-Anhalt

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Anhalt-Bitterfeld

Die Bergbaufolgelandschaft ist geprägt durch überwiegend sehr nährstoffarme Standorte und ein reiches Mosaik aus Gewässern, Feuchtgebieten, unsanierten und sanierten Kippen, Böschungen und Halden. Neben heimischen Baumarten wie Hainbuche und Winterlinde kommen auch nicht standortheimische Arten wie Schwarzkiefer, Robinie, Eschenahorn und Hybridpappel vor.

Elbwiesen Ostemündung

Fläche: 706 Hektar

Bundesland: Niedersachsen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Cuxhaven, Stade

Das Gebiet ist durch unterschiedlich feuchte bzw. salzhaltige Wiesen sowohl elbinnen- als auch außendeichs geprägt. Die extensiv genutzten Elbwiesen sind von internationaler Bedeutung sowohl als Rast-und Nahrungs-, als auch als Brutbiotop für Wat- und Wasservögel. Die Naturerbefläche liegt zu großen Anteilen im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet und vollständig im Vogelschutzgebiet "Unterelbe" sowie in den Naturschutzgebieten "Allwördener Außendeich/Brammersand", "Hadelner und Belumer Außendeich", "Vogelschutzgebiet Hullen" und "Ostemündung".

Altendorfer Berg

Synonym: Einbeck

Fläche: 39 Hektar

Bundesland: Niedersachsen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Northeim

Die Naturerbefläche ist Bestandteil des Naturschutzgebiets "Altendorfer Berg" sowie des gleichnamigen Fauna-Flora-Habitat-Gebietes und besteht aus einem Biotopkomplex aus orchideenreichen Kalk-Halbtrockenrasen mit Wacholdern und mesophilem Grünland sowie zum Teil bereits naturnahen, laubholz- und strukturreichen Wäldern (Buchen- und Eichen-Mischwald) und struktur- und artenarmen Nadelforsten. Neben seltenen Orchideenarten bietet die Fläche zahlreichen Insekten, Spinnen und Reptilien einen Lebensraum.

Ebenberg

Fläche: 196 Hektar

Bundesland: Rheinland-Pfalz

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Landau in der Pfalz

Das Gebiet ist überwiegend durch Offenland mit Halbtrockenrasen und Flachland-Mähwiesen auf Löss gekennzeichnet, während Waldbereiche nur eine kleine Fläche einnehmen. Insbesondere das Offenland bietet seltenen und gefährdeten Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum, so zum Beispiel der Gottesanbeterin, der Spanischen Flagge und der Amethyst-Sommerwurz. Die Naturerbefläche liegt im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Standortübungsplatz Landau" und im Naturschutzgebiet "Ebenberg".

Daubaner Wald

Fläche: 3.265 Hektar

Bundesland: Sachsen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Görlitz, Bautzen

Der ehemalige Truppenübungsplatz Dauban zeichnet sich durch ausgedehnte Kiefernbestände, eine hohe Zahl an Klein- und Kleinstgewässern sowie weiteren Feuchtbiotopen aus, die aufgrund der militärischen Nutzung in enger Verzahnung mit anderen Biotoptypen wie Sandrasen oder Heideflächen auftreten. Aufgrund des großen Strukturreichtums dient dieses Gebiet zahlreichen gefährdeten Arten wie Fischotter, Rotbauchunke und Seeadler als Lebensraum. Die Naturerbefläche liegt im Vogelschutzgebiet "Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft", im gleichnamigen Biosphärenreservat und zu großen Anteilen im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet und Naturschutzgebiet "Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft".

Mattheiser Wald

Fläche: 93 Hektar

Bundesland: Rheinland-Pfalz

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Trier

Die Naturerbefläche Mattheiser Wald ist gekennzeichnet durch vielfältige Waldstrukturen, wobei insbesondere Eichenmischwälder, aber auch naturnahe Buchenwälder vorkommen. Hinzu kommen Offenlandbereiche mit Kleingewässern, die durch die militärische Nutzung entstanden sind. Der Mattheiser Wald bietet seltenen und gefährdeten Tierarten wie zum Beispiel der Bechsteinfledermaus oder der Gelbbauchunke Lebensraum. Die Fläche ist überwiegend als Naturschutzgebiet "Mattheiser Wald" geschützt und in weiten Teilen Bestandteil des gleichnamigen Fauna-Flora-Habitat-Gebiets.

Rantumer Dünen

Fläche: 331 Hektar

Bundesland: Schleswig-Holstein

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Nordfriesland

Die Naturerbeflächen umfassen Bereiche einer ausgedehnten typischen Küstendünenlandschaft mit mannigfaltigen Entwicklungsstadien. Im Übergang zum Sandstrand am offenen Meer ist der jungen Weißdüne stellenweise ein schmaler Vordünensaum im Bereich der Sandfangzäune vorgelagert. Auf der Leeseite sind die hier bereits gealterten sog. Graudünen vor allem im Bereich der Ortschaft Rantum von Gebüschen aus Kartoffelrose oder seltener Kriechweide durchsetzt. Großflächig kommen auch Braundünen vor, die von der Krähenbeere dominiert werden. Eingeschlossen sind auch nasse Dünentäler mit natürlich auftretenden Wasserstandsschwankungen. Das Gebiet ist weitgehend durch die Naturschutzgebiete "Baakdeel-Rantum/Sylt" und "Rantumer Dünen/Sylt" geschützt und Bestandteil des Fauna-Flora-Habitat-Gebiets "Dünenlandschaft Süd-Sylt". Zudem ist die Naturerbefläche Bestandteil des Vogelschutzgebiets "Ramsar-Gebiet S-H Wattenmeer und angrenzende Küstengebiete". Die nassen Dünentäler und Kriechweidenbestände sind als Teillebensraum für den Kornweihenbestand auf Sylt von hoher Bedeutung.

Cosel

Fläche: 17 Hektar

Bundesland: Sachsen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Bautzen

Die Naturerbefläche liegt im Nordosten des Naturschutzgebiets, Fauna-Flora-Habitat-Gebietes und Vogelschutzgebiets "Königsbrücker Heide", unmittelbar an der Schutzgebietsgrenze, zwischen den beiden naturnahen, nur noch extensiv genutzten Teichen Juhrenteich und Wehrigteich. Die Fläche befindet sich zukünftig zu etwa 80 Prozent in der Naturzone und 20 Prozent in der Pflegezone (Sicherung der Teichbewirtschaftung, Sicherung Wasserhaltung) des Naturschutzgebiets. Es handelt sich um arme, alte und lichte Kiefernwälder, die mit Birke und Erle durchmischt sind. Die Fläche ist vernässt und hat kleinflächig Ansätze zum Kiefernmoorwald unter anderem mit der gefährdeten Pflanzenart Sumpfporst.

Wentorfer Lohe

Fläche: 237 Hektar

Bundesland: Schleswig-Holstein

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Herzogtum Lauenburg

Die Naturerbefläche wird zu jeweils gleichen Teilen durch Wald und Offenland eingenommen. Sie repräsentiert in den Offenlandbereichen die letzten Reste der früheren großflächigen offenen Heidelandschaft der Lauenburger Geest. Das Landschaftsbild ist hier geprägt von Heiden, (Halb-)Trockenrasen und mesophilem Grünland sowie wegebegleitenden "Knicks" mit ihren Überhältern. Die Wälder bestehen derzeit aus Nadelforsten und nur zum Teil aus naturnahen Waldbereichen. Ein Teilbereich der Naturerbefläche liegt im Vogelschutzgebiet "Sachsenwald-Gebiet".

Zinne-Eckerkrug

Fläche: 2.012 Hektar

Bundesland: Sachsen-Anhalt

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Harz

Die Naturerbefläche ist Bestandteil des Nationalparks Harz und erstreckt sich entlang der Grenze zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Die Fläche befindet sich zum Teil in der Naturdynamikzone (Prozessschutz; Kernzone), zum Teil in der Naturentwicklungszone. In den oberen Lagen befinden sich überwiegend naturnahe Fichtenbestände (Reitgras-Fichtenwälder), die zum großen Teil bereits in der Kernzone sind. In den Fichtenforsten der unteren Lagen kommen kleinere Laubwaldbestände vor, die ebenfalls bereits Bestandteil der Kernzone sind. Die Naturerbefläche hat zudem Anteile an den Fauna-Flora-Habitat-Gebieten "Rohnberg, Westerberg und Köhlerholz bei Ilsenburg", "Ecker- und Okertal" sowie "Hochharz" und am Vogelschutzgebiet "Vogelschutzgebiet Hochharz".

Authausener Wald

Fläche: 2.198 Hektar

Bundesland: Sachsen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Nordsachsen

Das ausgedehnte störungsarme Waldgebiet ist durch diverse Moortypen, Nass- und Feuchtwiesen, trockene Heiden und naturnahe Gewässer gekennzeichnet. Besonders hervorzuheben ist die enge Verzahnung dieser Standorte, die dem hierfür typischen Arteninventar wie zum Beispiel Fischotter und Kammmolch einen Lebensraum bieten. Die Naturerbefläche ist von den Fauna-Flora-Habitat-Gebieten "Buchenwälder bei Kossa", "Dommitzscher Grenzbachgebiet" und "Presseler Heidewald- und Moorgebiet" (auch Naturschutzgebiet) sowie dem Vogelschutzgebiet "Dübener Heide" betroffen. Der südliche Bereich ist zudem Kern-/Fördergebiet des Naturschutzgroßprojektes "Presseler Heidewald- und Moorgebiet".

Groß-Kühnau/Olberg

Fläche: 946 Hektar

Bundesland: Sachsen-Anhalt

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Dessau-Roßlau, Anhalt-Bitterfeld

Das Gebiet ist durch ein auentypisches Standortmosaik aus Flutrinnen, Senken, flachen Höhenrücken und Binnendünen charakterisiert, das in großen Teilen bereits durch sehr naturnahe Vegetationsverhältnisse gekennzeichnet ist. Der Norden wird von Laubholzbeständen dominiert, die neben Sukzessionswäldern aus Birken sowie Aspen und einigen Kiefernforsten auch aus größeren Eichenbeständen mit vereinzelten Alteichen bestehen. Im östlichen Gebietsteil sind auf noch weitgehend gehölzarmen Binnendünen Silbergrasfluren vorhanden. Im Süd- und Westteil befinden sich größere Kiefernforste. Große Teile der Naturerbefläche liegen im Fauna-Flora-Habitat Gebiet "Kühnauer Heide und Elbaue zwischen Aken und Dessau", Biosphärenreservat "Flusslandschaft Elbe" und Vogelschutzgebiet "Mittlere Elbe einschließlich Steckby-Lödderitzer Forst".

Roßlauer Elbauen

Fläche: 1.665 Hektar

Bundesland: Sachsen-Anhalt

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Dessau-Roßlau, Wittenberg

Die westlich der Stadt Roßlau gelegene Naturerbefläche ist im Süden durch die überwiegend naturnahen Elbauen mit feuchten Wäldern, Hochstauden- und Uferfluren sowie großflächige artenreiche Grünlandbestände und wertvolle Hartholzauen geprägt. Im Norden der Liegenschaft erstreckt sich ein über 1.300 Hektar großes Waldgebiet mit vorherrschender Kiefer und häufig beigemischter Eiche. Daneben kommen Laubholzbestände verschiedener Altersstadien auf größerer Fläche vor. Im Osten wird das Waldgebiet durch den Olbitzbach mit begleitenden naturnahen Erlenbruchwäldern durchzogen. Die Naturerbefläche hat Anteile an den Fauna-Flora-Habitat-Gebieten "Olbitzbach-Niederung nordöstlich Roßlau" und "Dessau-Wörlitzer Elbauen", dem Vogelschutzgebiet "Mittlere Elbe einschließlich Steckby-Lödderitzer Forst" sowie dem Biosphärenreservat "Flusslandschaft Elbe".

Oranienbaumer Heide

Fläche: 2.102 Hektar

Bundesland: Sachsen-Anhalt

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Wittenberg

Das Gebiet ist durch die ehemalige Nutzung als Truppenübungsplatz geprägt, so dass in den Offenlandbereichen Trockenrasen, Heiden, Reitgrasfluren und Pionierwälder auftreten. Großflächige Vorkommen der trockenen, kalkreichen Sandmagerrasen und Silbergrasfluren sind von Gehölzen durchsetzt, Lebensraum für Arten wie Neuntöter, Raubwürger, Wiedehopf, Heidelerche, Sperbergrasmücke und Ziegenmelker. In den Randzonen der Oranienbaumer Heide wachsen Kiefernforste, Kiefern-Birken-Mischbestände sowie Birkenwälder. Auf relativ ausgedehnten Flächen finden sich naturnahe Laubmischwälder. Bemerkenswert ist auch die Niederung des Mühlbaches mit seinen Feuchtheiden. Die Naturerbefläche hat große Anteile an dem Fauna-Flora-Habitat-Gebiet, Vogelschutzgebiet und Naturschutzgebiet "Mittlere Oranienbaumer Heide".

