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Vom Benziner zum Stromer: Elektrisch mobil

Nach weit mehr als 100 Jahren Entwicklungsgeschichte des Verbrennungsmotors im Straßenverkehr vollzieht sich mit der Elektromobilität eine technologische Zeitenwende im Verkehrsbereich. Die Elektrifizierung der Antriebe ist eine ganz wesentliche Stellschraube für eine zukunftsfähige Mobilität. Sie bietet die Chance, die Abhängigkeit vom Öl zu reduzieren, die Emissionen zu minimieren und die Fahrzeuge besser in ein multimodales, also verkehrsträgerübergreifendes, Verkehrssystem zu integrieren.

Elektrofahrzeuge sind alltagstauglich

Elektromobilität stellt die alltägliche Mobilität auf neue Füße. Aktuellen Analysen zufolge legen etwa 80 Prozent der Bundesbürger am Tag nicht mehr als 40 Kilometer mit dem Auto zurück. Die durchschnittliche Wegelänge bei Autofahrten beträgt 16 Kilometer. Ausschließlich elektrische betriebene Fahrzeuge haben derzeit Reichweiten von mindestens 150 bis hin zu 400 Kilometern, je nach Modell. Damit können also für einen Großteil aller Fahrten bereits heute reine Elektrofahrzeuge genutzt werden.

Trotzdem werden viele Verbraucher ein Auto bevorzugen, mit dem sie flexibel auch mal eine Langstrecke zurücklegen können, ohne unterwegs nachladen zu müssen, zum Beispiel für die Fahrt in den Urlaub. Die Lösung hierfür sind Plug-In-Hybride: Sie bewältigen als Alleskönner die Alltagsfahrten emissionsfrei im elektrischen Modus und bieten im Bedarfsfall die gewohnt hohe Reichweite. Zudem bergen technologische Weiterentwicklungen der Batterie großes Potenzial, um die Reichweite der Fahrzeuge in Zukunft noch zu erhöhen. Auch die Situation bei der Ladeinfrastruktur wird sich weiter verbessern: Schon jetzt existiert in Deutschland ein Netz von über 5800 öffentlich zugänglichen Ladepunkten, das stetig ausgebaut wird. Der Ausbau wird von der Bundesregierung mit 300 Millionen Euro unterstützt. Auch schnelles Laden wird gefördert. So können auch mit einem rein elektrischen Auto Langstrecken mit kurzem Zwischenladen beim Rasten bewältigt werden. Ohnehin stehen 70 Prozent aller deutschen PKW nachts auf einem privaten Stellplatz, in einer Garage oder unter einem Carport, wo oft schon ein ausreichender Stromanschluss vorhanden ist. Und damit nicht genug: In Zukunft werden auch immer mehr Arbeitgeber, Supermärkte, Freizeiteinrichtungen und so weiter Ladepunkte für Elektrofahrzeuge einrichten. Und: Im Notfall lässt sich ein Elektroauto auch an jeder Haushaltssteckdose laden.

Kosten von Elektrofahrzeugen

In der Anschaffung sind Elektrofahrzeuge noch nicht so günstig – vor allem die besonderen Batterien machen Elektroautos teuer. Das kann schon einige Tausend Euro Kostenunterschied ausmachen. Aber zum einen hat die Bundesregierung vor kurzem eine Kaufprämie und die Ausweitung der Steuervorteile für Elektrofahrzeuge beschlossen, um die Mehrkosten für den privaten Autokäufer zu senken. Zum anderen sind Elektrofahrzeuge im Betrieb nicht zuletzt dank ihrer hohen Effizienz deutlich günstiger als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. In vielen Anwendungsbereichen werden sie daher schon kurzfristig bei den Gesamtkosten gleichziehen oder sogar günstiger abschneiden. Forschungseinrichtungen und Unternehmen arbeiten zudem mit Hochdruck an innovativen und kostengünstigen Lösungen für die Batterie von morgen. In den kommenden Jahren können vor allem durch eine Erhöhung der Energiedichte in den Zellen sowie durch Massenproduktion die Kosten weiter gesenkt werden.

Bestand an Elektrofahrzeugen in Deutschland

Ziel der Bundesregierung ist es, dass 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen fahren. 2015 wurden 12.363 elektrisch betriebene Fahrzeuge neu zugelassen. Damit stieg der Bestand in Deutschland auf rund 25.500 Elektrofahrzeuge. Aktuelle Zahlen, auch im Vergleich mit anderen Ländern, bietet das englischsprachige EU-Portal European Alternative Fuels Observatory.