EU-Höchstgehalte für Blei in Lebensmitteln

Zubereitung von Obst und Gemüse

Am 10. August 2021 wurde nach etwa vierjähriger Expertenberatung die "Verordnung (EU) 2021/1317 der Kommission vom 9. August 2021 zur Änderung der Verordnung (EG) Nummer 1881/2006 bezüglich der Höchstgehalte für Blei in bestimmten Lebensmitteln" im EU-Amtsblatt veröffentlicht. Die neuen Höchstgehalte gelten EU-weit seit dem 30. August 2021. Die im Anhang aufgeführten Lebensmittel, die vor Inkrafttreten dieser Verordnung rechtmäßig in Verkehr gebracht wurden, dürfen bis zum 28. Februar 2022 in Verkehr bleiben. Im Zuge der Änderung dieser Höchstgehalte für Blei in Lebensmitteln wurden die zu erreichenden Mindest-Bestimmungsgrenzen (Limit of Quantification, LOQ) in der Verordnung (EG) Nr. 333/2007 hinsichtlich der erforderlichen Anzahl der Einzelproben und der Leistungskriterien für bestimmte Analysemethoden angepasst.

Die Änderung der europäischen Höchstgehaltregelung für gesundheitsschädliches Blei in Lebensmitteln ist eine weitere Verbesserung des europäischen Verbraucherschutzes. Hierzu zählen unter anderem die Absenkung des Höchstgehalts für Blei in Säuglingsanfangsnahrung, Folgenahrung, Kleinkindnahrung und Beikost um 60 Prozent sowie für Getränke für Säuglinge und Kleinkinder um 30 bis 60 Prozent. Dadurch wird für diese gegenüber Kontaminanten als sehr empfindlich geltenden Bevölkerungsgruppen ein höheres Schutzniveau gewährleistet. Weiterhin wurde erstmals unter anderem ein Höchstgehalt für Blei in Salz und Gewürzen festgesetzt. Die Änderung der europäischen Höchstgehaltregelung gilt sowohl für die gesamte Europäische Union als auch für Importwaren aus Drittstaaten.