Westerhausen/Steinholz

Fläche: 21 Hektar

Bundesland: Sachsen-Anhalt

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Harz

Die Naturerbefläche umfasst einen langgestreckten Höhenzug, der von Nordwesten nach Südosten verläuft und sich in Kuppen und Runsen gliedert. Während die Nordhänge überwiegend flach verlaufen, sind die Südhänge steil. Den kleinräumigen Standortverhältnissen entsprechend hat sich ein Mosaik aus (Halb-)Trocken-, Steppen-und Sandmagerrasen sowie Heidekrautgesellschaften ausgebildet. Zu den bemerkenswerten Pflanzenarten gehören das Frühlings-Adonisröschen, die Weiße Waldhyazinthe, die Sand-Silberscharte, verschiedene Federgrasarten sowie die Goldhaaraster. Entlang der südlichen Hänge verläuft eine Reihe von Hecken, die Lebensraum für gefährdete Arten wie Neuntöter oder Sperbergrasmücke sind. Eine Teilfläche befindet sich auf einem parallel verlaufenden Höhenzug und weist überwiegend Kiefernforst auf. Die Naturerbefläche liegt zum Teil im Naturschutzgebiet "Harslebener Berge und Steinholz" und Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Harslebener Berge und Steinholz bei Quedlinburg".

Flachstal

Fläche: 85 Hektar

Bundesland: Thüringen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Unstrut-Hainich-Kreis

Die Naturerbefläche umfasst einen Teil eines in die Muschelkalkplatte eingetieften Kerbsohlentals mit breiter Talaue und steilen Hängen. Im Gebiet befinden sich ausgedehnte Offenlandbereiche, unter anderem mit artenreichen, großflächigen Kalk-Halbtrockenrasen, wärmeliebenden Gebüschen und Streuobstbeständen. Vor allem an den Hangbereichen befinden sich kleinflächig Waldgesellschaften mit vorrangig Nadelbäumen. Bachbegleitende Gehölze, Bachröhrichte sowie ein naturnaher Bachlauf, der regelmäßig als "Hungerbach" verschwindet, sind weitere Kennzeichen der Fläche. Die Naturerbefläche ist Bestandteil des Naturschutzgebiets und Fauna-Flora-Habitat-Gebietes "Flachstal".

Himmelsgrund

Synonym: Klosterlausnitz

Fläche: 860 Hektar

Bundesland: Thüringen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Saale-Holzland-Kreis, Greiz

Das Gebiet ist überwiegend durch Kiefern- und Fichtenbestände geprägt und weist vergleichsweise geringe Laubwaldanteile auf. In den wenigen Offenlandflächen dominieren trockene Heiden und feuchte Hochstaudenfluren mit dem entsprechenden Arteninventar. Die Naturerbefläche liegt im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Am Schwertstein-Himmelsgrund".

Ruppersdorf

Fläche: 487 Hektar

Bundesland: Thüringen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Saale-Orla-Kreis

Der ehemalige Truppenübungsplatz über kulmischen Schiefern des Unterkarbon umfasst ein großes, störungsarmes, zusammenhängendes Waldgebiet mit hohem Grenzlinienanteil. Auf einem Großteil der Fläche wachsen Fichtenbestände meist in Form von Monokulturen. Zudem finden sich wechselfeuchte bis feuchte Offenlandbiotope mit charakteristischen Lebensgemeinschaften des Mittelgebirges (unter anderem Hochstaudenfluren, Berg-Mähwiesen, Borstgrasrasen). In den Nadelbaumbeständen wurde bereits mit dem Unterbau von Buche und Tanne begonnen; als potentiell natürliche Vegetation ist – neben Auwäldern – Bergmischwald aus Buche, Fichte und Tanne zu erwarten. Die Naturerbefläche liegt beinahe vollständig im Fauna-Flora-Habitat Gebiet "Mittelgrund" und umfasst beinahe komplett das gleichnamige Naturschutzgebiet.

Bechstedter Holz

Fläche: 276 Hektar

Bundesland: Thüringen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Ilm-Kreis

Das Naturerbegebiet liegt im Naturraum Thüringer Becken mit Randplatten/Ilm-Saale-Platte und ist Teil des Fauna-Flora-Habitat-Gebietes "Steiger – Willroder Forst – Werningslebener Wald" sowie des Vogelschutzgebiets "Muschelkalkgebiet südöstlich Erfurt". Großflächig kommen alte Eichen-Hainbuchenbestände mit Hasel und Elsbeere vor, die vermutlich Relikte alter Mittelwaldnutzungen sind. Größere Flächenanteile werden zudem vom Labkraut-Traubeneichen-Hainbuchenwald eingenommen. Als potentiell natürliche Waldgesellschaften sind auf dem Muschelkalkstandort Buchenwälder zu erwarten. In der Naturerbefläche befindet sich das Flächendenkmal "Kaiserwiese" mit dem einzigen Vorkommen der Dachziegeligen Siegwurz in Thüringen, die hier an ihrem westlichen Arealrand wächst.

Kalmberg

Fläche: 360 Hektar

Bundesland: Thüringen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Ilm-Kreis, Saalfeld-Rudolstadt

Der Große Kalmberg zählt mit 547 Metern zu den höchsten Erhebungen der Ilm-Saale-Ohrdrufer Muschelkalkplatte. Die Naturerbefläche liegt im gleichnamigen Fauna-Flora-Habitat-Gebiet und ist sehr struktur- und artenreich. Sie besteht aus Laubmischwäldern, südexponiertem felsdurchsetzten Steilhang, Wacholderheiden, Kalkschutthalden sowie Trockenrasenkomplexen und nimmt eine wichtige Stellung im Verbund trockenwarmer Lebensräume ein. Der Kalmberg weist einen relativ hohen Anteil an Nadelbaumarten auf, die zum Teil schon mit Laubbaumarten unterbaut sind. Die Fläche ist zudem Bestandteil des Vogelschutzgebiet "Muschelkalkhänge der westlichen Saaleplatte".

Zeitzer Forst

Fläche: 191 Hektar

Bundesland: Thüringen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Gera

Der in Thüringen liegende Bereich der Naturerbefläche bildet zusammen mit dem nördlich in Sachsen-Anhalt angrenzenden Teil einen zusammenhängenden Laubwaldkomplex am östlichen Rand der Saale-Sandsteinplatte, mit hohem Alt- und Totholzanteil, naturnahen Bachläufen und Standgewässern. Das Gebiet umfasst im Wesentlichen den rechtsseitigen, lebhaft reliefierten Talhang der Weißen Elster, der von mehreren Seitentälchen zerschnitten wird. Darüber hinaus finden sich in größeren Bereichen auch Fichten- und Kiefernforste sowie Birken-Pionierwälder. Prägend im thüringischen Teil der Naturerbefläche sind sehr heterogene Strukturen. Auf der Hälfte der Fläche dominieren Nadelbaumarten. Als naturschutzfachlich wertvoll gelten die vorhandenen Eichenmischwälder. Von besonderer Bedeutung für das Gebiet sind unter anderem die Brutnachweise aller in Thüringen vorkommenden Spechtarten. Die Naturerbefläche ist Bestandteil des Naturschutzgebiets, Fauna-Flora-Habitat-Gebietes und Vogelschutzgebiets "Zeitzer Forst".

Dörna

Fläche: 155 Hektar

Bundesland: Thüringen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Unstrut-Hainich-Kreis

Der ehemalige Standortübungsplatz über Muschelkalk ist geprägt von großflächigen Flachlandmähwiesen die, zum Teil mit orchideenreichen Halbtrockenrasen, Streuobstwiesen, Gebüschen und Wäldern durchsetzt sind. In den Bachauen des Steingrabens wachsen naturnahe Weiden-Erlen-(Eschen)-Gehölze und alte Kopfweiden, denen in ihrer Ausprägung als Vernetzungs- und landschaftswirksames Element große Bedeutung zukommt. Zudem kommen temporäre Kleingewässer und Quellstellen vor, die unter anderem der Gelbbauchunke als Fortpflanzungshabitat dienen. Die Naturerbefläche liegt im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Dörnaer Platz".

Büecke

Fläche: 201 Hektar

Bundesland: Nordrhein-Westfalen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Soest

Die Naturerbefläche umfasst den größten Teil des ehemaligen Standortübungsplatzes Büecke. Die Hochfläche wird von drei tief eingeschnittenen Trockentälern ("Schledden") gegliedert. Es dominieren weitgehend Magerweiden und untergeordnet artenreiche Glatthaferwiesen, stellenweise sind verbrachte Säume und Bereiche mit Landreitgras eingestreut. Randlich und an den teilweise stark geneigten Hängen der Schledden stocken kleinere Waldbestände aus zum Teil nicht standortheimischen Baumarten. Auf den flachgründigen Schleddenhängen kommen stellenweise auch Eichen-Hainbuchenwälder aus ehemaliger Niederwaldnutzung vor. Das Gebiet besitzt vor allem eine herausragende Bedeutung für die Gelbbauchunke, die hier eine ihrer letzten Populationen in Westfalen hat. Die Art profitiert wie auch die Geburtshelferkröte und der Kammmolch von zahlreichen, durch den militärischen Fahrbetrieb entstandenen Klein- und Kleinstgewässern. Der großflächige Offenland-Biotopkomplex ist außerdem Nahrungs- oder Bruthabitat für Neuntöter, Rotmilan, Wiesenpieper, Baumpieper und andere Vogelarten. Die Fläche ist Teil des Fauna-Flora-Habitat-Gebietes "Büecke und Hiddingser Schledde" sowie des Naturschutzgebiet "Standortübungsplatz bei Büecke".

Mellrichstadt

Fläche: 208 Hektar

Bundesland: Bayern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Rhön-Grabfeld

Das Gebiet im Naturraum Rhön-Grabfeld ist geprägt von großflächigen Lebensraumkomplexen aus Magerrasen, Wacholderheiden, lichten Kiefernwäldern, orchideenreichen Buchenwäldern und Gebüschen. Es dient als Trittstein für wärmeliebende gefährdete Tier- und Pflanzenarten im Trockenverbundgebiet von Grabfeldgau und der Rhön. Die Naturerbefläche umfasst das Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Trockenverbundgebiet Rhön-Grabfeld" und liegt im Naturschutzgebiet "Trockengebiete nordwestlich Mittelstreu" und Vogelschutzgebiet "Standortübungsplatz Mellrichstadt".

Schweinheim

Fläche: 236 Hektar

Bundesland: Bayern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Aschaffenburg

Die Naturerbefläche kennzeichnet eine großräumige Sandweidelandschaft, die mit Mulden, Senken und temporären Kleinstgewässern durchsetzt ist, sowie zusammenhängende Wälder. Im Offenland kommen neben Feucht- und Nassflächen mit Großseggenrieden und Landröhrichten auch Sandmagerrasen und Heiden vor. Gehölzgruppen aus historischen Streuobstbeständen sind eingestreut. Auch die Waldflächen sind zum Teil bereits vielfältig in ihrer Zusammensetzung und Altersstruktur. Das Gebiet ist als Naturgeschutzgebiet "Ehemaliger Standortübungsplatz Aschaffenburg und Altenbachgrund" und in weiten Teilen als Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Standortübungsplatz Aschaffenburg" geschützt und bietet zahlreichen zum Teil seltenen und gefährdeten Arten Lebensraum, darunter Gelbbauchunke, Schlingnatter, Steinkauz und dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling sowie verschiedene Fledermausarten.

Emmerich

Synonym: Dornick

Fläche: 34 Hektar

Bundesland: Nordrhein-Westfalen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Kleve

Die Naturerbefläche ist Teil des ehemaligen Pionierübungsplatzes Dornick und ein durch den Grietherorter Altrhein zweigeteilter Grünland-Kleingehölz-Komplex inklusive Hafenbefestigungsanlage. Sie erstreckt sich unmittelbar östlich der Einmündung des Grietherorter Altrheins in den Rhein und stellt die räumliche Verbindung zwischen vier Fauna-Flora-Habitat-Gebieten ("Dornicksche Ward", "Bienener Altrhein, Millinger Meer und Hurler Meer und Naturschutzgebiet Empeler Meer", "Grietherorter Altrhein" und "Rheinfischschutzzonen") her, die allesamt im Deichvorland liegen und gleichzeitig zum Vogelschutzgebiet "Unterer Niederrhein" gehören. Dieser Gesamtkomplex bildet einen Ausschnitt aus der historisch gewachsenen Stromtal-Kulturlandschaft des unteren Niederrheins. Bemerkenswerte Arten im Bereich des ehemaligen Pionierhafens Dornick sind unter anderem Zwergtaucher, Blaukehlchen, Steinbeißer und Biber.

