https://www.bmu.de/FB1991
Grundwasser-, Gewässer-, Boden- und Meeresschutz

Verminderung der Nitratbelastung des Grundwassers

Projektlaufzeit
08.2012 - 10.2015

Forschungskennzahl
3712 23250

Der gute chemische Zustand des Grundwassers nach EU-Wasserrahmenrichtlinie wird zum Ende des ersten Bewirtschaftungszyklus (Ende 2015) in circa 36 Prozent der Grundwasserkörper Deutschlands verfehlt, wobei in der Mehrzahl der betroffenen Grundwasserkörper die Nitratbelastung ein Problem darstellt. Für diese Grundwasserkörper wurden von den Bundesländern Maßnahmenprogramme entwickelt. Zudem wurden Ausnahmeregelungen (Fristverlängerungen bis zur Erreichung des guten Zustandes) in Anspruch genommen. Im zweiten Bewirtschaftungszeitraum (bis Ende 2021) sind die Mitgliedstaaten der EU weiterhin aufgefordert, den guten Zustand zu erreichen und die eingeleiteten Maßnahmen fortzusetzen und ggf. durch zusätzliche Maßnahmen zu ergänzen. Vor dem Hintergrund zu erwartender Nachfragen der EU-Kommission über die Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie und der EU-Wasserrahmenrichtlinie in Deutschland wurden in diesem Vorhaben für alle Grundwasserkörper, bei denen der gute chemische Zustand aufgrund der Nitratbelastung bis Ende 2015 vermutlich nicht erreicht wird, Fakten und Hintergrundinformationen zusammengestellt sowie die Gründe für die Zielverfehlung analysiert. Hierzu wurden von den Bundesländern Informationen zu verschiedenen Schlüsselfragen eingeholt, die Aussagen über die konkreten Zielvorgaben, die hydrogeologischen Randbedingungen und die Wirksamkeit der Maßnahmenprogramme erlauben. In diesem Zusammenhang wurden bundesweite GWK-bezogene Auswertungen vorgenommen und Übersichtskarten erstellt. Obwohl die Vorgehensweise hierbei nicht in allen Bundesländern gleich war, wurden bereits regionale Unterschiede und mögliche Vorranggebiete für ergänzende Maßnahmenprogramme (Hot-Spot-Gebiete) erkennbar. Zur Gewährleistung einer länderübergreifenden Vergleichbarkeit wird der Aufbau einer bundesweit konsistenten Dokumentationsmethode und die Einführung bzw. kontinuierliche Weiterführung eines einheitlichen Bezugszeitraums empfohlen. Dies wird als Voraussetzung angesehen, um auf bundesweit konsistenter Grundlage Entwicklungen bei der Zielerreichung im zweiten Bewirtschaftungszeitraum (bis Ende 2021) zu dokumentieren.