BMU Website

Navigation

Von hier aus koennen Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:

Insekt des Jahres: Die Rostrote Mauerbiene

iStock.com/hsvrs

Die Rostrote Mauerbiene ist eine der rund 560 Wildbienenarten, die es in Deutschland gibt. Sie ist pelzig behaart, zwischen 10 und 12 Millimeter groß und erinnert an eine kleine Hummel.

Ihren wissenschaftlichen Namen "Osmia bicornis" trägt die Wildbiene aus einem guten Grund: "Bicornis" bedeutet auf Deutsch so viel wie "mit zwei Hörnern" – und die besitzt das Weibchen dieser Mauerbiene auch. Ihren Zweck erfüllen sie als Werkzeuge bei der Pollenernte. Nester baut die Rostrote Mauerbiene in vorhandenen Hohlräumen, zum Beispiel in Trockenmauern, Lehmwänden und lockerem Gestein. Dabei ist sie ungemein flexibel: Man hat ihre Nester sogar schon in Rollläden oder Schlüssellöchern nachgewiesen. Die in der Nähe des Menschen vorkommende, völlig harmlose Biene nimmt besonders gern künstliche Nisthilfen (sogenannte "Bienenhotels") an.

Bisher ist die Rostrote Mauerbiene, die unter anderem eine sehr effiziente Bestäuberin von Obstbäumen ist, nicht bedroht. Zum Insekt des Jahres wurde sie gewählt, um zum einen auf das Artensterben von Wildbienen aufmerksam zu machen und zum anderen die Bedeutung der Bestäubung hervorzuheben, die für die Nahrungsgewinnung unverzichtbar ist.