Oschenberg

Fläche: 197 Hektar

Bundesland: Bayern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Stadt Bayreuth und Bayreuth

Die Naturerbefläche bei Bayreuth weist blütenreiche Wiesen und Magerrasen auf und umfasst einen sehr wertvollen Biotopkomplex auf Muschelkalk mit ausgedehnten Offenlandbereichen, vielfältigen Hecken, Feldgehölzen und Laubmischwäldern. Das Gebiet liegt im Naturschutzgebiet "Muschelkalkgebiet am Oschenberg" und hat Anteile am Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Muschelkalkhänge nordöstlich Bayreuth".

Frauenholz

Synonym: Oberhinkofen

Fläche: 494 Hektar

Bundesland: Bayern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Regensburg

Das strukturreiche ehemalige militärische Übungsgelände im tertiären Hügelland ist von überregionaler Bedeutung für das Vorkommen von Kammmolch und Gelbbauchunke sowie Feuersalamander und Springfrosch. Es ist derzeit in großen Bereichen noch von naturfernen Nadelwäldern und im östlichen Teil des Gebietes von Grünland unterschiedlicher Nutzungsintensität geprägt. Die Naturerbefläche liegt im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Standortübungsplatz Oberhinkofen".

Osterode

Fläche: 54 Hektar

Bundesland: Niedersachsen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Osterode am Harz

Die Naturerbeflächen liegen fast vollständig innerhalb des Naturschutzgebiet "Gipskarstlandschaft bei Ührde" und zu einem großen Anteil im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Gipskarstgebiet bei Osterode". Sie umfassen ein Biotopverbundsystem von Hecken, Gebüschen trockenwarmer Standorte, Solitärbäumen, beweideten Offenlandflächen und magerem mesophilem Grünland. Das Gebiet enthält einen größeren Fichtenblock und mehrere kleine Riegel mit Fichtenforsten und Laubgehölzen. In der Mitte des Gebietes ist das Tal von einem der Quellzuflüsse des Hackenbachs durchzogen, der zum Teil durch einen bachbegleitenden Erlenwald gekennzeichnet ist. Des Weiteren befinden sich auf der Fläche kleinere Stillgewässer mit begleitenden Röhrichten und Seggenrieden, die unter anderem dem Kammmolch als Teillebensraum dienen.

Dammer Berge

Fläche: 143 Hektar

Bundesland: Niedersachsen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Vechta

Die seit dem 19. Jahrhundert aufgeforsteten Nadelholzbestände unterschiedlicher Altersklassen auf der Stauchendmoräne der Dammer Berge stellen eine Waldinsel inmitten der ackergeprägten, offenen Kulturlandschaft des Nordwestdeutschen Tieflandes dar. Die Fläche hat eine sehr hohe Bedeutung für verschiedene Fledermausarten (Winter- und Sommerquartiere). Auf der Fläche konnte zudem der Nachweis des Hirschkäfers erbracht werden. Die Naturerbefläche liegt im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Dammer Berge".

Büchelberg bei Tauberbischofsheim

Fläche: 305 Hektar

Bundesland: Baden-Württemberg

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Main-Tauber-Kreis

Das zweigeteilte Naturerbegebiet ist gekennzeichnet durch einen Biotopkomplex aus Magerrasen, Trockenmauern und mächtigen Steinriegeln sowie Hecken und Feldgehölzen. Zahlreiche gefährdete beziehungsweise geschützte Tier- und Pflanzenarten, wie zum Beispiel Wendehals, Rotrückenwürger, Gartenrotschwanz, Spanische Flagge, Kreuzenzian, Bocks-Riemenzunge oder Bienenragwurz kommen auf den Flächen vor.

Schwetzingen-Hirschacker

Synonym: Büchelberg bei Tauberbischofsheim

Fläche: 35 Hektar

Bundesland: Baden-Württemberg

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Main-Tauber-Kreis

Die Naturerbefläche umfasst ein Mosaik aus bedeutenden Sandtrocken- und Steppenrasen, Heidebeständen, alten zum Teil hutewaldartigen Eichenwäldern mit hohem Alt- und Totholzanteil sowie Kiefernwäldern. Neben den Sandtrockenrasen und Heiden werden auch Teilbereiche der Wälder in die Beweidung mit einbezogen, so dass sich allmählich eine halboffene bis offene, parkartige Landschaft mit lichten Eichen- und Steppenkiefernwäldern einstellen wird. An bemerkenswerten Arten kommen Hirschkäfer (Charakterart alter Wälder), Mittelspecht, Großer Abendsegler und Bechsteinfledermaus sowie Grauscheidiges Federgras und Haar-Pfriemen-Gras als Kennarten (kontinentaler) Steppenrasen vor. Die Naturerbefläche liegt im FFH-Gebiet „Sandgebiete zwischen Mannheim und Sandhausen“ und hat Anteile am NSG „Hirschacker und Dossenwald“.

Kyritz Ruppiner Heide

Synonym: Kyritz-Ruppiner Heide

Fläche: 3898 Hektar

Bundesland: Brandenburg

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Ostprignitz-Ruppin

Der südliche Teilbereich des ehemaligen Truppenübungsplatzes Wittstock (ehemaliges "Bombodrom") ist geprägt von großflächigen Calluna-Heiden, flächigen Sukzessionen aus Birke und Kiefer sowie großflächigen jungen und mittelalten Kiefernwäldern. Die zum großen Teil mit Munition der russischen Streitkräfte belasteten armen und sandigen Substrate der Kyritz-Ruppiner Heide bieten Lebensraum für seltene und gefährdete Arten der Sandmagerrasen und trockenen Heiden. Die Naturerbefläche ist Teil des Fauna-Flora-Habitat-Gebietes "Wittstock – Ruppiner Heide".

Salzunger Vorderrhön

Synonym: Bad Salzungen

Fläche: 1464 Hektar

Bundesland: Thüringen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Wartburgkreis, Schmalkalden-Meiningen

Das Naturerbegebiet stellt einen Ausschnitt der Vorderrhön und des Buntsandstein-Waldlandes dar und ist neben großflächig vorkommenden Nadelholzbeständen bereits von naturnahen Laubmischwäldern (insbesondere Hainsimsen-und Waldmeister-Buchenwälder), Basaltkegelbergen und offenen Basaltblockhalden geprägt. Entlang der im Gebiet verlaufenden Bachtäler kommen zahlreiche Feuchtbiotope vor, unter anderem feuchte Hochstaudenfluren, Auwaldrelikte und temporäre Stillgewässer. Die Fläche liegt zu großen Anteilen im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Pleß-Stoffelskuppe-Bernshäuser Kutte", im Vogelschutzgebiet "Thüringische Rhön" und im Naturschutzgebiet "Stoffelskuppe".

Kroppen

Fläche: 96 Hektar

Bundesland: Brandenburg

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Oberspreewald-Lausitz

Das unzerschnittene Waldgebiet in der Lausitz an der Grenze zu Sachsen besteht vorwiegend aus struktur- und artenarmen Kiefernreinbeständen unterschiedlichen Alters, nur kleinflächig kommt ein Birken-Kiefern-Wald vor. Nach gezielter Waldumwandlung und unter Ausnutzung der Naturverjüngung bereits vorhandener heimischer Laubbaumarten wird das Gebiet der Naturwaldentwicklung überlassen. Ein Teilbereich liegt im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Pulsnitz und Niederungsbereiche".

Wohlder Wiesen

Synonym: Schandelah

Fläche: 301 Hektar

Bundesland: Niedersachsen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Wolfenbüttel

Von herausragender Bedeutung für die Naturerbefläche sind die Vorkommen der Pfeifengraswiesen auf basenreichen Standorten mit einem hohen Anteil von Rote-Liste-Arten. Weiterhin kommen ausgedehnte magere Grünlandflächen vor, die von inselartigen Aufforstungen durchsetzt sind. Die Fläche ist ein bedeutsames Wiesenvogelbrutgebiet mit unter anderem Vorkommen von Wachtelkönig und Braunkehlchen und ein wichtiger Amphibienlebensraum. Die Naturerbefläche umfasst das Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Pfeifengraswiese Wohld".

Restflächen Döberitzer Heide

Synonym: Fahrland/Krampnitz

Fläche: 13 Hektar

Bundesland: Brandenburg

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Potsdam

Die Naturerbefläche liegt am nördlichen Rand Potsdams und umfasst kleine Teilbereiche des ehemaligen Truppenübungsplatzes Döberitz. Diese sind geprägt von Weidengebüsch, kleinen Laubwaldflächen, aufgelassenem feuchtem und frischem Grünland mit Stauden und Schilf sowie zahlreichen Wasserflächen. Die überwiegend moorigen oder sumpfigen Bereiche der sogenannten Großen Graben-Niederung bieten Lebensraum für seltene und gefährdete Arten der Feuchtgebiete, wie zum Beispiel der Rotbauchunke. Die Fläche liegt zum Teil im Naturschutzgebiet, Fauna-Flora-Habitat-Gebiet und Vogelschutzgebiet "Döberitzer Heide".

Zerweliner Heide

Fläche: 791 Hektar

Bundesland: Brandenburg

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Uckermark

Die Zerweliner Heide wird insbesondere von ausgedehnten und unzerschnittenen Buchenwäldern sowie durch den Reichtum an Mooren und Seen geprägt. Die sauer-mesotrophen Moore beherbergen eine Vielzahl gefährdeter Tier- und Pflanzenarten, zum Beispiel Rosmarinheide, Sumpfporst und Zwergigelkolben. Überregionale Bedeutung haben auch die mesotrophen kalkhaltigen Gewässer sowie die natürlich eutrophen Seen mit Vorkommen verschiedener Libellenarten wie zum Beispiel der Großen, der Zierlichen und der Östlichen Moosjungfer. Auf der Fläche vorkommende Bunker beherbergen die Fledermausarten Braunes Langohr, Fransen-, Zwerg- oder Breitflügelfledermaus. In der Naturerbefläche liegt das Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Fledermausquartier Bunker Zerweliner Heide"; sie ist zudem teilweise von den Fauna-Flora-Habitat-Gebieten "Stromgewässer" und "Zerweliner Allee und Carolinenhain" betroffen und Bestandteil des Vogelschutzgebiets Uckermärkische Seenlandschaft".

Beienroder Holz

Synonym: Lehre

Fläche: 184 Hektar

Bundesland: Niedersachsen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Helmstedt

Der alte Waldstandort besteht überwiegend aus einem sehr totholzreichen Sternmieren-Hainbuchen-Stieleichenwald, der kleinflächig von Hainsimsen-Buchenwäldern und Erlenbeständen durchsetzt ist. Wegen der hohen Anzahl alter Bunkeranlagen besitzt das Gebiet eine große Bedeutung als Lebensraum für Fledermäuse. Die Naturerbefläche liegt zu großen Anteilen im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Beienroder Holz" und Vogelschutzgebiet "Laubwälder zwischen Braunschweig und Wolfsburg".

Habichtswald

Fläche: 183 Hektar

Bundesland: Hessen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Kassel

Die vom Offenland geprägte Naturerbefläche mit ihren artenreichen Mähwiesen und -weiden, eingestreuten Borstgrasrasen, Gehölzgruppen, Hecken und Feldgehölzen liegt vollständig im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Habichtswald und Seilerberg bei Ehlen". Die wenigen Waldflächen sind bis auf die bachbegleitenden Auwälder naturfern. Neben Vorkommen von Kammmolch hat die Fläche unter anderem eine Bedeutung für Vögel der halboffenen Landschaft wie Neuntöter und Rotmilan.

Gelbensander Forst

Synonym: Rostocker Heide

Fläche: 1.005 Hektar

Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Rostock

Das Gebiet umfasst den östlichen Teil der Rostocker Heide, dem größten zusammenhängenden Waldgebiet im deutschen Küstenraum. Ein dichtes Grabensystem durchzieht die Naturerbefläche, die von großflächigen Buchen- und Kiefernwäldern mit teils hohem Totholzanteil geprägt ist. Bruchwälder und Feuchtwiesen charakterisieren die grundwassernahen Bereiche. Die Naturerbefläche liegt zum Teil im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Wälder und Moore der Rostocker Heide".

Karrendorfer Wiesen

Fläche: 375 Hektar

Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Vorpommern-Greifswald

Die Karrendorfer Wiesen befinden sich nördlich von Greifswald unmittelbar am Greifswalder Bodden. Große Teile des Gebietes unterliegen nach einem Revitalisierungsprojekt Mitte der 1990er Jahre wieder einem natürlichen Küstenüberflutungsregime. Durch an Nassstandorte angepasste Beweidungskonzepte wird die Entwicklung von Salzgrasländern gefördert, die es in den südlichen und östlichen Teilen der Ostseeküste aufgrund der niedrigen Salzgehalte ohne menschliche Einflussnahme nicht gäbe. Insbesondere während der Zugzeit von Limikolen und Wasservögeln gewinnen die Karrendorfer Wiesen eine enorme Bedeutung als Rastgebiet. Regelmäßige Nahrungsgäste sind Seeadler und Wanderfalke. Die Flächen liegen im Naturschutzgebiet "Insel Koos, Kooser See und Wampener Riff", Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Greifswalder Bodden, Teile des Strelasundes und Nordspitze von Usedom" sowie im Vogelschutzgebiet "Greifswalder Bodden und südlicher Strelasund".

