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Naturschutz

Entwicklung von naturschutzfachlichen Zielen und Orientierungswerten für die planerische Umsetzung der doppelten Innenentwicklung

Projektlaufzeit
09.2013 - 10.2015

Forschungskennzahl
3513 82 0500

Die Siedlungsentwicklung hat weitreichende Auswirkungen auf Natur und Landschaft. Durch eine Wiedernutzung von Flächen im Innenbereich, kann die freie Landschaft entlastet werden.

Damit wird das Ziel die Flächenneuinanspruchnahmen auf 30 Hektar pro Tag zu reduzieren unterstützt. Eine bauliche Nachverdichtung darf jedoch nicht zu Lasten von städtischen Grünstrukturen und deren Leistungen für den Menschen (lokalklimatische Ausgleichsfunktion, Erholungsfunktion, Naturerfahrung) geschehen. In unseren Städten ist eine Innenentwicklung im doppelten Sinne – eine maßvolle bauliche Nachverdichtung und die qualitative und quantitative Entwicklung von Grünstrukturen erforderlich. Nur dann ist das Prinzip "Innen vor Außen" erfolgreich im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung zu werten.

Mit dem vorliegenden Forschungsbericht wird das Prinzip der "doppelten Innenentwicklung" fachlich untersetzt und für die kommunale Praxis aufbereitet. Den zuständigen Akteuren der Stadtentwicklung in den Kommunen und Planungseinrichtungen werden hilfreiche Informationen und Empfehlungen an die Hand zu gegeben. Diese unterstützen die notwendigen Bemühungen, das Prinzip und Leitbild der doppelten Innenentwicklung in Stadtentwicklungsstrategien, informelle Konzepte sowie formelle Planungsinstrumente zu integrieren und letztlich in die Praxis umzusetzen.