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Grundwasser-, Gewässer-, Boden- und Meeresschutz

Gewässerzustand 2010, Maßnahmeprogramme zur Wasserrahmenrichtlinie sowie Handlungserfordernisse des Bundes

Projektlaufzeit
12.2011 - 12.2011

Forschungskennzahl
3709 22 202

Ziel des Vorhabens war es, die bedeutsamen Elemente der Bewirtschaftungs- und Maßnahmenpläne aus den 10 deutschen Flussgebietseinheiten zusammen zu fassen und einen bundesweiten Überblick über die Gewässersituation in Deutschland zu geben. Dazu entstand auch eine Broschüre für die interessierte Fachöffentlichkeit. Darüber hinaus konnten Empfehlungen zum Harmonisierungsbedarf für die Gewässerbewirtschaftung gegeben werden.

Relevante Ergebnisse in Hinsicht auf die weitere Bewirtschaftung der Gewässer sind:

  • Schwerpunkte für die zukünftige Gewässerschutzpolitik sind Landwirtschaft, Energiegewinnung und Verkehrspolitik (Schifffahrt). Zudem wird der Klimawandel eine immer größere Rolle bei der Bewirtschaftung der Gewässer spielen.
  • Zukünftig sollte noch stärker als bisher ein effektiverer Gewässerschutz in den Agrarumweltmaßnahmen verankert werden.
  • Ein signifikantes Problem ist die mangelnde Verfügbarkeit von Flächen für Natur- und Gewässerschutz.
  • Die Einschätzung des chemischen Zustands muss zukünftig an den Anforderungen der neuen Tochterrichtlinie "Umweltqualitätsnormen" der Wasserrahmenrichtlinie ausgerichtet sein. Dies wurde bisher noch nicht in allen Flussgebieten umgesetzt.
  • Notwendig ist die Weiterentwicklung von Methoden zur Ermittlung und Bewertung von kosteneffizienten Maßnahmen, außerdem einfache und praktikable Verfahren für die Berücksichtigung von Umwelt- und Ressourcenkosten.
  • Eine Schlüsselrolle für die Erreichung der ökologischen Ziele spielt der Ausgleich der unterschiedlichen Nutzerinteressen, der mit den herkömmlichen Instrumenten allein nicht zu erzielen ist.