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EU-Umgebungslärmrichtlinie

Ziel der EU-Umgebungslärmrichtlinie 2002/49/EG ist, ein europäisches Konzept festzulegen, um vorzugsweise schädliche Auswirkungen, einschließlich Belästigung, durch Umgebungslärm zu verhindern, vorzubeugen oder zu mindern. Wichtige Maßnahmen hierfür sind:

  1. Belastung durch Umgebungslärm ermitteln und anhand von Lärmkarten darstellen;
  2. Information der Öffentlichkeit über Umgebungslärm und seine Auswirkungen sicherstellen;
  3. für Belastungsbereiche Aktionspläne ausarbeiten, mit denen Lärmprobleme und Lärmauswirkungen, erforderlichenfalls einschließlich der Lärmminderung, geregelt werden.

Konkret fordert die Richtlinie die Ausarbeitung von Lärmkarten für Hauptverkehrsstraßen, Haupteisenbahnstrecken und Großflughäfen sowie für Ballungsräume. In Ballungsräumen werden zusätzliche Lärmquellen im Bereich Straßenverkehr, Schienenverkehr, Luftverkehr sowie Industrie- und Gewerbe erfasst. Zuständig für Lärmkarten und Aktionspläne sind in Deutschland die Gemeinden oder die nach Landesrecht zuständigen Behörden. An Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes ist das Eisenbahn-Bundesamt für die Ausarbeitung von Lärmkarten und seit 1. Januar 2015 für die Lärmaktionsplanung mit Maßnahmen in Bundeshoheit zuständig.

Die EU-Umgebungslärmrichtlinie soll auch als Grundlage für die Einführung von weiteren Maßnahmen der Europäischen Union zur Lärmminderung bei den wichtigsten Geräuschquellen dienen.

Umgesetzt wurde die EU-Umgebungslärmrichtlinie in Deutschland im Sechsten Teil des Bundes-Immissionsschutzgesetzes und der Verordnung über die Lärmkartierung (34. BImSchV). Die 34. BImSchV führte insbesondere die europäischen Lärmindizes LDEN (Tag-Abend-Nacht-Lärmindex für die allgemeine Belästigung) und LNight (Nacht-Lärmindex für Schlafstörungen) als Grundlage für die Ausarbeitung der Lärmkarten ein.

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