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Vogel des Jahres: Die Feldlerche

iStock.com/Andyworks

Nach 1998 wurde die Feldlerche nun bereits zum zweiten Mal zum Vogel des Jahres gekürt. Mit einem Bestand zwischen 1,3 und 2 Millionen Revieren ist die Feldlerche zwar einer der häufigeren Vögel Deutschlands, allerdings gehen ihre Bestände zurück: Zwischen 1990 und 2015 sank die Anzahl der Feldlerchen um 38 Prozent.

Als Bodenbrüter bauen Feldlerchen ihre Nester überwiegend auf Brachen, Mäh- oder Magerwiesen. Aufgrund vermehrter großflächiger Intensivkulturen zieht die Feldlerche inzwischen öfter nur noch eine Brut auf. Wachsen auf großen Flächen Raps, Mais oder Wintergetreide, können die für die Bestandserhaltung wichtigen Zweit- und Drittbruten wegen der schnell und dicht wachsenden Vegetation nicht stattfinden. Weicht die Feldlerche dann auf offene Flächen wie Fahrspuren im Feld aus, kann sie durch Maschinen getötet oder ihr Nest von Räubern heimgesucht werden. Brachflächen werden seltener, sodass den Feldlerchen der Raum zum Brüten fehlt. Zudem schränken die zunehmende Anwendung von Pestiziden und die immer intensivere Landwirtschaft die Ernährungsmöglichkeiten für Feldlerchen ein.

Um die Feldlerchen nachhaltig zu schützen, sollten Brach- und Heideflächen sowie extensiv genutzte Weiden und Äcker erhalten bleiben.