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Internationaler Kohlenstoffmarkt

Einbeziehung von wenig entwickelten Ländern (Least Developed Countries - LDCs) Afrikas in den globalen Kohlenstoffmarkt

Projektlaufzeit
10.2010 - 10.2012

Forschungskennzeichen
UM10 41 916

Das Kyoto-Protokoll sieht Marktmechanismen für die Erreichung der Klimaschutzziele der Industrieländer vor. Der wichtigste Mechanismus ist der Clean Development Mechanism (CDM). Er regelt die Zusammenarbeit der Industrieländer mit den Entwicklungsländern. Der CDM ist für beide Seiten von Nutzen: Industrieländer mindern Treibhausgasemissionen in Entwicklungsländern und erhalten dafür kostengünstige Zertifikate, die sie auf ihre Minderungsziele anrechnen können. Im Gegenzug erhalten die Entwicklungsländer durch klimafreundliche Investitionen einen Beitrag zu ihrer nachhaltigen Entwicklung und Zugang zu innovativen Technologien.
 
In den vergangenen Jahren hat der CDM erfolgreich Investitionen vor allem in Schwellenländern mobilisiert. In Afrika blieb der Erfolg des CDM allerdings begrenzt: nur zwei Prozent der CDM-Projekte werden hier durchgeführt -  und zwar trotz eines relativen Anwachsens der Nachfrage nach CDM-Zertifikaten (Certified Emission Reductions – CERs) aus Projekten in Afrika, nicht zuletzt durch die Bevorzugung von CERs aus Least Developed Countries (LCDs) durch die EU und die vereinfachten CDM-Verfahren für Mikroprojekte und Länder mit weniger als zehn registrierten CDM-Projekten.
 
Vor diesem Hintergrund hat das BMU 2010 ein zweijähriges Vorhaben zur Forschung und Entwicklung in Auftrag gegeben, das die Möglichkeiten für eine bessere Integration afrikanischer LDCs in den Kohlenstoffmarkt untersucht hat. Die Arbeiten umfassten eine Potentialerhebung, Barriereanalysen und die Sondierung von Lösungsansätzen, die jenseits des traditionellen Capacity Building ansetzen.