Gebäude

Mehr als 80 Prozent des Endenergieverbrauchs privater Haushalte in Deutschland werden durchschnittlich für Raumwärme (Heizung) und Warmwasser verwendet (vgl. BMWi-Energieeffizienz in Zahlen 2020). Zwar konnte im bedeutenderen Bereich Raumwärme in den letzten 10 Jahren eine Minderung des Endenergieverbrauchs erreicht werden, jedoch ist diese gemessen an unseren Klima- und Energiezielen (insb. Treibhausgasneutralität bis 2045) viel zu gering. Grund dafür ist, dass Sanierungen im Gebäudebestand zu selten und oftmals nicht mit der nötigen Konsequenz und Qualität umgesetzt werden. Noch immer sind die Wärmeverluste durch ungedämmte Wände, Fenster, Dach, Türen oder den Fußboden viel zu groß. Auch alte oder überdimensionierte und falsch eingestellte Heizkessel sowie bspw. ineffiziente Umwälzpumpen treiben den Energieverbrauch an Gas-, Öl- und Strom unnötig in die Höhe. Parallel ist zudem der Warmwasserverbrauch gestiegen und auch das Wohnflächenwachstum pro Kopf macht einen Teil der Einsparerfolge zunichte.

Zum Erreichen der mittel- und langfristigen Klima- und Energieziele in Deutschland und in der EU müssen wir vor allem deutlich mehr, schneller und umfassender sanieren. Bestandsbauten müssen umfassend ertüchtigt und auf erneuerbare, effiziente Heiztechnik wie Wärmepumpen oder grüne Wärmenetze umgerüstet werden. Dafür gibt es nun auch eine deutlich attraktivere Förderung, die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Der stetig ansteigende CO2-Preis für Wärme macht Investitionen in Energieeffizienz und Erneuerbare zudem immer wirtschaftlicher. Auch für Neubauten brauchen wir innovative, klimaneutrale und besonders energieeffiziente Standards. Zudem müssen wir auch den CO2-Fussabdruck von Baustoffen zunehmend berücksichtigen und sparsamer mit natürlichen Ressourcen umgehen. Parallel müssen die Anreize zum energiesparenden Verhalten verbessern und auf soziale Ausgeglichenheit politischer Maßnahmen achten.

Online-Energiesparchecks

HeizCheck

Der "HeizCheck" überprüft die Heizkosten und den Heizenergieverbrauch Ihres Gebäudes. Bei zu hohen Werten erhalten Sie fachlichen Rat für nächste Schritte, um Abhilfe zu schaffen.


NeubauCheck

Der Ratgeber "NeubauCheck" hilft bei der Wahl des emissionsärmsten und kostengünstigsten Heizsystems. Laien erhalten einen übersichtlichen Vergleich, der Fachmann erleichtert sich die wärmetechnische Berechnung.


WärmeCheck

Mit dem "WärmeCheck" können Sie in nur fünf Minuten überprüfen, ob der hydraulische Abgleich Ihrer Heizanlage wirtschaftlich sinnvoll ist und wie viel Heizkosten Sie dadurch einsparen können.


ThermostatCheck

Ob Ihre Heizung sparsam oder verschwenderisch ist, hängt auch von den Thermostatventilen ab. Der "ThermostatCheck" sagt Ihnen, ob diese noch dem Stand der Technik entsprechen.


ModernisierungsCheck

Der "ModernisierungsCheck" prüft die Wirtschaftlichkeit von Verbesserungsmaßnahmen an Ihrem Haus. Dabei vergleicht er die Belastung aus der Refinanzierung der Investition mit der Entlastung aus der Heizkostenersparnis.


FördermittelCheck

Der "FördermittelCheck" findet für Ihre geplanten Modernisierungsmaßnahmen die passenden Förderprogramme der Kommune, des Landes und des Bundes: So stimmt er Förderprofil und Maßnahmenprofil aufeinander ab.