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Umwelt und Gesundheit

Klimawandel und Allergien

Projektlaufzeit
11.2010 - 07.2014

Forschungskennzahl
3710 61 228

Allergien stellen sowohl in Deutschland als auch weltweit angesichts des stattfindenden Klimawandels ein zunehmendes gesundheitliches Problem dar, weil sich die geographische Ausbreitung allergener Pflanzen verändert.

Im Rahmen des Aufbaus eines Monitoring-Systems zur frühzeitigen Erfassung Klimawandel-bedingter Veränderungen von Häufigkeit und/oder Stärke Pollen-assoziierter Allergien der Atemwege wurden Allergie-Patienten aus zwei Bundesländern mit unterschiedlichem Regionalklima, konkret NRW und Bayern, auf Sensibilisierungen gegen (a) Ambrosia, (b) Olive sowie (c) Birke, Beifuß und Esche untersucht. Die Sensibilisierungsdaten wurden mit regionalen Pollendaten und, sofern vorhanden, mit regionalen Bestandsdaten zu Ambrosia, Olive, Birke, Beifuß und Esche verglichen.

Die Ausbreitung von Ambrosia und insbesondere Olive könnte ein zeitnahes Auftreten allergischer Beschwerden zur Folge haben. Ein flächendeckendes Monitoring-System zur frühzeitigen Erfassung Klimawandel-assoziierter Veränderungen im Allergen- und Sensibilisierungsspektrum könnte sowohl in der Prävention als auch in der Diagnostik und der sich anschließenden Behandlung hilfreich sein. Eine mögliche Präventionsmaßnahme ist das Vermeiden allergener Pflanzen im öffentlichen Raum. Um den Leidensdruck der Betroffenen zu lindern, können verschiedene Maßnahmen ergriffen werden: a) die Diagnostik durch Bereitstellung neuer Testsubstanzen erweitern, b) spezifische therapeutische Immuntherapien entwickeln.