Kaarzer Holz

Fläche: 2788 Hektar

Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Rostock

Das kompakte und wenig zerschnittene Waldgebiet gehört zum Naturraum Sternberger Seenlandschaft. Es ist eingebettet in eine einzigartige Endmoränenlandschaft mit zahllosen kleinen und großen Seen in einem nach Osten offenen Bogen des die Landschaft prägenden Flusses Warnow. In den großflächigen Waldbereichen dominiert die Waldkiefer, daneben kommen über die gesamte Fläche verteilt bereits gut entwickelte Buchenwälder vor. Geringe Anteile liegen im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Obere Seen und Wendfeld".

Schwinzer Heide

Fläche: 110 Hektar

Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Rostock

Die Naturerbefläche ist Teil eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete in Mecklenburg-Vorpommern. Es überwiegen mit Kiefer bestockte Waldflächen, in die sich kleinflächig Sand-Magerrasen, mesotrophe saure Niedermoore, Wacholder-Kiefern-Heiden, Moorwald und zwei kleinere Seen eingliedern. Teile der Waldflächen sind Alt-Waldstandorte mit einer ununterbrochenen Waldbestockung seit mindestens 250 Jahren. Die Naturerbefläche ist Bestandteil des SPA „Nossentiner / Schwinzer Heide“.

Müschede

Synonym: Spreiberg

Fläche: 107 Hektar

Bundesland: Nordrhein-Westfalen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Hochsauerlandkreis

Die Naturerbefläche umfasst ein überwiegend offenes Hochplateau zwischen den sich bei Arnsberg-Hüsten vereinigenden Flüssen Ruhr und Röhr. Ein Teil der Haupt-Kuppe des Spreibergs ist lebhaft reliefiert und stellt einen Ausschnitt der kulturhistorischen Hudelandschaft dar. Die kleinteilig-heterogene Landschaft ist geprägt durch einen vielfachen Wechsel von Gehölzbeständen und Offenland mit mageren Weiden, Borstgrasrasen und Mähwiesen sowie mehrere kleine Stillgewässer. Der größere südöstliche Gebietsteil stellt sich als weitgehend homogenes, bis auf wenige Feldgehölze offenes Magergrünland-Plateau dar. Im Sattel dazwischen liegen Kerbtälchen, sogenannte Siepen, die zum Teil von naturnahem Laubwald, aber auch von Nadelholzforsten geprägt sind. Die als Naturschutzgebiet "Spreiberg" weitgehend geschützte Naturerbefläche bietet Lebensraum unter anderem für zahlreiche Vogelarten der halboffenen Landschaft, Amphibien und Reptilien oder geschützte Pflanzen wie dem Gefleckten Knabenkraut. Ein sehr kleiner Bereich der Fläche liegt im Naturschutzgebiet und Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Waldreservat Obereimer".

Bendeleber Wald

Synonym: Sondershausen

Fläche: 451 Hektar

Bundesland: Thüringen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Kyffhäuserkreis

Das Gebiet im Buntsandsteingebiet der nördlichen Randplatten des Thüringer Beckens ist geprägt durch seine alt- und totholzreichen naturnahen Laubmischwälder. Die Naturerbefläche liegt zum Teil im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet und Vogelschutzgebiet "Dickkopf-Bendeleber Forst – Naturschutzgebiet Gatterberge".

Borken

Fläche: 204 Hektar

Bundesland: Nordrhein-Westfalen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Borken

Als westlicher Ausläufer der Hohen Mark ist die Naturerbefläche durch nährstoffarme Sande geprägt. Der offene bis halboffene Komplex aus Magerrasen, offener Binnendüne mit Heiderelikten und lichten Wäldern am Fliegerberg repräsentiert die traditionelle Sandlandschaft des Westmünsterlands und ist Habitat für gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Der überwiegende Teil der Fläche ist von Kiefernforsten geprägt. Das Naturerbegebiet umfasst das Naturschutzgebiet "Luensberg und Hombornquelle".

Westerburg

Fläche: 172 Hektar

Bundesland: Rheinland-Pfalz

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Westerwaldkreis

Im Nordosten und Südosten ist die Naturerbefläche geprägt von mageren Flachland-Mähwiesen sowie extensiv genutztem Grünland mit eingestreuten degenerierten Heidefragmenten, aber auch kleineren, nur temporär wasserführenden Tümpeln. Diese sich bei Wasserführung schnell erwärmenden Kleingewässer stellen gute Vorrausetzungen für die Entwicklung von Populationen der Gelbbauchunke dar. Des Weiteren kommen große Mischwaldkomplexe vor. Sie beherbergen Fledermausarten wie Bechsteinfledermaus und Großes Mausohr und werden im westlichen Bereich von Fichtenforstflächen unterbrochen. Im Nordwesten der Naturerbefläche finden sich zudem Nass- und Feuchtgrünland. Die Naturerbefläche ist Teil des Fauna-Flora-Habitat-Gebietes "Westerwälder Kuppenland" sowie des Vogelschutzgebiets "Westerwald".

Schmidtenhöhe

Fläche: 305 Hektar

Bundesland: Rheinland-Pfalz

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Koblenz, Rhein-Lahn-Kreis

Die Naturerbefläche ist zweigeteilt – eine große zusammenhängende Kernfläche nördlich der sogenannten Panzerstraße und mehrere isolierte Flächen in den Randbereichen – und geprägt durch Offenland- und Waldbereiche. Die Kernfläche wird seit 2009 als halboffene Weidelandschaft extensiv bewirtschaftet. Insbesondere durch die bis 1992 erfolgte Nutzung durch Panzer entstanden zahlreiche Wasserstellen, die sich nachfolgend als herausragende Amphibienlebensräume mit artenreichen Amphibien-, Reptilien- und Libellenvorkommen entwickelten. So sind insgesamt bisher 12 Amphibienarten, unter anderem Gelbbauchunke, Kammmolch und Laubfrosch, nachgewiesen. In den Randbereichen der Naturerbefläche sowie innerhalb der Offenlandbereiche befinden sich einige Mischwaldkomplexe. Sie dienen der Bechsteinfledermaus und dem Großen Mausohr als Jagdhabitat. Die Naturerbefläche liegt zum Teil im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Lahnhänge" und im Vogelschutzgebiet "Lahnhänge".

Östliche Hainleite

Synonym: Seehausen

Fläche: 450 Hektar

Bundesland: Thüringen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Sömmerda, Kyffhäuserkreis

Am östlichen Ausläufer der Hainleite gelegen ist die Naturerbefläche geologisch geprägt durch Schichten des Buntsandsteins und des Muschelkalks sowie von großflächigen Lössüberlagerungen. Der Waldmeister-Buchenwald ist der vorherrschende Waldlebensraumtyp. Darüber hinaus sind Labkraut-Traubeneichen-Hainbuchen-Wälder im Gebiet vertreten. Die Fläche liegt im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Hainleite-Wipperdurchbruch-Kranichholz", im Vogelschutzgebiet "Hainleite-Westliche Schmücke" und hat Anteile an den Naturschutzgebieten "Wipperdurchbruch" und "Wartenberg".

Saarburg-Beurig

Fläche: 162 Hektar

Bundesland: Rheinland-Pfalz

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Trier-Saarburg

Die Naturerbefläche ist Teil des Fauna-Flora-Habitat-Gebietes "Serriger Bachtal und Leuk und Saar" und liegt südöstlich von Saarburg. Von herausragender Bedeutung sind die Vorkommen der Urwaldreliktarten Juchtenkäfer, Veilchenblauer Wurzelhalsschnellkäfer und Eichenbock sowie der Großen Hufeisennase. Das früher als Standortübungsplatz der französischen Streitkräfte genutzte Gebiet ist geprägt von Offenlandbereichen, die ein vielfältiges Mosaik unterschiedlicher Biotoptypen wie Magerwiesen, verbuschte Streuobstwiesen und -brachen, Gebüschgruppen, Waldinseln, Einzelbäume und Kleingewässer aufweisen. Zudem kommen naturnahe Waldbereiche unter anderem mit Hainsimsen-Buchen-Wäldern und Eichen-(Hainbuchen)-Wäldern sowie Laich- und Aufenthaltsgewässer für die Gelbbauchunke vor. Die sich im südlichen Teil des Gebiets befindlichen Westwallstollen dienen unter anderem verschiedenen Fledermausarten als Winterquartier.

Nordoe

Fläche: 398 Hektar

Bundesland: Schleswig-Holstein

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Steinburg

Die Naturerbefläche liegt südlich von Itzehoe auf einer Geestinsel, die in der vorletzten Eiszeit durch die Aufschüttung eines Sanders entstand und Ende der letzten Eiszeit von Flugsanden und Dünen überlagert wurde. Die Binnendünenlandschaft besteht aus einem Mosaik aus Offenland und Waldflächen. Neben trockenen Sandheiden mit Heidekraut und Ginster sind offene Sandflächen, lichte Eichen-Birkenwälder, Feuchtheiden, artenreiches Grünland unterschiedlicher Feuchteausprägung sowie nährstoffarme Flachgewässer vorhanden. Die Wälder sind als lichte Heidewälder ausgeprägt. Zahlreiche bedrohte Tier- und Pflanzenarten kommen hier in teilweise landesweit bedeutsamen Beständen vor, zum Beispiel Große Moosjungfer, Heidelerche, Kammmolch sowie Kreuz- und Knoblauchkröte. Im Rahmen des EU-kofinanzierten Projektes LIFE-Aurinia wurde der Goldene Scheckenfalter erfolgreich wiederangesiedelt. Die Offenlandflächen und lichten Heidewälder werden überwiegend mit Exmoor-Ponys und Galloways, zum Teil auch mit Burenziegen beweidet. Das Gebiet liegt fast vollständig im Naturschutzgebiet und Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Binnendünen Nordoe".

Zeitzer Forst

Fläche: 855 Hektar

Bundesland: Sachsen-Anhalt

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Burgenlandkreis

Die Naturerbefläche umfasst ausgedehnte, naturnahe Laubwälder mit hohem Alt- und Totholzanteil, die im Randbereich von naturnahen Bachtälchen durchzogen werden. Die Offenlandbereiche im Nordosten des Gebietes sind durch Landreitgrasfluren und Sukzessionsflächen geprägt. Kleinflächig kommen magere Flachlandmähwiesen und trockene Heiden vor. Die Naturerbefläche liegt im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet und Vogelschutzgebiet "Zeitzer Forst".

List

Fläche: 106 Hektar

Bundesland: Schleswig-Holstein

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Nordfriesland

Die Naturerbeflächen liegen zerstreut auf der Insel Sylt und sind Teil einer ausgedehnten typischen Küstendünenlandschaft mit unter anderem unterschiedlichen Entwicklungsstadien der Dünen. Die Flächen sind fast vollständig Bestandteil des Fauna-Flora-Habitat-Gebietes "Dünen- und Heidelandschaften Nord-Sylt", des Vogelschutzgebietes "Ramsar-Gebiet S-H Wattenmeer und angrenzende Küstengebiete" sowie des Naturschutzgebiets "Nord-Sylt". Im Zentrum der Fläche liegt das Mannemorsumtal, das von einem Küstendünenkomplex aus Primärdünen, Weißdünen mit Strandhafer, Graudünen (Festliegende Küstendünen mit krautiger Vegetation) und Feuchten Dünentälern geprägt ist. Des Weiteren befinden sich kleinere Bereiche mit Dünen-Trockenrasen im Süden des Lister Kooges.

Blankensee

Fläche: 157 Hektar

Bundesland: Schleswig-Holstein

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Lübeck

Die Naturerbefläche stellt den Nordteil des Naturschutzgebiets und Fauna-Flora-Habitat-Gebietes "Grönauer Heide, Grönauer Moor und Blankensee" sowie des Vogelschutzgebietes "Grönauer Heide" dar. Die Grönauer Heide ist ein kleinstrukturierter, von Nährstoffarmut geprägter Lebensraum mit einer belegbaren Habitatkontinuität seit dem 17. Jahrhundert. Im Offenland sind die Magerrasen und Heiden sowie kleinflächig vorkommende Borstgrasrasen von besonderer Bedeutung. Gebietsprägend sind zudem zahlreiche historische Knicks und Einzelgehölze, ein weiter Teil der Fläche wird von.

