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Umwelt und Gesundheit

Erarbeitung eines OECD Guidance Dokuments zur Anwendung der OECD Prüfrichtlinie 236 Akuter Fischembryotoxizitätstest (FET) als Tierersatzmethode

Projektlaufzeit
09.2015 - 03.2018

Forschungskennzahl
3715 67 4190

Im Juli 2013 wurde der validierte akute Fischembryotoxizitätstest als OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung)- Prüfrichtlinie 236 mit dem Titel "Fish Embryo Acute Toxicity (FET) Test" verabschiedet. Nicht selbständig fressende Entwicklungsstadien des Zebrabärblings (Danio rerio) bis zu einem Alter von 5 Tagen fallen nicht unter den Schutz von Organsimen im Sinne der gültigen EU Richtlinie 2010/63/EU zum Schutz der für wissenschaftliche Zwecke verwendeten Tiere. Daher ist der Fischembryotest (FET) das erste vollständig validierte und standardisierte Alternativverfahren innerhalb des OECD Prüfrichtlinienprogramms im Bereich der Ökotoxikologie. Seit seiner Akzeptanz durch die OECD im Jahr 2013 wird die praktische Anwendbarkeit des Fischembryotoxizitätstests immer wieder kontrovers diskutiert: (1) hinsichtlich der vermuteten, potentiellen Barrierefunktion des Chorions sowie (2) der kaum untersuchten Biotransformationskapazität junger Entwicklungsstadien des Zebrabärblings. Beide Aspekte werden im Vorhaben umfassend diskutiert. Zur Anwendbarkeit des Fischembryotests zum Beispiel im Rahmen der REACH-Richtlinien der EU wurde die Eignung des FET intensiv diskutiert. Die publizierte Analyse des FET-Protokolls und die zugrundeliegende FET/AFT-Datenbank durch ECHA wird daher in der vorliegenden Studie kritisch beleuchtet. Schließlich wird die Eignung des Fischembryotests zur Integration in die laufende OECD-Aktivitäten wie das Projekt Nummer 2.54 ("Guidance Document on an Integrated Approach on Testing and Assessment for Fish Acute Toxicity Testing") diskutiert.