Insektensterben

Leider ist sowohl die Gesamtmenge als auch die Artenvielfalt bei den Insekten rückläufig. Beim Insektensterben handelt sich nicht um ein lokales oder regionales Phänomen, sondern um eine bundesweite und klar belegbare Entwicklung.

Inhalt der Infografik wird in der Beschreibung erläutert

Gefährdete Insekten

- Gesamtwerk: BMU | Ameisen: dimpank/Shutterstock.com | Bienen: Aurelija Diliute/Shutterstock.com | Pflanzen/Schmetterlinge: Val Iva/Shutterstock.com | Motte, Hummel, Marienkäfer: Olga Olmix/Shutterstock.com

Die Ursachen des Insektenrückgangs sind vielfältig und insgesamt komplex. Zentrale Ursachen liegen in der mengen- und flächenmäßig hohen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln und anderen Pestiziden, dem Verlust der Strukturvielfalt mit einer Vielzahl an Blühpflanzen und der Intensivierung in der Agrarlandschaft, der Eutrophierung von Böden und Gewässern aufgrund von Nährstoffeinträgen sowie der Lichtverschmutzung in und um Siedlungen. Viele weitere Einflussfaktoren tragen darüber hinaus zum Verlust oder der Qualitätsverschlechterung von Insektenlebensräumen (unter anderem in Gewässern, Wiesen, Weiden, Äckern, Wäldern und Siedlungen) bei. Deshalb ist auch die Förderung der Wiederherstellung dieser Lebensräume in Qualität und Quantität sowie ihre Vernetzung wichtig.

Auch wenn es noch weiteren Forschungsbedarf zum Insektenrückgang gibt, sind die genannten Ursachen bereits heute wissenschaftlich hinreichend belegt. Wir wissen bereits genug über das Insektensterben, um jetzt zu handeln.

Das Bundesumweltministerium will mit dem "Aktionsprogramm Insektenschutz" das Insektensterben stoppen. Gemeinsam mit allen anderen Ressorts, den Ländern, Kommunen, Akteuren aus Wirtschaft, Forschung und der Zivilgesellschaft sowie der Unterstützung jedes Einzelnen wollen wir den Trend umkehren und die Lebensbedingungen für Insekten insgesamt deutlich verbessern.

Das "Aktionsprogramm Insektenschutz" zielt auf die zügige Umsetzung konkreter Maßnahmen. Im Juni 2018 hat sich das Bundeskabinett auf die Handlungsbereiche geeinigt, die das Aktionsprogramm Insektenschutz umfassen soll. Zum Aktionsprogramm wird im Herbst 2018 eine Phase öffentlicher Diskussion geben, unter anderem auf dem 9. Nationalen Forum zur biologischen Vielfalt am 10. Oktober 2018 in Berlin. Das Aktionsprogramm Insektenschutz selbst soll 2019 fertig sein und die Maßnahmen dann zügig in Umsetzung gebracht werden