Kroppen (und Naundorf)

Fläche: 169 Hektar

Bundesland: Sachsen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Meißen, Bautzen

Kiefernwälder im Alter von 20 bis 60 und von über 100 Jahren auf überwiegend mäßig nährstoffversorgten Böden dominieren die Naturerbefläche. Im Norden der Fläche befinden sich Sukzessionswälder aus Kiefer und Birke. Im Osten grenzt das Gebiet an die mäanderartig verlaufende Pulsnitz mit einer Erlen-Eschen-Weichholzaue und Flachlandmähwiesen; dieser Teil gehört zum Naturschutzgebiet, Fauna-Flora-Habitat-Gebiet und Vogelschutzgebiet "Königsbrücker Heide". Im Gebiet kommen die Grüne Keiljungfer, das Große Mausohr, Fischotter und Biber vor.

Hartmannsdorfer Forst (Hirschenstein)

Fläche: 1.932 Hektar

Bundesland: Sachsen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Zwickau, Erzgebirgskreis

Die Naturerbefläche ist ein zusammenhängendes, ausgedehntes Waldgebiet der submontanen Stufe am unteren Rand des Westerzgebirges. Sie ist überwiegend durch großflächige Fichtenbestände geprägt. Daneben kommen mosaikartig Heiden, großflächig extensiv genutztes Grünland und vereinzelte Moore vor. Die Naturerbefläche hat Anteile am Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Moorgebiet am Filzteich und Stockteich" und am Naturschutzgebiet "Heide und Moorwald am Filzteich".

Pöllwitzer Wald

Fläche: 1.893 Hektar

Bundesland: Thüringen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Greiz

Die im Naturraum Vogtland gelegene Naturerbefläche weist großflächige Fichten- und Kiefernforsten auf. Auf nährstoffärmeren, zum Teil wechselfeuchten Standorten sind trockene Heiden, Übergangs- und Schwingrasenmoore, Relikte von subkontinentalen Moorbirkenwäldern, Stillgewässer, naturnahe Fließgewässer und kleinere Buchenwaldreste zu finden. Die Naturerbefläche ist vom Fauna-Flora-Habitat-Gebiet und Vogelschutzgebiet "Pöllwitzer Wald" betroffen.

Zeithain

Synonym: Kleintrebnitz StoÜbPl

Fläche: 758 Hektar

Bundesland: Sachsen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Meißen

Birkenbeherrschte Sukzessionswälder und große Heideflächen dominieren das Gebiet. Die Naturerbefläche wurde von 1730 bis 1992 militärisch genutzt. Auf Grund der hohen Munitionsbelastung besteht ein Betretungsverbot. Die Fläche ist Bestandteil des Vogelschutzgebietes "Gohrischheide" sowie teilweise des Fauna-Flora-Habitat-Gebietes und Naturschutzgebiet "Gohrischheide und Elbniederterrasse Zeithain" und umfasst hier trockene Heiden und Dünen im Binnenland mit offenen Grasflächen. Vorkommen unter anderem von Kreuzkröte, Baumfalke, Grauammer, Heidelerche, Raubwürger, Sperbergrasmücke, Wendehals, Wiedehopf und Ziegenmelker sind belegt.

Storkow

Fläche: 454 Hektar

Bundesland: Brandenburg

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Oder-Spree

Die Flächen im nordwestlichen und nordöstlichen Umfeld des aktiven und naturschutzfachlich wertvollen Standortübungsplatzes Storkow sind waldgeprägt. Es handelt sich zum Teil um ein ausgedehntes Dünenfeld mit bewegtem Relief und armen Standorten, mit Mooren und anmoorigen Bereichen. Zudem kommen Bruchwälder, Torfmoosmoore und teilweise artenreiche Feuchtwiesenbrachen vor. Die Flächen liegen zu großen Anteilen in Naturschutzgebieten, Fauna-Flora-Habitat-Gebieten und Vogelschutzgebieten. Gebiet mit natürlichem Vorkommen von Fischadler, Kranich, Seeadler und Fischotter.

Hauptsmoor

Synonym: Bamberg

Fläche: 305 Hektar

Bundesland: Bayern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Stadt Bamberg und Bamberg

Der Hauptsmoorwald bei Bamberg zeichnet sich durch bedeutsame Vorkommen von lichten Kiefernwäldern auf Sand und offenen Sandflächen mit Pionierfluren aus. Kleinflächig kommen moorige Kleingewässer vor, mit unter anderem Gelbbauchunke, Laubfrosch und Kammmolch. Am östlichen Rand des Hauptsmoorwaldes gab es Sichtungen der Wildkatze.

Brönnhof-Bund / Brönnhof-Ganerben**

Synonym: Pfändhausen Fläche: 746 / 540 Hektar

Bundesland: Bayern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Stadt Schweinfurt, Schweinfurt und Bad Kissingen

Aufgrund ausgedehnter Laubwälder mit naturnahen Buchen- und Eichen-Hainbuchen-Wäldern sowie der Verzahnung mit Grünlandbereichen hat das großflächige unzerschnittene Gebiet einen hohen naturschutzfachlichen Wert. Im Zentrum der Fläche befinden sich die offenen Bereiche mit Magerrasen, Extensivwiesen, Brachen und Feuchtflächen. Über 1500 Pflanzen- und Tierarten konnten nachgewiesen werden (z. B. Mittelspecht, Wendehals, Halsbandschnäpper, Neuntöter, Wespenbussard, Kammmolch, Zauneidechse, Bechsteinfledermaus). Ein großer Anteil befindet sich in den Fauna-Flora-Habitat-Gebieten "Standortübungsplatz 'Brönnhof' und Umgebung" sowie "Forst Dianenslust und Stadtwald Schweinfurt".

** vorbehaltlich der Zustimmung der Ganerbenversammlung

Siegenburg

Fläche: 291 Hektar

Bundesland: Bayern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Kelheim

Rückzugsgebiet für eine Vielzahl seltener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten, insbesondere Pionierarten offener Sanddünen und lückiger Sand-Magerrasen, aber auch der Zwergstrauchheiden und lichten Kiefernwälder. Das Gebiet zählt zu den wenigen noch existierenden großflächigen Sandrasen-Komplexen in Bayern und beherbergt zahlreiche bedeutsame Arten, insbesondere der Vogelwelt (zum Beispiel Heidelerche, Ziegenmelker), aber auch gefährdete Tagfalter-, Heuschrecken- und Laufkäferarten (unter anderem Ockerbindiger Samtfalter, Blauflügelige Sandschrecke). Das Gebiet liegt beinahe vollständig im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "NATO-Übungsplatz Siegenburg".

Reisberg

Synonym: Waldheide, Krampf

Fläche: 352 Hektar

Bundesland: Baden Württemberg

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Heilbronn

Ausgedehntes Waldgebiet mit Gewässern sowie wenigen Heideflächen und Borstgrasrasen. Die Fläche hat Bedeutung als Naherholungsgebiet für die Stadt Heilbronn. Sie ist ein bedeutender Lebensraum für neun Amphibienarten, darunter Kammmolch und Gelbbauchunke und ist vollständig Bestandteil des Fauna-Flora-Habitat-Gebietes "Löwensteiner und Heilbronner Berge".

Sulzheim

Fläche: 59 Hektar

Bundesland: Bayern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Schweinfurt

Die Fläche ist offenlandgeprägt mit magerem Grünland unterschiedlicher Ausprägung und hohem Gebüschanteil. Typische Labkraut-Eichen-Hainbuchenwälder zeugen von der ehemaligen Mittelwaldbewirtschaftung, zudem kommen Birkensukzessionswälder vor. Insbesondere das eng vernetzte strukturreiche Mosaik des trockenen mageren Grünlands und der wärmeliebenden Saumgesellschaften bietet Lebensraum für eine artenreiche Insektenfauna wie zum Beispiel dem Kleinen Schlehen-Zipfelfalter oder dem Ehrenpreis-Scheckenfalter. Weitere vorkommende Arten sind zum Beispiel Hirschkäfer, Großes Mausohr, Große Bartfledermaus, Neuntöter, Raubwürger und Kiebitz. Die Fläche liegt im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Schweinfurter Becken und nördliches Steigerwaldvorland" und dem Vogelschutzgebiet "Schweinfurter Becken und nördliches Steigerwaldvorland".

Markt Nordheim

Fläche: 40 Hektar

Bundesland: Bayern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Neustadt an der Aisch – Bad Windsheim

Die mit lichten jungen Baumbeständen verzahnte Waldfläche liegt im Vogelschutzgebiet "Südlicher Steigerwald", das in diesem Raum Vorkommen von Mittelspecht, Schwarzspecht und Hohltaube aufweist. Im Umfeld des angrenzenden Fauna-Flora-Habitat-Gebietes kommt die Bechsteinfledermaus vor.

Donauwörth

Fläche: 149 Hektar

Bundesland: Bayern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Donau-Ries

Ehemaliger Standortübungsplatz mit naturnahen Waldbeständen und beweidetem Extensivgrünland am Rande der Südlichen Frankenalb. Die Buchen- und Eichen-Hainbuchenwälder sind strukturreich mit zahlreichen Alteichen, Zeugen einer ehemaligen Mittelwaldbewirtschaftung. Ein Großteil der Liegenschaft liegt im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Donauwörther Forst mit Standortübungsplatz und Harburger Karab". Vorkommende Arte sind zum Beispiel Gelbbauchunke, Laubfrosch, Ringelnatter, Bechsteinfledermaus, Mittelspecht, Schwarzspecht und Pirol.

Landsberg-Dornstetten

Fläche: 60 Hektar

Bundesland: Bayern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Landsberg am Lech

Die Fläche grenzt nördlich an den noch aktiven Standortübungsplatz. Dieser zählt zu den wertvollsten militärischen Flächen Bayerns mit Kalkmagerrasen, Extensivweiden und -wiesen sowie Kiefernbeständen und laubbaumreichen Waldbeständen. Das Gebiet ist wichtiger Lebensraum unter anderem für bemerkenswerte Heuschrecken- und Tagfalterarten der Magerrasen und Waldsäume sowie für die Heidelerche. Es befindet sich überwiegend im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Lech zwischen Hirschau und Landsberg mit Auen und Leiten" und im Vogelschutzgebiet "Mittleres Lechtal".

Hessisch Lichtenau

Fläche: 372 Hektar

Bundesland: Hessen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Werra-Meißner-Kreis

Der ehemalige Standortübungsplatz ist geprägt von Offenland mit Hecken und Gebüschsukzession. Es kommen zudem Kleinstgewässer und feuchte Niederungen sowie Laubwaldkomplexe vor. Das Gebiet liegt zum überwiegenden Anteil im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Glimmerode und Hambach bei Hessisch Lichtenau" und weist großflächige Flachland-Mähwiesen sowie Kalkmagerrasen auf. Bemerkenswert sind die Vorkommen von Neuntöter, Heidelerche, Raubwürger, Wespenbussard und Rotmilan.

Gießen

Fläche: 363 Hektar

Bundesland: Hessen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Gießen

Der ehemalige Standortübungsplatz ist großenteils durch Wald geprägt und weist auf dem Plateaubereich außerordentlich wertvolles Offenland auf. Hier finden sich nährstoffarme Lebensräume wie trockene Offenböden, Feuchtgrünland und Kleinseggengesellschaften sowie wechselfeuchte Rohböden mit Zwergbinseflora. Teile sind als Naturschutzgebiet "Hohe Warte bei Gießen" unter Schutz gestellt. Das ehemalige US-Depot beherbergt wichtige Brutgebiete für Neuntöter, Steinschmätzer, Schwarzkehlchen, Wiesenpieper und Rohrammer. Es ist Bestandteil des Vogelschutzgebietes "Wieseckaue östlich Gießen".

Lübtheener Heide

Fläche: 6280 Hektar

Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Ludwigslust-Parchim

Große Offenlandflächen mit Binnendünen und ausgedehnten Sandmagerrasen, Heiden und offenen Grasflächen inmitten von Kiefernforsten, die auf circa 80 Prozent der Fläche vorkommen, kennzeichnen den ehemaligen Truppenübungsplatz. Es handelt sich um das größte zusammenhängende Sandheide-/ Sandtrockenrasengebiet auf Flugsand in Mecklenburg-Vorpommern. Landesweit findet sich hier das bedeutendste Vorkommen des Rauhfußkauzes. Zudem kommen Ziegenmelker, Brachpieper, Heidelerche und Schwarzkehlchen vor, auch der Wolf nutzt die große unzerschnittene Fläche. Das Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Lübtheener Heide und Trebser Moor" befindet sich im Gebiet, auch große Anteile des Vogelschutzgebiets "Lübtheener Heide" sowie zu kleineren Anteilen das Biosphärenreservat "Flusslandschaft Elbe".

