Warum überhaupt Elektromobilität?

Weltweit gibt es heute mehr als 1,3 Milliarden Kraftfahrzeuge, davon sind eine Milliarde Pkw. Diese Zahl wird voraussichtlich bis 2035 auf zwei Milliarden steigen. Das ist nicht nur für Deutschland, sondern für nahezu alle Industrie- und Schwellenländer mit großen Herausforderungen verbunden: Die verkehrsbedingten Emissionen von CO2, Luftschadstoffen und Lärm bereiten Kopfzerbrechen und die Abhängigkeit von Erdölimporten nimmt weiter zu.

Wirksame Klima- und Umweltschutzziele lassen sich nur erreichen, wenn auch der Straßenverkehr einen wesentlichen Beitrag leistet. Denn hier entsteht der Großteil der transportbedingten Kohlendioxid- (CO2-), Luftschadstoff- und Lärmbelastung. Weil jedoch viele weiterhin auf das Auto angewiesen sind, reicht es nicht aus, allein auf Verkehrsvermeidung, kurze Wege und das Fahrrad zu setzen. Der Straßenverkehr selbst muss umweltfreundlicher werden, mit weniger negativen Auswirkungen auf Klima und Gesundheit und für mehr Lebensqualität in der Stadt von morgen. Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz von Verbrennungsmotoren sind deshalb wichtig. Autos müssen aber gar nicht unbedingt mit fossilen Brennstoffen betrieben werden. Elektrofahrzeuge fahren emissionsfrei und leiser als konventionelle Fahrzeuge und sind in der Gesamtbilanz klima- und umweltfreundlicher. Schon mit dem heutigen deutschen Strommix schneiden rein elektrisch betriebene Fahrzeuge (BEV) in der Klimabilanz besser ab als Benziner und Dieselfahrzeuge. Mit Nutzung von 100 Prozent erneuerbaren Energiequellen ist ein nahezu klimaneutraler Betrieb möglich.

Und auch aufladbare Fahrzeuge mit einem Verbrennungs- und Elektromotor (Plug-In-Hybride – PHEV) haben den Vorteil, dass alle alltäglichen Strecken rein elektrisch und emissionsfrei zurückgelegt werden können, wobei auch größere Distanzen kein Problem darstellen. Mit den Fortschritten bei der Batterietechnik wird es künftig möglich sein, den elektrischen Anteil immer weiter zu vergrößern.

Das Elektromobilitätsgesetz

Mit dem unter der Federführung vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und Bundesministerium für Naturschutz, Umwelt und nukleare Sicherheit (BMU) erarbeiteten und am 12. Juni 2015 in Kraft getreten Elektromobilitäsgesetz (EmoG) wird Kommunen die Möglichkeit gegeben, elektrisch betriebenen Fahrzeugen im Straßenverkehr besondere Privilegien einzuräumen. Dazu gehören beispielsweise die Zuweisung besonderer Parkplätze an Ladestationen im öffentlichen Raum, die Verringerung oder der Erlass von Parkgebühren sowie die Ausnahme von bestimmten Zufahrtsbeschränkungen. Zur besseren Überprüfbarkeit werden die Fahrzeuge speziell gekennzeichnet (sogenanntes "E-Kennzeichen"). Die Entscheidung über Bevorrechtigungen erfolgt durch die zuständigen Behörden vor Ort. Das Elektromobilitätsgesetz ist heute wichtiger Bestandteil der Förderung des Markthochlaufs von elektrisch betriebenen Fahrzeugen durch die Bundesregierung. Mehr als 100 Städte und Kommunen nutzen aktuell die gesetzlichen Möglichkeiten der Bevorrechtigung solcher Fahrzeuge.

Paragraph 7 des Elektromobilitätsgesetzes sieht vor, dass alle drei Jahre ein gemeinsamer Fortschrittsbericht von BMVI und BMU vorgelegt wird. Der erste Bericht wurde 2018 veröffentlicht. Der Bericht zeigt, dass die Umsetzung des Elektromobilitätsgesetzes eine positive Wirkung für die Elektromobilität entfaltet.

Luftschadstoffe und Lärm: Mehr Elektroautos – mehr Lebensqualität?

Alle Fahrzeuge tragen zu Staus, Verkehrsunfällen und Flächenverbrauch bei. Elektroautos haben allerdings einen Vorteil: Sie haben keinen Auspuff. Zudem ist der Motor kaum zu hören. Wie steht es aber um die Luftschadstoffe, die nicht direkt am Fahrzeug entstehen? Und wirkt sich der leise Motor wirklich auf den Straßenlärm aus?


Effizienz und Kosten: Lohnt sich der Betrieb eines Elektroautos?

Wer heute ein rein elektrisch betriebenes Fahrzeug kauft, zahlt dafür in der Regel deutlich mehr als für ein Pendant mit Verbrennungsmotor. Das liegt in erster Linie an den Kosten für die Batterie. Lohnt sich die Anschaffung trotzdem? Die "inneren Werte" eines Elektroautos bringen Licht ins Dunkel.


Klima und Erneuerbare Energien: Ist Elektromobilität wirklich klimafreundlich?

Bei dieser Frage ist eine ganzheitliche Betrachtung wichtig. Denn für das Klima ist es – anders als bei der Frage der Luftverunreinigung – nicht relevant, wo die Treibhausgasemissionen entstehen, sondern wie groß diese insgesamt sind. Unter dem folgenden Link widmen wir uns deshalb der Gesamtbilanz, am Beispiel der Energie auf der gesamten Strecke vom Kraftwerk bis zur Ladestation.


Ressourcenbilanz: Welchen Rohstoffbedarf haben Elektroautos?

Geht es um die Umweltwirkungen von Elektromobilität, wird in erster Linie über Klimagase, Luftschadstoffe und Lärm gesprochen. Eine umfassende Umweltbilanz berücksichtigt aber auch, dass knappe Ressourcen in Anspruch genommen werden. Wie schneiden Elektrofahrzeuge eigentlich hier ab?


Strombedarf und Netze: Ist das Stromnetz fit für die Elektromobilität?

Je weiter die Verbreitung von Elektroautos fortschreitet, desto höher wird der Strombedarf im Verkehrssektor. Aber gibt es überhaupt genügend Strom aus erneuerbaren Quellen, um die Fahrzeuge klimafreundlich zu betreiben? Und ist das Stromnetz für eine große Zahl von Elektroautos gerüstet? Hier erfahren Sie mehr.


Mehr als Pkw: Der Pkw ist elektrisch – genügt das?

Elektrische Antriebe sind nicht nur eine Alternative für den Individualverkehr. Im gewerblichen Verkehr und im ÖPNV fahren immer mehr Fahrzeuge elektrisch. Und auch beim Fahrrad eröffnet der E-Motor neue Möglichkeiten.


Markt und Wettbewerb: Was bedeutet Elektromobilität für unsere Wirtschaft?

Mehr als 800.000 Beschäftigte zählt die deutsche Automobil- und Zuliefererindustrie heute. Stehen diese Arbeitsplätze vor dem Aus, wenn der Anteil der Elektroautos steigt? Ein Blick in die Zukunft zeigt: Für den Standort Deutschland bedeutet Elektromobilität Herausforderungen – und zugleich Chancen.


Förderung der Elektromobilität

Die Bundesregierung fördert Forschung, Entwicklung und Markthochlauf für Elektrofahrzeuge durch unterschiedliche Maßnahmen. Das BMU unterstützt im Rahmen des Förderprogramms Erneuerbar Mobil sowie mit der Förderung von Elektrobussen viele Projekte in ganz Deutschland.