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Grundwasser-, Gewässer-, Boden- und Meeresschutz

Strategie zur Implementierung der neuen Umweltqualitätsnormen für prioritäre Stoffe in Fischen (Richtlinie 2013/39/EU)

Projektlaufzeit
06.2015 - 11.2018

Forschungskennzahl
3715 22 200

Im Rahmen dieses Forschungsvorhabens wurden Empfehlungen zum Stoffmonitoring in Fisch nach Wasserrahmenrichtlinie auf ihre Praxistauglichkeit geprüft. Dazu wurden 2016 und 2017 gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus den Bundesländern in vier Flüssen (Weser, Elbe, Unterhavel, Mosel), einem Küstengewässer (Oderhaff) und im Starnberger See jeweils drei verschiedene Fischspezies (Döbel, Rotauge, Brasse, renke, Flussbarsch) unterschiedlicher Länge beprobt, deren biometrische Daten wie Gewicht, Länge, Alter erfasst und Mischproben von Filet und Restfisch getrennt auf prioritäre Stoffe untersucht.

Die Untersuchungen zeigen, dass sich geeignete Fischarten im gewünschten Alter von drei bis vier Jahren und in ausreichender Stückzahl fangen lassen, wobei die Ableitung standortspezifischer Längen- und Altersbeziehungen empfohlen wird. Im Rahmen dieses Projekts wurden Schadstoffkonzentrationen sowohl in Filet- als auch in Ganzfischproben (berechnet aus Filet- und Restfischproben) bestimmt, so dass Umrechnungsfaktoren beziehungsweise -gleichungen gemäß dem Konzept von Bevelhimer et al. (1997) abgeleitet werden konnten. Eine Normalisierung der Konzentrationen auf einen einheitlichen Fettgehalt, eine einheitliche Trockenmasse oder einheitliche Trophiestufe kann für den räumlichen oder zeitlichen Vergleich von Standorten sinnvoll sein. Für die Überprüfung des Einhaltens einer UQN erscheint es aber sinnvoller, keine Normalisierung vorzunehmen.