Eggesiner Forst

Synonym: Stallberg

Fläche: 948 Hektar

Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Vorpommern-Greifswald

Eine große, zentrale Offenlandfläche mit Silbergrasfluren und Heiden ist von Kiefernforsten umgeben. Auf dieser Fläche (sowie den angrenzenden Militärflächen Kuhlmorgen und Jägerbrück) befindet sich ein für Mecklenburg-Vorpommern bedeutendes Vorkommen von Brutpaaren des Wiedehopfs. Das Gebiet liegt überwiegend im Vogelschutzgebiet "Ueckermünder Heide".

Eggesiner Forst

Synonym: Kuhlmorgen

Fläche: 306 Hektar

Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Vorpommern-Greifswald

Das Gebiet ist durch einen großen, zentralen Offenlandbereich mit Silbergrasfluren und Heideflächen gekennzeichnet, randlich befindet sich überwiegend Kiefernwald. Es liegt zu großen Anteilen im Vogelschutzgebiet "Ueckermünder Heide".

Eggesiner Forst

Synonym: Petersmoor

Fläche: 59 Hektar

Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Vorpommern-Greifswald

Die Fläche ist dem noch aktiven Standortübungsplatz Jägerbrück vorgelagert und weist sowohl Wald- als auch kleinere Offenlandbereiche auf. Im Waldbereich dominiert die Esche, zudem kommen Birken und Kiefern zu größeren Anteilen vor. Das Gebiet liegt im Vogelschutzgebiet "Ueckermünder Heide".

Rechlin

Fläche: 1.460 Hektar

Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Mecklenburgische Seenplatte

Die unzerschnittenen und sehr abgeschiedenen Wälder grenzen an Naturerbeflächen der ersten Tranche unter anderem im Nationalpark Müritz. Im Westteil befinden sich ältere wertvolle Buchenwaldbestände (auf Sanderflächen), jedoch überwiegen Mischbestände sowie Fichten- und Kiefernforste. Innerhalb der Waldbereiche befinden sich kleine Feuchtwiesen und Sölle. Die Uferbereiche der Seen sind naturnah. Es kommen Fischotter, Seeadler, Fischadler und Kranich vor. Der östliche Teil besteht fast ausschließlich aus Nadelholzbeständen. Teile des Gebietes befinden sich Vogelschutzgebiet "Müritz-Seenland und Neustrelitzer Kleinseenplatte". Die Fläche ist stark munitionsbelastet.

Glowe

Fläche: 75 Hektar

Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Vorpommern-Rügen

Der ehemalige Ausbildungs- und Schießplatz liegt im Norden des Naturschutzgebietes "Spyckerscher See und Mittelsee" auf Rügen und umfasst in den ungenutzten Grundmoränenbereichen größere Flächen mit Sanddorn, Weißdorn, Eberesche und Wildobstarten. Teile des Gebietes sind mit Pappeln und Fichten aufgeforstet. Charakteristische Brutvogelarten der Uferbereiche sind Schilfrohrsänger und Drosselrohrsänger. In den aufgelassenen Grundmoränenbereichen sind Heckenbrüter wie Sprosser, Neuntöter, Heckenbraunelle und Grasmücken heimisch. In den Pappelpflanzungen brütet der Pirol, in den gewässernahen Gebüsch-Hochstaudenzonen der Sumpfrohrsänger. Als Nahrungsrevier wird das Gebiet von Seeadler, Fischadler, Mäusebussard, Rohrweihe, Rohrdommel und einigen Limikolenarten genutzt. Die Fläche ist Teil des Fauna-Flora-Habitat-Gebietes "Nordrügensche Boddenlandschaft".

Abtshagen

Fläche: 268 Hektar

Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Vorpommern-Rügen

Die Fläche ist Teil des Fauna-Flora-Habitat-Gebietes "Nordvorpommersche Waldlandschaft" und hat Anteile am Naturschutzgebiet "Wittenhagen". Sie weist ein Mosaik aus geophytenreichen Buchen-Eschen- und Eichenwäldern mit Feuchtbiotopen sowie eine besondere Artenvielfalt an Pflanzen- und Moosarten auf. Im Naturschutzgebiet kommt unter anderem die Hohltaube vor.

Tilzow

Synonym: Mölln-Medow

Fläche: 525 Hektar

Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Vorpommern-Rügen

Mischwaldgebiet mit zahlreichen kleinen Lichtungen zur Munitionslagerung (Westteil) beziehungsweise für Raketenstellungen (Ostteil) und Moorflächen in unterschiedlichem Erhaltungszustand. Teil des Fauna-Flora-Habitat-Gebietes "Tilzower Wald", in dem Fischotter und Kammmolch vorkommen.

Seltz

Synonym: Waldheide, Krampf

Fläche: 448 Hektar

Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Mecklenburgische Seenplatte

Das unzerschnittene Gebiet mit Buchenwäldern und Auwaldbereichen schließt südlich an den landeseigenen Golchener Forst an, die zusammen eine Waldinsel von mehr als 1000 Hektar in der ansonsten waldarmen Grundmoräne bilden. Die Wälder umrahmen ein ehemaliges Munitionsdepot der DDR-Volksmarine, das heute eine Bundeswehr-Streitkräftebasis ist. Den Südrand bildet das sehr naturnahe Goldbachtal, nach Norden zweigt das Silberbachtal in die Fläche hinein ab. Sie ist zum Teil Bestandteil des Fauna-Flora-Habitat-Gebietes "Tollense mit Seitentälern".

Ehra-Lessien

Synonym: Gifhorn

Fläche: 1100 Hektar

Bundesland: Niedersachsen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Gifhorn

In dem großflächigen, unzerschnittenen Areal kommen Kiefernforste, naturnahe Hoch-, Übergangs- und Niedermoore, Kleingewässer, kleinflächige Zwergstrauch- und Ginsterheiden, Sandmagerrasen und Silbergrasfluren vor. Insbesondere die Offenlandflächen sind Lebensraum zahlreicher geschützter Arten wie zum Beispiel Heidelerche oder Ziegenmelker. Weitere wertgebende Arten sind Wendehals, Raubwürger, Schlingnatter, Laubfrosch und Großer Schillerfalter. Die Fläche grenzt an eine VW-Versuchsanlage an und gilt als altenlastenkontaminiert.

Lübberstedt

Synonym: Muna Lübberstedt / Bremer Wald

Fläche: 403 Hektar

Bundesland: Niedersachsen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Osterholz und Cuxhaven

Das Gebiet umfasst vielfältige Biotopkomplexe in den Quelltälern der Billerbeck und des Giehler Baches mit naturnahen Wäldern, extensiv genutztem Grünland und einem Kleinstmoor sowie zahlreichen natürlichen und künstlichen Gewässern (Teiche, Sümpfe, Quellmoore, Löschwasserstellen). Vorkommende Arten sind unter anderem Großer Abendsegler, Uhu, Wespenbussard, Schwarzstorch, Schwarzspecht, Mittelspecht, Kamm- und Fadenmolch.

Herzogsberge

Synonym: Braunschweig-Cremlingen

Fläche: 127 Hektar

Bundesland: Niedersachsen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Wolfenbüttel

In die weitläufigen, extensiv genutzten mageren Grünlandflächen sind mosaikartig kleinflächige Sandmagerrasen, Offenbodenstellen, kleine Abbaugruben, Quellen, Röhrichte, Still- und Fließgewässer sowie kleinere Gehölzflächen eingestreut. Die Fläche liegt zum großen Anteil im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Wälder und Kleingewässer zwischen Mascherode und Cremlingen". Belegt sind unter anderem Vorkommen von Springfrosch und Kammmolch. Die Fläche ist Naherholungsgebiet der Stadt Braunschweig.

Leher-Wiesen

Fläche: 123 Hektar

Bundesland: Niedersachsen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Emsland

Das strukturreiche Gebiet mit vielen Feuchtgrünlandbereichen befindet sich innerhalb des Fauna-Flora-Habitat-Gebietes "Ems" sowie des Vogelschutzgebietes "Emstal von Lathen bis Papenburg", die eine hohe Bedeutung für Wiesenbrüter und Gastvögel aufweisen. Die Leher Wiesen sind wichtige Lebensräume unter anderem für Uferschnepfe, Kiebitz, Brachvogel, Rotschenkel und Bekassine. Hier werden die Grünlandbereiche extensiv bewirtschaftet sowie Vernässungsmaßnahmen durchgeführt, um den Wiesenbrüterschutz zu optimieren.

Wesendorf

Fläche: 279 Hektar

Bundesland: Niedersachsen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Gifhorn

Das Offenland des Gebietes ist geprägt von halbruderalen, blütenreichen Gras- und Staudenfluren trockener Standorte, Magerrasen unterschiedlicher Ausprägung, Sandheide, sandigen Offenbodenbereichen und Silbergrasfluren. Es hat eine herausragende Bedeutung für Schmetterlinge. So kommen hier unter anderem der Habichtskrautspinner, der Magerrasen-Perlmutterfalter und der Wegerich-Scheckenfalter vor, zudem die Zauneidechse, Heidelerche und Raubwürger. In den Waldbereichen dominieren vor allem Kiefern.

Hameln

Synonym: Waldübungsplatz Holtensen

Fläche: 124 Hektar

Bundesland: Niedersachsen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Hameln-Pyrmont

Das Waldgebiet hat einen hohen Laubwaldanteil. Es ist bereits geprägt durch Buchen, auch höheren Alters. Zudem kommen unter anderem Esche, Bergahorn und Eiche vor. Die Fläche dient als Naherholungsraum für die Stadt Hameln.

Vörden

Synonym: Feldflughafen Wittefeld

Fläche: 213 Hektar

Bundesland: Niedersachsen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Osnabrück und Vechta

Der ehemalige Flugplatz ist geprägt von strukturarmen, mageren Grünländern, Magerrasen, Gras- und Staudenfluren, Gebüschen und Waldbeständen mit Birken-Eichenwäldern, einem entwässerten Erlenbruch sowie strukturreichen Kiefernforsten mit teilweise. hohen Laubholzanteilen und Übergängen zu Pionierwäldern. Großflächige Sandmagerrasen kennzeichnen das auch avifaunistisch wertvolle Gebiet.

Schwanewede

Fläche: 460 Hektar

Bundesland: Niedersachsen / Hansestadt Bremen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Osterholz und Bremen

Ehemaliger Standortübungsplatz mit großflächigen Sandtrockenrasen, offenen Sandfluren und Sandheiden, Eichen-Birkenwäldern, Mischbeständen mit Kiefernwald, nährstoffarmen Kleingewässern und artenreichen trockenen Ruderalfluren, in dem spezialisierte, besonders gefährdete Lurche, Heuschrecken und Libellen vorkommen. In Norddeutschland befindet sich hier ein einzigartiges sehr individuenreiches Vorkommen der Großen Moosjungfer. Auch der Kammmolch ist im Gebiet vertreten. Weitere hier vorkommende Arten sind zum Beispiel Rundblättriger Sonnentau, Englischer Ginster, Hochmoor-Mosaikjungfer und Idas-Bläuling.

Wersener Heide

Fläche: 1.023 Hektar

Bundesland: Nordrhein-Westfalen / Niedersachsen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Osnabrück und Steinfurt

Der ehemalige Truppenübungsplatz/Flugplatz umfasst im westlichen und nördlichen Teil ausgedehnte Grünlandkomplexe, strukturreiche Heideflächen, offene, meist lückige Grasflächen auf Binnendünen sowie ausgedehnte Magerwiesen. Insbesondere im südlichen Teil befinden sich großflächige Waldgebiete mit lichten Kiefern- und Eichenwäldern. Weitere Biotope sind Trockengebüsche, feuchte Wälder sowie kleinere Gewässer und Röhrichte. Für das Weser- und Weser-Leine-Bergland sind die Besen- und Glocken-Heiden, Pfeifengraswiesen, Silbergras-Fluren und lückigen Sandtrockenrasen sehr bedeutsam. An Arten kommen zum Beispiel Kammmolch, Lungenenzian, Goldregenpfeifer und Kleine Binsenjungfer vor. Das Gebiet hat Anteil an mehreren Schutzgebieten (Naturschutzgebiete, Fauna-Flora-Habitat-Gebiete, Vogelschutzgebiete).

Herongen

Fläche: 158 Hektar

Bundesland: Nordrhein-Westfalen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Kleve und Viersen

Das an der niederländischen Grenze zwischen der Grooten Heide und den Naturschutzgebieten "Krickenbecker Seen" beziehungsweise "Heronger Buschberge und Wankumer Heide" liegende Gebiet ist gekennzeichnet durch magere Sandböden mit vorherrschend Kiefernforsten und Kiefernmischwäldern. Kleinflächig finden sich vor allem entlang der Sandwege offene Bereiche mit zum Teil artenreichen Sand- und Magerrasen sowie trockenen Heiden. Das Gebiet ist ein bedeutender Teilbereich des Vogelschutzgebiets "Schwalm-Nette-Platte mit Grenzwald und Meinweg". So kommen hier zum Beispiel Heidelerche, Gartenrotschwanz, Waldlaubsänger und Baumpieper vor. Bemerkenswert sind auch die Vorkommen von sieben Fledermausarten, Zauneidechse und Kreuzkröte. Die Fläche ist ein wichtiger Teil des grenzüberschreitenden Biotopverbundes.

