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Fisch des Jahres: Der Atlantische Lachs

iStock.com/mlharing

Sein Name verrät es bereits: Atlantische Lachse sind vorrangig im Atlantischen Ozean verbreitet. Sie können bis zu einen Meter lang und bis zu 15 Kilogramm schwer werden. Nach einem bis vier Jahren im Meer ziehen die Lachse im späten Herbst in ihre Heimatgewässer zum Laichen in europäische und nordamerikanische Flüsse hinauf. Beobachtungen haben gezeigt, dass dabei Wege von tausenden Kilometern zurückgelegt werden. Bis ins 20. Jahrhundert hinein schwammen die Lachse auch in deutsche Flüsse wie den Rhein oder die Elbe.

Der Atlantische Lachs braucht unverbaute und saubere Fließgewässer, um seinen Laich ablegen zu können und damit dieser sich entwickeln kann. Durch den technischen Ausbau der Gewässer und ihre zunehmende Abwasserbelastung schwanden geeignete Laichplätze jedoch so stark, dass Lachse zurzeit auf der Roten Liste gefährdeter Tiere in Deutschland stehen.

Die unzureichende Durchgängigkeit und die vom Menschen überformte Struktur der Gewässer erschwert die Wiederansiedlung der Lachse, in die seit 1990 viel Energie investiert wird: Fließgewässer müssen wieder durchwanderbar gemacht und Lebensräume im Fluss wiederhergestellt werden. Nur so kann der Atlantische Lachs aus seinem Lebensraum – dem Meer – in die Laichgebiete gelangen und sich wieder in ausreichender Zahl fortpflanzen.