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Kurzinfo

Nanotechnologie – Worum geht es?

Die Vorsilbe "Nano" gibt bereits einen Hinweis darauf, dass man es bei dieser Querschnittstechnologie mit äußerst kleinen Strukturen zu tun hat. Nano ist die Vorsilbe für die Maßeinheit Nanometer (nm), die ein Milliardstel von einem Meter beschreibt. Im Oktober 2011 veröffentlichte die Europäische Kommission eine Empfehlung, nach der Nanomaterialien auf eine Größe von etwa ein bis 100 Nanometern definiert werden (Ausnahmen möglich).

Um eine Vorstellung von der Größe beziehungsweise eher der Kleinheit eines Nanometers zu haben, ist es sinnvoll, Vergleiche zum menschlichen Körper herzustellen: So misst der Querschnitt eines menschlichen Haares circa 80.000 Nanometer. Kleiner sind rote Blutkörperchen im menschlichen Blutkreislauf mit einer Breite von circa 2000 bis 5000 Nanometer. Ein DNA-Strang ist circa zwei Nanometer breit. Ein Nanometer verhält sich zu einem Meter wie eine Haselnuss zur Erde.

Was aber genau verspricht diese Technologie, die oft als Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts bezeichnet wird? Sind durch sie auch Innovationen möglich, die den Umwelt- und Ressourcenschutz sichtbar nach vorne bringen?

Entscheidend ist, dass aus der Nanoskaligkeit von Stoffen neue Funktionalitäten und Eigenschaften entstehen können, zum Beispiel selbstreinigende Eigenschaften, Härte und Bruchfestigkeit, aber auch Leit- und Speicherfähigkeit. Nanomaterialien sind entsprechend zu regulieren. Ihre Anwendung findet man insbesondere in der Nahrungsmittelbranche, der Automobilindustrie, der IT-Technik, der Medizin, neuen Baustoffen, in Kleidung, sowie in Kosmetik-, Reinigungs- und Pflegeartikeln.

Warum eine gesonderte Regulierung von Nanomaterialien notwendig erscheint, kann exemplarisch für den Umweltbereich nachgelesen werden.

In der Nanotechnologie gibt es noch offene Fragen zu Chancen und Risiken für den Umwelt-, Ressourcen- und Gesundheitsschutz. Die Sicherheit der Produkte muss durch die Industrie gewährleistet werden.

Auch das BMUB setzt sich für einen verantwortungsvollen Umgang mit Nanomaterialien ein. Das Aufgabenspektrum des BMUB umfasst dabei mehrere Aufgabengebiete:

Fragen und Antworten