Brenker Mark

Fläche: 225 Hektar

Bundesland: Nordrhein-Westfalen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Paderborn

Das großflächige struktur- und artenreiche Waldgebiet, in dem Eichen-Hainbuchen-Mittelwald (ehemaliger Hutewald), mittelalte Buchen- und Eichenmischwälder und Rotbuchen-Hochwald dominieren und Magergrünland eingestreut ist, ist Lebensraum für Mittel- und Kleinspecht. Im Frühjahr prägen zahlreiche Frühblüher wie Lungenkraut, Busch-Windröschen und Hohe Schlüsselblume das Gebiet. Zudem kommen wertvolle Kleingewässer vor.

Hopsten

Fläche: 180 Hektar

Bundesland: Nordrhein-Westfalen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Steinfurt

Große magere Grünlandkomplexe mit Entwicklungspotenzial zu Glatthaferwiesen und großer Bedeutung für die Avifauna. Die Fläche liegt im Wiesenvogellebensraum Breischener Bruch, Hörsteler Bruch, Uthuisen und Haxfeld. Entlang der ehemaligen Rollbahn befinden sich Brutplätze gefährdeter Vogelarten wie Feldlerche, Großer Brachvogel, Kiebitz, Rebhuhn, Schwarzkehlchen und Wachtel. Das gesamte Flugplatzareal wird von zahlreichen zum Teil bedrohten Gastvogelarten wie Kornweihe, Sumpfohreule und Raubwürger regelmäßig zur Jagd aufgesucht. Kleinflächig eingestreut in das Grünland sind Sandtrockenrasen, zum Teil mit Heide-Fragmenten.

Elmpt

Fläche: 382 Hektar

Bundesland: Nordrhein-Westfalen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Viersen

Der an der Grenze zu den Niederlanden liegende ehemalige Fliegerhorst ist durch ausgedehnte Offenlandbereiche gekennzeichnet, die die zentral gelegenen Rollbahnen umgeben. Wertvolle Biotope sind zum Beispiel Sandheiden auf Dünen, Sandtrockenrasen auf Binnendünen, trockene Heidegebiete, Silikattrockenrasen sowie Borstgrasrasen. Westlich schließt ein Waldgebiet mit trockenen Kiefernforsten und Birken-Eichenwäldern an. Außerdem kommen mehrere Kleingewässer vor. Bemerkenswerte Arten sind Heidelerche, Ziegenmelker, Zauneidechse und Schlingnatter.

Arsbeck

Fläche: 285 Hektar

Bundesland: Nordrhein-Westfalen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Heinsberg

Den südwestlichen Teil prägen Offenlandbereiche, die umgeben sind von einem Waldgürtel mit vorwiegend Eichen-Birken-Vorwald, in den einzelne Nadelgehölze und -gehölzgruppen eingestreut sind. Das Offenland besteht aus einem Mosaik aus schützenswertem Magergrünland und Heideflächen sowie stellenweise vegetationsarmen Sand- und Schotterflächen. Hier kommen unter anderem die Heide-Nelke, Kreuzblümchen und Englischer Ginster vor. Im Nordosten befinden sich etwas größere zusammenhängende Nadelholzbestände. Ein kleiner Teil der Fläche befindet sich im Naturschutzgebiet "Meinweg". Brutvögel sind unter anderem Waldschnepfe, Heidelerche, Schwarzkehlchen und Waldlaubsänger.

Coesfeld

Fläche: 100 Hektar

Bundesland: Nordrhein-Westfalen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Coesfeld

Der ehemalige Standortübungsplatz befindet sich in einer Binnendünenlandschaft, die überwiegend mit Kiefernforsten und Kiefernmischwäldern bestanden ist. Daneben kommen Feuchtheiden, Sandmagerrasen-Fragmente mit Silbergras, degenerierte Birken-Moorwälder sowie oligotrophe Kleingewässer vor. Die Fläche bietet ein großes Entwicklungspotential für hochspezialisierte Arten der Heiden, Sandmagerrasen und Moore. Bei weiterer Auflichtung der Kiefernbestände könnte eine großflächige, vegetationsarme Dünenlandschaft entstehen. Wertgebende Arten sind Uhu, Heidelerche, Schwarzspecht, Zauneidechse, Kreuzkröte und Kurzflügelige Beißschrecke.

Billiger Wald

Fläche: 96 Hektar

Bundesland: Nordrhein-Westfalen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Euskirchen

Das Gebiet umfasst einen Biotopkomplex aus naturnahen Laubwäldern (Eichen-Hainbuchen- und Eichen-Birkenwäldern), lichten krautreichen Kiefernwäldern sowie eingestreuten Heideflächen, Borstgrasrasen und Stillgewässern. Alle Biotoptypen, insbesondere die Heideflächen, zeichnen sich durch eine hohe Artenvielfalt aus. Es finden sich hier unter anderem Gemeines Kreuzblümchen sowie größere Vorkommen von Wald-Läusekraut und Geflecktem Knabenkraut. Unter den Insekten sind unter anderem der Kleine Heidegrashüpfer, der Kleine Eisvogel oder die Spanische Flagge nennenswert. Bedeutsam sind zudem die Säume und Übergänge zu den angrenzenden Laubwäldern.

Kleve-Materborn

Fläche: 103 Hektar

Bundesland: Nordrhein-Westfalen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Kleve

Die Naturerbefläche ist offenlandgeprägt mit einem wertvollen Biotopkomplex aus zumeist relativ nährstoffarmen Offenlandlebensräumen, in die Gehölzbestände und Stillgewässer eingestreut sind. Die Fläche wird von Nadelforsten und Laubmischwäldern eingerahmt. Insbesondere die Größe und Ausstattung des Magergrünlandes mit den regelmäßigen Vorkommen verschiedener Magerkeitszeiger wie Ferkelkraut, Knollen-Hahnenfuß, Vogelfuß oder Gras-Sternmiere sowie die Stillgewässer mit ihrer Ufervegetation sind von Bedeutung für den Naturschutz. Der ehemalige Standortübungsplatz ist für die vorkommenden Lebensgemeinschaften ein wichtiger Trittstein- und Verbundbiotop in einem ansonsten zumeist intensiv genutzten Umfeld und das einzige Gebiet mit Magergrünland auf der Stauchmoräne.

Borkenberge

Synonym: Haltern-Borkenberge

Fläche: 1783 Hektar

Bundesland: Nordrhein-Westfalen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Coesfeld und Recklinghausen

Großer, unzerschnittener Lebensraum der halboffenen Heide- und Moorlandschaften mit Zwergstrauchheiden und Sandtrockenrasen sowie lichten Kiefern- und Traubeneichen-Birken-Wäldern. Das Gebiet ist Teil des ehemaligen Truppenübungsplatzes Haltern. Es finden sich hier unter anderem Moorfrosch, Neuntöter, Wespenbussard, Ziegenmelker, Schwarzkehlchen, Schwarzspecht, Pirol, Kornweihe, Heidelerche, Wiesenpieper und Raubwürger. Der Kranich ist wieder als Brutvogel im Gebiet anzutreffen. Es liegt im Naturschutzgebiet "Borkenberge", im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Truppenübungsplatz Borkenberge" und im Vogelschutzgebiet "Heubachniederung, Lavesumer Bruch und Borkenberge".

Lünten

Fläche: 134 Hektar

Bundesland: Nordrhein-Westfalen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Borken

Das ehemalige Munitionsdepot ist geprägt von Kiefernwald, mit Anteilen von Eiche und Birke. Kleinflächig kommen Bruch- und Sumpfwälder vor. Das Gebiet liegt im Vogelschutzgebiet "Moore und Heiden des westlichen Münsterlandes", unter anderem sind Vorkommen des Uhus belegt.

Paderborn-Lieth

Fläche: 389 Hektar

Bundesland: Nordrhein-Westfalen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Paderborn

Die Fläche weist überwiegend Offenland auf. Teilflächen liegen im Naturschutzgebiet "Krumme Grund - Pamelsche Grund", ein tief und steil in das Kalkgestein der Paderborner Hochfläche eingeschnittenes Kerbtal. Die Hänge sind durch Magergrünland und teilweise sehr artenreiche Kalkmagerrasen gekennzeichnet. Zahlreiche Hecken und Schlehen-Weißdorngebüsche sowie einzelne Waldbereiche (Fichtenriegel, Laubwaldbestände) gliedern das Gebiet. Vorkommen von Neuntöter, Zauneidechse, Fransen-Enzian und Helm-Knabenkraut. Auf der Hochfläche gibt es ein größeres Vorkommen der Feldlerche.

Stegskopf

Synonym: Daaden, Emmerzhausen

Fläche: 1923 Hektar

Bundesland: Rheinland-Pfalz

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Altenkirchen (Westerwald) und Westerwaldkreis

Der ehemalige Truppenübungsplatz besteht aus einem einzigartigen Mosaik von Lebensräumen. Das Offenland weist unter anderem Borstgrasrasen, Pfeifengraswiesen, Berg-Mähwiesen sowie kleinflächiger Magerrasen und Heiden auf und ist durchsetzt mit einzelnen Baumgruppen und Solitärbäumen. An Feuchtlebensräumen sind vor allem die ausgedehnten Zwischenmoorkomplexe aufgrund Größe und Artausstattung bedeutsam. Die Wälder sind zum Teil naturnah (zum Beispiel Bruchwald, Bergahorn-Eschenwald, Blockschutthaldenwälder). Bemerkenswerte Arten sind unter anderem Trollblume, Wiesenpieper, Braunkehlchen, Schwarzstorch oder Wildkatze. Bestandteil des Fauna-Flora-Habitat-Gebiets "Feuchtgebiete und Heiden des Hohen Westerwaldes" sowie des Vogelschutzgebiets "Westerwald".

Speyer

Fläche: 100 Hektar

Bundesland: Rheinland-Pfalz

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Speyer, Rhein-Pfalz-Kreis

An nährstoffarme pleistozäne Flugsanddünen mit Sandrasen und zum Teil offenen Sandlebensräumen grenzen Wälder (Laubwälder, Trockenwälder) und magere Wiesen mittlerer Standorte. Die vorkommenden, gut ausgebildeten Biotope sind mosaikartig vernetzt. Die Artenvielfalt und der Anteil seltener und geschützter Arten sind hoch. In den Waldbereichen kommt der Hirschkäfer vor. Beispiele weiterer Arten sind Silbergras, Frühlings-Spark, Ziegenmelker, Wendehals und Mittelspecht. Die Fläche liegt im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Speyerer Wald und Haßlocher Wald und Schifferstädter Wiesen" und dem Vogelschutzgebiet "Speyerer Wald, Nonnenwald und Bachauen zwischen Geinsheim und Hanhofen".

Kriegsfeld

Fläche: 280 Hektar

Bundesland: Rheinland-Pfalz

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Donnersbergkreis

Das ehemalige Munitionsdepot mit zahlreichen Bunkeranlagen umfasst einen Verbund aus Buchen- und Eichenmischwäldern, in denen Teilbereiche bereits einen hohen Totholzanteil aufweisen. Die Fläche ist als Naturschutzgebiet "Wasenbacher Höhe" ausgewiesen und liegt im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Donnersberg" sowie dem Vogelschutzgebiet "Wälder westlich Kirchheimbolanden". Vorkommen von Hirschkäfer, Großem Mausohr, Mittel- und Schwarzspecht sind belegt.

Kaltenkirchen

Fläche: 459 Hektar

Bundesland: Schleswig-Holstein

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Segeberg

Großflächiger, nährstoffarmer Geestlebensraumkomplex, der unter anderem von Borstgrasrasen, Heiden, Trockenrasen und Magergrünland sowie Nadelforsten geprägt wird. Anzutreffen sind Arten wie Feldlerche, Heidelerche und Hirschsprung. Die Fläche ist Teil des Fauna-Flora-Habitat-Gebietes "Kaltenkirchener Heide".

Uetersen

Fläche: 27 Hektar

Bundesland: Schleswig-Holstein

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Pinneberg

Die Naturerbefläche befindet sich südlich des Flugfelds und ist Teil des Naturschutzgebiets und Fauna-Flora-Habitat-Gebiets "Tävsmoor/Haselauer Moor", die Übergangsstadien zwischen Niedermoor und Hochmoor mit Hochstaudenrieden, Röhrichten, Weiden- und Birkenbruchwald sowie Grünland, offene Wasserflächen und Gräben umfassen. Bemerkenswerte vorkommende Arten sind unter anderem Pirol, Kleinspecht, Moorfrosch, Erdkröte, Ringelnatter, Kreuzotter, Rosmarinheide, Moorlilie, Rundblättriger Sonnentau und Sumpfblutauge.

