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Sicherheit in der Kerntechnik

Sicherheits- und Risikofragen im Nachgang zu den nuklearen Stör- und Unfällen in Japan

Projektlaufzeit
09.2011 - 03.2015

Forschungskennzeichen
UM11 R 01560

Im Nachgang zu den Reaktorunfällen in Japan führte die Gesellschaft für Anlagen und Reaktorsicherheit (GRS) gGmbH Untersuchungen zum Unfallablauf durch. Dabei wurden zum einen die Ereignisse in den betroffenen Kraftwerksblöcken unter verschiedenen Gesichtspunkten analysiert, und zum anderen die Übertragbarkeit der Erkenntnisse auf deutsche Anlagen geprüft, um gegebenenfalls Empfehlungen zu sicherheitstechnischen Verbesserungen auszusprechen.

Die Unfallabläufe im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi wurden anhand aller verfügbaren Informationen möglichst detailliert nachvollzogen. Durch thermohydraulische Analysen mit Hilfe des GRS-Codesystems ATHLET-CD/COCOSYS, die sich auf die Vorgänge in den Blöcken zwei und drei konzentrierten, konnten jeweils zusätzliche Einblicke zum Beispiel hinsichtlich der Kernzerstörung und der Zustände im Sicherheitsbehälter während der ersten Tage des Unfallablaufs gewonnen werden. Vertiefte Untersuchungen wurden aber auch zu Themenfeldern wie naturbedingte Einwirkungen von außen, elektrische Energieversorgung oder organisatorische Maßnahmen durchgeführt. Darüber hinaus erfolgten weiterführende methodische Untersuchungen zu weiteren, mit den Unfällen im Zusammenhang stehenden Themen. Durch eine detaillierte Analyse der entsprechenden Daten aus den Ereignissen in Japan wurde die Basis für die vertiefte Prüfung der Übertragbarkeit auf deutsche Anlagen gelegt. Es konnte festgestellt werden, dass eine Umsetzung der meisten aus dem Vorhaben gewonnenen Erkenntnisse bereits im Rahmen der GRS-Weiterleitungsnachricht 2012/02 angestoßen wurde. Weitere Erkenntnisse wurden dem BMUB kommuniziert und in die relevanten kerntechnischen Gremien, zum Beispiel Kerntechnischer Ausschuss (KTA) oder Reaktorsicherheitskommission (RSK), eingebracht.