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40 Jahre CITES

Logo des <span lang=en>Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora</span>

Ob Elfenbeinschnitzereien oder Krokodilledertaschen, Kaviar oder exotische Hölzer – viele Tier- und Pflanzenarten waren und sind begehrte Handelsobjekte und viele von diesen sind deshalb in ihrem Bestand gefährdet. Seit vierzig Jahren regelt das Artenschutzabkommen CITES den internationalen Handel mit gefährdeten frei lebenden Tieren und Pflanzen und ist seitdem zu einem der wichtigsten Instrumente für den Artenschutz geworden. Am 1. Juli 2015 gilt es, sein internationales Inkrafttreten vor 40 Jahren zu feiern.

Infografik 40 Jahre CITES

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Weltweiter Schutz für gefährdete Arten

Die zunehmende Bedrohung von Tier- und Pflanzenarten durch den internationalen Handel hatte die erste UN-Umweltkonferenz in Stockholm 1973 dazu veranlasst, ein Übereinkommen zum Schutz der Arten auszuhandeln. Dieser Schutz war dringend notwendig geworden, da bereits damals weltweit eine große Nachfrage etwa nach Pelzen, exotischen Lederwaren, Schildpatt oder Elfenbein, aber auch exotischen Lebensmitteln, Holzinstrumenten und medizinischen Produkten bestand. Der bis dahin vollkommen unregulierte internationale Handel trug maßgeblich zum Rückgang der Arten und damit zur Gefährdung von Ökosystemen bei.
Am 3. März 1973 wurde die "Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora" (CITES), in Deutsch als das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (WA) bezeichnet, beschlossen.
Dieses Abkommen, dem mittlerweile 181 Staaten beigetreten sind, regelt die Ein- und Ausfuhr von derzeit circa 5000 bedrohten Tier- und circa 29.000 Pflanzenarten.

Deutschland war einer der ersten Unterzeichnerstaaten

Deutschland ist eine der aktivsten und wichtigsten Vertragsparteien von CITES. Seit das Abkommen am 1. Juli 1975 international in Kraft getreten ist, hat Deutschland 65 Anträge zur Listung bestimmter, durch den internationalen Handel gefährdeter Arten unter CITES gestellt. Von diesen Anträgen waren 42 erfolgreich. Insgesamt wurden auf deutsche Initiative hin weit über 100 Arten in Anhang I oder II von CITES aufgenommen und somit zu ihrem Schutz bestimmten internationalen Handelsbeschränkungen unterworfen. Für Arten im Anhang I gilt ein grundsätzliches Handelsverbot. Für Arten im Anhang II ist der Handel erlaubt, sofern dieser nachhaltig ist.
Allein durch die Listung der Störe kamen 25 Arten, durch die Unterschutzstellung der südamerikanischen Frauenschuhorchideen 24 Arten, und weitere 12 Arten durch den Schutz der Scharnierschildkröten Arten hinzu.
Die letzte deutsche Listungsinitiative, die in die Listung des Heringshais 2013 mündete, stellte zusammen mit weiteren Initiativen anderer Vertragsstaaten für die Unterschutzstellung von Haiarten einen Meilenstein in der Geschichte von CITES dar. Erstmals konnten, gegen den jahrelangen Widerstand von Japan, Island und anderen traditionellen Fischereinationen, kommerziell bedeutsame marine Arten unter den Schutz von CITES gestellt werden.
Ohne die Unterschutzstellungen durch CITES wären manche Arten vermutlich bereits ausgestorben.

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