Slamener Heide

Fläche: 129 Hektar

Bundesland: Sachsen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Görlitz und Bautzen

Arme Kiefernwälder und großflächig zusammenhängende Kieferndickungen im Alter von 20 Jahren dominieren das Gebiet. Im zentralen Teil wird die Fläche von Hochspannungsleitungen durchzogen. Ein Teil liegt im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Spreetal und Heiden zwischen Uhyst und Spremberg" und umfasst hier Binnendünen und Trockene Heiden. Vorkommen von Wolf, Großem Mausohr und Mopsfledermaus.

Groß-Hennersdorf

Fläche: 129 Hektar

Bundesland: Sachsen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Görlitz

Die Fläche ist Teil des Fauna-Flora-Habitat-Gebietes "Basalt- und Phonolithkuppen der östlichen Oberlausitz" sowie des Naturschutzgebietes "Schönbrunner Berg". Die Basaltkuppe des Naturschutzgebietes weist überwiegend naturnahen und strukturreichen Waldmeister-Buchenwald mit zahlreichen Frühblühern wie Hohlen und Mittleren Lerchensporn, Bingelkraut und Waldmeister auf, zudem kommen Eichen-Hainbuchenwälder, Vorwälder aus Pioniergehölzen sowie Fichten- und Lärchenaufforstungen vor. Die Blockhalde am Gipfel beherbergt typische Moose und Flechten und ist von Eschen-Ahorn-Schatthangwald bedeckt. Unter anderem ist das Vorkommen von Schwarzspecht, Hohltaube und Waldlaubsänger belegt. Die übrigen Waldflächen des Gebietes dominieren Fichtenbestände.

Berge

Fläche: 1324 Hektar

Bundesland: Sachsen-Anhalt

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Altmarkkreis Salzwedel

Der ehemalige Truppenübungsplatz ist überwiegend durch Wald (Kiefernforst) gekennzeichnet. Zudem kommen eine kleinere Freifläche, wertvolle Calluna-Zwergstrauchheiden (mit teilweise hohem Flechtenreichtum), sukzessionsbedingte Pionierwälder und angelegte Kleingewässer vor. Insbesondere die Bereiche mit Calluna-Zwergstrauchheiden haben eine hohe Bedeutung für den Artenschutz (unter anderem Ziegenmelker, Heidelerche, Neuntöter). Die Fläche ist ein wichtiger Trittstein und Ergänzungsfläche zu den heidegeprägten Gebieten "Kellerberge" (Naturerbefläche der ersten Tranche) und "Altmark" (Colbitz-Letzlinger Heide).

Körbelitz

Synonym: Möckern, Außenstelle von Burg

Fläche: 639 Hektar

Bundesland: Sachsen-Anhalt

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Jerichower Land

Im Westen der Fläche befinden sich große Offenlandflächen, unter anderem mit Sandmagerrasen, die eine hohe Bedeutung für Pflanzen- und Insektenarten trocken-warmer Lebensräume haben. Im Ostteil dominieren Waldflächen. Zudem kommen im Gebiet mehrere Kleingewässer vor. Die artenreiche Avifauna umfasst beispielweise Wendehals, Heidelerche und Turteltaube. Der ehemalige Standortübungsplatz ist Trittsteinbiotop zwischen den beiden großen aktiven und naturschutzrelevanten Übungsplätzen "Altengrabow" und "Klietz".

Madel

Fläche: 722 Hektar

Bundesland: Sachsen-Anhalt

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Jerichower Land

Vielseitig strukturiertes Gebiet mit großflächig zusammenhängenden Calluna-Heiden, die von Kiefernforsten, Mischwäldern, Eichenwäldern und erlengeprägten Wäldern an feuchten Standorten umgeben sind. Naturnahe Bachläufe und Quellbereiche. Die Fläche hat eine große Bedeutung für die Avifauna – es kommen unter anderem Schwarzstorch, Schwarzspecht, Ziegenmelker, Heidelerche und Neuntöter vor – und weist eine sehr reiche Insektenfauna auf. Aufgrund der Strukturiertheit, Störungsarmut und Unzerschnittenheit sowie der Nähe zu Altengrabow ist die Fläche prädestiniert für Wolfsansiedlungen.

Tangerhütte

Synonym: Scheeren, Stendal II/III

Fläche: 690 Hektar

Bundesland: Sachsen-Anhalt

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Stendal

Die Fläche umfasst einen Teil des ehemaligen Truppenübungsplatzes, der neben Forsten auch Eichenmischwälder sowie naturnahe und totholzreiche Waldbestandteile aufweist. Außerdem kommen Pionierwälder, einige Kleingewässer, Grasfluren, Sandmagerrasen und (stark verbuschte) Calluna-Zwergstrauchheiden vor. Besonders hervorzuheben ist eine artenreiche Avifauna (zum Beispiel Ziegenmelker, Schwarzstorch, Wachtelkönig, Wanderfalke, Wiedehopf), weitere vorkommende Arten sind Kammmolch, Kreuzkröte, Kreuzotter, Zweifarbige Beißschrecke, Schwarzfleckiger Grashüpfer.

Halde Blösien

Fläche: 67 Hektar

Bundesland: Sachsen-Anhalt

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Saalekreis

Die strukturreiche alte Halde mit einem Biotopkomplex aus alten Forsten, Vorwäldern und Offenland ist Teil des Naturschutzgebietes "Bergbaufolgelandschaft Geiseltal" und grenzt an den Geiseltalsee. Sie ist bereits nutzungsfreies Prozessschutzgebiet und beherbergt eine reiche Fauna mit zum Beispiel Rotmilan, Schwarzmilan, Uhu, Pirol, Wendehals, Wechselkröte, Teichmolch und Zauneidechse. Die Halde ist insgesamt stark reliefiert und weist viele steile Böschungen sowie einige unbewachsene Schüttrippen auf, in denen der Bienenfresser brütet.

Heidberge

Synonym: Quedlinburg I

Fläche: 86 Hektar

Bundesland: Sachsen-Anhalt

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Harz

Die Fläche ist Teil des Naturschutzgebietes "Heidberg", das Kiefernforsten sowie Birken-, Winterlinden- und Robinien-Hybridpappelbestände aufweist. In Offenbereichen haben sich Schlehen-Holundergebüsche entwickelt. Zudem bilden Glatthafer-Wiesen ausgedehnte Bestände. In einem abflusslosen Hangtälchen findet sich edellaubholzreicher Mischwald. Das Naturschutzgebiet ist reich an weiteren Pflanzengesellschaften. Zu den Brutvögeln gehören unter anderem Rauchschwalbe, Heidelerche und Misteldrossel. Erwähnenswerte Fledermausarten sind Braunes Langohr, Graues Langohr sowie Fransenfledermaus.

Oranienbaumer Heide

Synonym: Alt-Jeßnitz-Raguhn

Fläche: 1.102 Hektar

Bundesland: Sachsen-Anhalt

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Anhalt-Bitterfeld und Wittenberg

Die Fläche ist im nördlichen Bereich überwiegend von (Halb-)Offenland geprägt, im Süden dominieren Forsten und teilweise schon naturnahe Wälder. Sie weist eine hohe standörtliche Heterogenität auf – von trockenen Sandebenen zu feuchten Bachauen. Das Gebiet ist eine wichtige Ergänzungsfläche zu den angrenzenden Schutzgebieten im Großraum "Oranienbaumer Heide" (Naturerbefläche der ersten Tranche) und "Muldeaue". Das Biosphärenreservat "Flusslandschaft Elbe" liegt westlich angrenzend.

Forstberg

Fläche: 328 Hektar

Bundesland: Thüringen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Unstrut-Hainich-Kreis

Das Gebiet ist vorwiegend von Grünland mit Halbtrockenrasen und mageren Flachland-Mähwiesen geprägt. Darüber hinaus kommen Teiche sowie Streuobstwiesen vor. Die zahlreichen kleineren und größeren Gewässer sind bedeutsam für die Amphibien- und Libellenreproduktion und durch einen oft kleinräumigen Wechsel von Wasserflächen, Verlandungsbereichen und feuchten Uferzonen (Röhrichte, Großseggenriede, Flutrasen) gekennzeichnet. Die Fläche liegt zum Teil im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Volkenrodaer Teiche", in dem Kammmolch, Wendehals, Braunkehlchen, Neuntöter und Sperbergrasmücke belegt sind.

Rüdigsdorf

Fläche: 98 Hektar

Bundesland: Thüringen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Nordhausen

Das Gipskarstgebiet weist einen außerordentlich hohen naturschutzfachlichen Wert auf und beherbergt bedeutende Fledermausquartiere unter anderem von Mopsfledermaus und Großem Mausohr. Des Weiteren kommen Gelbbauchunke und Neuntöter vor. Lebensraumtypen trocken-warmer Standorte wie Halbtrockenrasen und artenreiche Wiesen bilden ein Mosaik mit Gebüschen und wertvollen Buchenwaldbereichen. Die Fläche ist Teil der Naturschutzgebiete "Rüdigsdorfer Schweiz" und "Harzfelder Holz", des Fauna-Flora-Habitat-Gebietes "Rüdigsdorfer Schweiz – Harzfelder Holz – Hasenwinkel" sowie des Vogelschutzgebietes "Südharzer Gipskarst".

Jägerberg

Synonym: Voigtholz

Fläche: 52 Hektar

Bundesland: Thüringen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Jena und Saale-Holzland-Kreis

Die Fläche ist waldgeprägt und weist wertvolle orchideenreiche Buchenbestände sowie kleinflächig Schlucht- und Blockschuttwälder auf. Sie befindet sich nördlich der Stadt Jena und ihre Ausweisung als Totalreservat ist geplant.

Drosselberg

Fläche: 89 Hektar

Bundesland: Thüringen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Erfurt

Die von teilweise bereits alt- und totholzreichen Laubwaldbeständen (Eichen, Eschen und Buchen) geprägte Fläche befindet sich im Willroder Forst im Ostbereich des Standortübungsplatzes. Dieser grenzt an Erfurt und liegt im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Steiger – Willroder Forst – Werningslebener Wald" mit teilweise ausgedehnten, naturnahen Laubmischwäldern sowie im Vogelschutzgebiet "Muschelkalkhänge südöstlich Erfurt". Regelmäßig brütende Vogelarten sind hier unter anderem Mittel- und Schwarzspecht. Zudem liegen im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet Winterquartiere von Fledermausarten wie Kleine Hufeisennase und Großes Mausohr.

Günthersleben

Synonym: Gotha

Fläche: 186 Hektar

Bundesland: Thüringen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Gotha

Vielgestaltiges Biotopmosaik mit großflächigen, kontinentalen und submediterranen (Halb)Trockenrasen sowie Steppenrasen mit bemerkenswerter Artenvielfalt. Der ehemalige Standortübungsplatz ist Teil des Fauna-Flora-Habitat-Gebietes "Seeberg – Siebleber Teich", das unter anderem Lebensraum bietet für Neuntöter oder Wendehals. Diese kommen insbesondere in den offenen Bereichen der ehemaligen Steinbrüche vor, aus denen Seeberger Rätsandstein, der auch für die Errichtung der Wartburg oder des Erfurter Doms zur Anwendung kam, gewonnen wurde.

NLP Vorpommersche Boddenlandschaft

Fläche: unvermessene Meeres- und Anlandungsflächen

Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Vorpommern-Rügen

Windwatt- und Anlandungsflächen im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft.

Lavesum

Synonym: Haltern-Geisheide

Fläche: 390 Hektar

Bundesland: Nordrhein-Westfalen

Kreisfreie Stadt / Landkreis: Borken und Recklinghausen

Lebensraummosaik aus Kiefernwald, Heideflächen, Birkenbruchwald, Gewässer-, Sumpf- und Moorbereichen sowie Grünland und Standtrockenrasen. Beispiele für vorkommende Arten sind Moorfrosch, Schlingnatter, Zauneidechse, Fischotter, Neuntöter, Wespenbussard, Ziegenmelker, Großer Brachvogel, Schwarzkehlchen, Teichrohrsänger, Fischadler, Eisvogel und Pirol. Das Gebiet hat Anteile am Naturschutzgebiet "Weißes Venn - Geisheide", dem Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Weißes Venn / Geisheide" und dem Vogelschutzgebiet "Heubachniederung, Lavesumer Bruch und Borkenberge".

Fläche

* Die Flächenangaben auf dieser Seite stehen unter Vorbehalt, da eine Prüfung hinsichtlich möglicher Rechte Dritter noch nicht für alle Flächen abschließend erfolgen konnte. Dargestellt sind nur die Flächen, die von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben für das Nationale Naturerbe zur Verfügung gestellt wurden.