BMU-Förderprogramm "Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)"

Internationale Biodiversitätsprojekte

Schreiadler sitz auf einem Baumstamm

Mit dem Förderbereich "Biologische Vielfalt" fördert das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) durch die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) gezielt Projekte, die die Ziele des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD) unterstützen. Die deutsche bilaterale Zusammenarbeit mit Entwicklungs-, Schwellen- und Transformationsländern wird so in diesem Bereich weiter ausgebaut und die Umsetzung der Ziele der CBD weltweit unterstützt.

Seit dem Start der IKI im Jahr 2008 wurden bis heute mit einem Fördervolumen von über 1,2 Milliarden Euro über 280 biodiversitätsrelevante Projekte auf den Weg gebracht. Die gezielte Herstellung und Nutzung größtmöglicher Synergien zwischen Biodiversitäts- und Klimaschutz ist ein wesentliches Erfolgsmerkmal von IKI-Projekten, das übergreifend in der IKI in einer Vielzahl von Projekten Ansatz findet. Im Förderschwerpunkt "Biologische Vielfalt" orientiert sich die Projektförderungan den Zielen der CBD. Projekte des Förderschwerpunkt unterstützt die IKI die Partnerländer bei der konkreten Umsetzung der "Aichi-Ziele" des Strategischen Plans 2011-2020 der CBD und zukünftig des globalen Rahmens für die biologische Vielfalt für die Zeit nach 2020 (Global Biodiversity Framework - GBF), der die Aichi Ziele ablösen wird. Die Projekte sollen sich dabei in die Biodiversitätsstrategien der Partnerländer wirkungsvoll integrieren und bestehende, andere nationale und internationale Aktivitäten komplementär ergänzen. Finanziert werden Projekte, die in der Regel einen direkten Beitrag zur Erhaltung global bedeutsamer Ökosysteme leisten. Dies geschieht etwa in Form von Ausweisungen, Erweiterungen oder Konsolidierungen von Schutzgebietssystemen oder durch die Wiederherstellung von Lebensräumen. Dabei wird effektives, integriertes und partizipatives Management sowie neue Finanzierungs- und Nutzungsmöglichkeiten unterstützt, die die Resilienz als auch Akzeptanz in der lokalen Bevölkerung erhöhen. Gefördert werden außerdem investive Maßnahmen, Politikberatung, Technologietransfer und Forschungskooperationen die unter anderem das Ziel haben, Kapazitäten der Partner vor Ort zu stärken und die Nachhaltigkeit der Ansätze zu gewährleisten. Des Weiteren soll die IKI die Einbindung der Partnerländer in die Arbeit Arbeit des Weltbiodiversitätsrates, des internationalen wissenschaftlichen Beratungsgremiums zur biologischen Vielfalt (IPBES), unterstützen und Partnerländer befähigen, IPBES Berichten und Studien umfassen beizutragen. Die länder- und themenspezifische Auswahl der Projekte erfolgt in Abstimmung mit der bestehenden internationalen Zusammenarbeit der Bundesregierung.

Die Projekte der IKI werden teils mit den Partnern in Entwicklungs- und Schwellenländern vereinbart und teils in einem Ideenwettbewerb ausgewählt. Umgesetzt werden die Projekte von Durchführungsorganisationen des Bundes, staatlichen Organisationen, Nichtregierungsorganisationen, wissenschaftlichen Einrichtungen sowie von internationalen und multilateralen Organisationen und Einrichtungen, wie zum Beispiel Organisationen und Programmen der Vereinten Nationen.