Mit Künstlicher Intelligenz die Umwelt schützen

Unsere Förderinitiative "KI-Leuchttürme für Umwelt, Klima, Natur und Ressourcen"

Roboterfrosch auf einem Grashalm

Künstliche Intelligenz (KI) bietet große Chancen für den Schutz von Umwelt, Klima, Ressourcen und den Erhalt der Artenvielfalt. So können KI-basierte Innovationen etwa nachhaltigen Konsum fördern, den Ausbau erneuerbarer Energien voranbringen, Plastikmüll in den Meeren aufspüren oder den Umstieg auf nachhaltige Mobilität erleichtern.

Das Bundesumweltministerium (BMU) fördert daher seit 2019 mit der Initiative "KI-Leuchttürme für Umwelt, Klima, Natur und Ressourcen" Projekte, die Künstliche Intelligenz nutzen, um ökologische Herausforderungen zu bewältigen und für eine umwelt-, klima- und naturgerechte Digitalisierung beispielgebend sind.

Erste Förderrunde brachte 28 Projekte voran

Im Rahmen der ersten Förderrunde wurden insgesamt rund 300 Ideen eingereicht und 28 Projekte mit rund 28 Millionen Euro gefördert. In zwei Förderlinien wurden Projekte verschiedener Entwicklungsstadien adressiert

Die ausgewählten Ideen zeigen die große Bandbreite und die zahlreichen Möglichkeiten von KI-Anwendungen für den Klimaschutz. Das Spektrum reicht von der intelligenten Netzbetriebssteuerung für die Energiewende über eine verbesserte Anpassung von Städten an den Klimawandel bis hin zu einem mit KI optimierten Bahnverkehr. Andere Projekte verfolgen beispielsweise die Reduzierung von Nitrat im Grundwasser oder eine verbesserte Abfallsortierung.

Zweite Förderrunde gestartet

Im Herbst 2021 ist die zweite Runde der Förderinitiative gestartet. Das Bundesumweltministerium sucht erneut Projekte mit Leuchtturmcharakter, die die Chancen von KI für Umwelt und Klima nutzen und zugleich die einhergehenden Risiken minimieren. Die zweite Förderrunde ist in zwei Schwerpunkte unterteilt:

Förderschwerpunkt 1: "KI-Innovationen für den Klimaschutz"

Im Bereich "KI-Innovationen für den Klimaschutz" unterstützt das Bundesumweltministerium Projekte, die durch KI-Anwendungen den Ausstoß von Treibhausgasemissionen mindern.

Förderschwerpunkt 2: "Ressourceneffiziente KI"

Der Schwerpunkt "Ressourceneffiziente KI" fördert gezielt Projekte, die speziell KI-Systeme selbst und ihre Infrastruktur energie- und ressourcenschonender machen.

Die Förderinitiative richtet sich an Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Unternehmen, Kommunen sowie Organisationen, wie Vereine und Verbände. Ein wichtiger Anspruch der Initiative ist es, den Transfer von der Forschung in die Praxis zu fördern. Das Bundesumweltministerium unterstützt daher vor allem Projekte, die konkrete KI-Lösungen zum Schutz von Klima, Umwelt und Ressourcen in Kooperation mit Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und der Verwaltung entwickeln. Zudem sollen alle Projekte eine eindeutig positive Umweltbilanz vorweisen. Das bedeutet, dass die positiven Effekte der KI-Anwendung auf die Umwelt größer sind, als die Strom- und Materialverbräuche für die Entwicklung und den Einsatz des KI-Systems selbst.

Wie künstliche Intelligenz beim Umweltschutz helfen kann

Staatssekretär Jochen Flasbarth beim Digitaltag

Allgemeine Informationen zur Förderinitiative

Die Förderinitiative "KI-Leuchttürme für Umwelt, Klima, Natur und Ressourcen" trägt zur Umsetzung der KI-Strategie der Bundesregierung bei. Oberstes Ziel der Strategie ist es, Deutschland und Europa zu einem führenden Standort für KI-Technologien zu machen und dabei eine verantwortungsvolle und gemeinwohlorientierte Entwicklung und Nutzung von KI voranzubringen.

Projektträgerin ist die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG), eine bundeseigene Dienstleistungs-GmbH zur Förderung von Umwelt-, Natur- und Klimaschutz. Alle Informationen zum Bewerbungsverfahren und zur Antragstellung finden Sie auf den Internetseiten der ZUG, hier rechts verlinkt.

Fünf-Punkte Programm KI

Die Förderinitiative trägt zur Umsetzung des Fünf-Punkte-Programms "Künstliche Intelligenz für Umwelt und Klima" des BMU bei. Dieses hat zum Ziel, einer nachhaltigen KI-Gestaltung und der Nutzung ihrer Chancen für Klima und Umwelt näher zu kommen.