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Internationaler Nano-Behördendialog

Beim jährlich stattfindenden "Internationalen Nano-Behördendialog" diskutieren Umwelt-, Gesundheits- und Arbeitsschutzbehörden sowie Industrie, Wissenschaft und NGOs aus Deutschland, Österreich, Luxemburg, Liechtenstein und der Schweiz über aktuelle Themen rund um die Nano-Governance.

12. Internationaler Nano-Behördendialog

Am 7. und 8. Juni 2018 fand auf Einladung Deutschlands der "12. Internationale Nano-Behördendialog" statt. Wie auch in den letzten Jahren standen die Bewertung des Sachstandes zur Regulierung von Nanomaterialien und die Ableitung von Empfehlung zur Verbesserung (der Umsetzung) europäischer und nationaler Regelungen im Zentrum des Austausches. Die gemeinsam getragenen Ergebnisse und Empfehlungen sind eine Grundlage für weitere Diskussionen zum regulatorischen Handlungsbedarf und wurden in einer sogenannten "Roadmap 2025" dokumentiert. Der erste Entwurf dieser Roadmap aus dem Jahr 2015 wurde und wird über die Jahre fortgeschrieben, um eine Konkretisierung und Koordinierung von Maßnahmen und Aktivitäten der Teilnahmeländer zu unterstützen. Erstmalig wurde beim "12. Internationalen Nano-Behördendialog" die Frage nach der Regulation von neuartigen Materialien, den sogenannten "advanced materials" behandelt sowie deren Aufnahme in die "Roadmap 2025" erörtert.

Der seit 2006 geführte "Internationale Nano-Behördendialog" ist ein Element der engen Kooperation zwischen den Ländern Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg, Österreich und der Schweiz. Diese Kooperation hat zum Ziel, die Entwicklungen im Bereich der Nanotechnologien zu beobachten, zu reflektieren und gegebenenfalls durch Aktivitäten der Stakeholder in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung zu unterstützen. Hierzu gehört auch die konsensuale Feststellung bestehender Defizite sowie die Ableitung eines zu deren Behebung notwendigen Handlungsbedarfes. 

Nach der letztjährigen Veranstaltung in Wien haben sich die Vertreterinnen und Vertreter der Behörden auf die "Wiener Erklärung" - Schlussfolgerungen und Empfehlungen nach dem 11. "Internationalen Nano-Behördendialog" verständigt und diese im Juni 2017 gemeinsam beim Europäischen Rat eingebracht. Auch in 2018 wurde eine "Berliner Erklärung" durch die teilnehmenden Behörden erarbeitet, die in den Rat eingebracht werden soll.