Kurzinformation: Petersberger Klimadialog

Vom 2. bis 4. Mai 2010 richtet Deutschland gemeinsam mit Mexiko den "Petersberger Klimadialog" auf dem Petersberg in der Nähe von Bonn aus. 

Ziel der Konferenz ist es, vor der nächsten förmlichen Verhandlungssitzung des UN-Klimasekretariats (UNFCCC) nach Kopenhagen (ebenfalls in Bonn, 31. Mai bis 11. Juni 2010) eine politische Standortbestimmung für den weiteren UN-Prozess vorzunehmen.

Die teilnehmenden Umwelt- und Klimaschutzministerinnen und -minister werden in einem informellen Rahmen diskutieren, wie die nächsten konkreten Schritte auf dem Weg zum UN-Klimagipfel Ende dieses Jahres in Cancún (Mexiko) aussehen sollen. Ziel ist ein ambitioniertes Ergebnis in Cancún, das die Entscheidungen von Kopenhagen konkretisiert und umsetzt. Im Mittelpunkt wird deshalb die Frage stehen, wie in wichtigen Verhandlungsfragen Fortschritte erzielt werden können und welche Rolle dabei die Kopenhagen-Vereinbarung spielen kann.

Die von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel noch in Kopenhagen angekündigte Konferenz wird eine Gruppe von 45 Staaten zusammenführen, die alle wichtigen Ländergruppen repräsentiert – dabei sind geografische Verteilung ebenso berücksichtigt wie die Zugehörigkeit zu wichtigen Verhandlungsgruppen der Industrieländer, Entwicklungs- und Schwellenländer. Eine Liste der teilnehmenden Staaten wird zu Veranstaltungsbeginn bereitgestellt.

Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen wird gemeinsam mit seinem mexikanischen Amtskollegen Juan Rafael Elvira Quesada (Präsidentschaft des nächsten UN-Klimagipfels Ende 2010) Gastgeber sein und dem Dialog vorsitzen. Bundeskanzlerin Angela Merkel wird die Konferenz gemeinsam mit dem mexikanischen Präsidenten Felipe Calderón eröffnen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen bei diesem informellen Treffen in offener vertrauensvoller Atmosphäre miteinander diskutieren. In Arbeitsgruppen werden die Schlüsselthemen vertieft. Diese sind:

  • Minderung und Berichterstattung
  • Anpassung
  • Kohlenstoffmarkt
  • Finanzierung
  • Technologie
  • Verminderung der Entwaldung.

Bundesumweltminister Röttgen wird als Ko-Vorsitzender die Diskussionsergebnisse mündlich und informell festhalten - es wird keine formellen Beschlüsse geben. Die Ergebnisse der Diskussion sollen wiederum in die UN-Verhandlungen zurückgeführt werden und diese voranbringen. Gleichzeitig soll der Petersberger Klimadialog dazu beitragen, dass dezentral initiierte Initiativen für den Verhandlungsprozess nutzbar gemacht werden können, indem zum Beispiel bestimmte Kooperationsformen getestet und praktische Erfahrungen gesammelt werden.