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3. März - Tag des Artenschutzes

Der Tag des Artenschutzes wird am 3. März begangen, um an die Unterzeichnung des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (nach seiner englischen Bezeichnung "CITES" genannt) am 3. März 1973 in Washington zu erinnern.

Mit diesem Abkommen ist eine Tierart wie keine zweite verbunden: Der afrikanische Elefant. Die Gier nach Elfenbein gipfelte in den 1980er Jahren in einer beispiellosen Wilderei und führte zu einem starken Rückgang der Bestände, bis schließlich die internationale Staatengemeinschaft 1990 den weltweiten kommerziellen Handel stoppte.

Dieses Verbot, das im Grundsatz bis heute in Kraft ist, erweist sich als sehr wirkungsvoll. Die Bestände im südlichen Afrika haben sich seitdem erholt, wodurch in einzelnen Gebieten bereits die Kapazitätsgrenzen der Elefantenlebensräume überschritten werden. In anderen Regionen Afrikas ist der Elefant jedoch nach wie vor stark durch Wilderei und illegalen Handel bedroht.

Die Bundesregierung fördert seit Juni 2010 das Forschungsprojekt "Ermittlung von Alter und geografischer Herkunft von Elfenbein des Afrikanischen Elefanten". Mit einer weltweit bislang einzigartigen Datenbank und einer neuen und präziseren Methode zur Altersbestimmung von Elfenbein soll künftig nachgewiesen werden, aus welchen Regionen Elfenbein stammt. Damit soll der Wilderei Einhalt geboten und gefährdete Elefanten-Populationen in Afrika besser geschützt werden. Das Projekt wird in Kooperation mit dem WWF (Deutschland), dem Internationalen Zentrum für Elfenbeinforschung (INCENTIVS) der Universität Mainz sowie der Universität Regensburg durchgeführt.

Mit dem Projekt trägt Deutschland zur Umsetzung des internationalen Aktionsplans zum Erhalt des Afrikanischen Elefanten bei.

In vielen Staaten Afrikas scheitert der Artenschutz an unzureichendem Vollzug bestehender Verbote, teilweise auch am Desinteresse der zuständigen Stellen. Dies gilt beim afrikanischen Elefanten aber auch bei anderen geschützten Tieren. Ein weiteres bisher einzigartiges Projekt zur Bekämpfung des illegalen Handels mit Wildtierfleisch im westlichen Afrika findet derzeit in Gabun, Kamerun und der Republik Kongo mit finanzieller Unterstützung des Bundesumweltministeriums statt. Die Organisationen LAGA (Last Great Ape Organization), Conservation Justice und PALF (Project on the Application of Wildlife Law) arbeiten an der Aufdeckung von Handelsbeziehungen und Handelswegen für illegal gewildertes Buschfleisch in enger Kooperation mit den örtlichen Behörden.