BMU Website

Navigation

Von hier aus koennen Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:

Der Weg zum Nachhaltigkeitsgipfel der Vereinten Nationen

Von Januar bis August 2015 fanden – zur Vorbereitung des Gipfels der Vereinten Nationen im September 2015 – im Monatsrhythmus in New York Regierungsverhandlungen zur 2030-Agenda statt. Neben dem Zielkatalog und der globalen Partnerschaft standen dort besonders die Mittel und Maßnahmen zur Umsetzung der Agenda, die Formulierung einer politischen Erklärung sowie der Präambel mit Kernbotschaften auf der Tagesordnung. Am 2. August wurde das Abschlussdokument mit dem Titel "Transforming our World: The 2030-Agenda for Sustainable Development" per Akklamation angenommen. Es liefert erstmals einen weltweit gültigen Umsetzungsplan mit konkreten Zielen für eine nachhaltige Entwicklung, der Armutsbekämpfung und Umweltbelange ausgewogen adressiert. Die wegweisende Agenda wurde beim UNO Nachhaltigkeitsgipfel am 25. September 2015 in New York von den Staats- und Regierungschefs der UNO Mitgliedstaaten feierlich verabschiedet. 

Der Prozess der zur Formulierung der Nachhaltigkeitsziele und der Verabschiedung der 2030-Agenda setzte hinsichtlich seines partizipativen Charakters neue Maßstäbe für die zwischenstaatliche Verhandlung eines internationalen Rahmenwerks. Mit zahlreichen von den Vereinten Nationen organisierten thematischen, regionalen und nationalen Treffen sowie Online-Konsultationen wurden die Positionen einer Vielzahl nichtstaatlicher Akteure aus allen Weltregionen einbezogen. Dieses partizipative Vorgehen ist für die Funktionsweise des HLPF auch in Zukunft von großer Bedeutung.

Im Juli 2015 fand in Addis Abeba, Äthiopien, die Dritte Internationale Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung statt. Die Ergebnisse der Konferenz stellen einen integralen Bestandteil der 2030-Agenda dar. 

Hintergrund

Auf dem Gipfel der Vereinten Nationen zu den Millenniumsentwicklungszielen (Millennium Development Goals, MDGs) im September 2010 stieß die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Gestaltung einer Entwicklungsagenda für die Zeit nach 2015 an. Die Konferenz der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (Rio plus 20-Konferenz) erteilte 2012 in diesem Zusammenhang unter anderem zwei Aufträge: eine offene Arbeitsgruppe sollte bis September 2014 einen Bericht mit konkreten Vorschlägen für Ziele für Nachhaltige Entwicklung vorlegen, ein Expertengremium zur Finanzierung nachhaltiger Entwicklung sollte zur gleichen Zeit über konkrete Vorschläge zu Ansätzen der Entwicklungsfinanzierung berichten. Die Rio plus 20-Konferenz beschloss, mit einer Post 2015-Agenda ein für alle Länder geltendes globales und universell anwendbares Zielsystem zu erarbeiten, das Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsaspekte zusammenfasst und somit den Rio-Prozess und den Prozess der Millenniumsziele zusammenführt. Mit dem Abschluss der zwischenstaatlichen Verhandlungen am 2. August 2015 wurde die Post 2015-Agenda in 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung umbenannt.