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Stoffliche Risiken

Bewertung der chronischen Toxizität/Kanzerogenität ausgewählter Nanomaterialien und Histopatologische Untersuchung von Proben aus einer Langzeitinhalationsstudie

Projektlaufzeit
11.2012 - 09.2018

Forschungskennzeichen
3712 61 206 und UM16 66 203

Unter der Schirmherrschaft und finanziellen Beteiligung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit wurde die Inhalationstoxizität eines ausgewählten Nanomaterials bei langandauerndem Einatmen niedriger Konzentrationen erforscht. Die Versuche erfolgten mit dem für die Umwelt relevanten nano-Cerdioxid an der Ratte. Es sollte nicht nur die Wirkung auf die Lunge untersucht werden, sondern auch überprüft werden, ob sich das Nanomaterial außer in der Lunge auch in anderen Organen wiederfindet und ob dort gegebenenfalls behandlungsbedingte Effekte auftreten. Ein Teilprojekt dieses umfangreichen Kooperationsprojektes zwischen der BASF und den Bundesoberbehörden Umweltbundesamt, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin sowie Bundesinstitut für Risikobewertung befasste sich mit der Frage, ob es unter den gewählten Versuchsbedingungen in der Lunge zur Tumorbildung oder zu entzündlichen Veränderungen kommen würde. Im Ergebnis wurde gezeigt, dass die langandauernde Inhalation von Nano-Cerdioxid bei Ratten bei allen eingesetzten Konzentrationen (auch schon bei 0,1 mg/m3)zu chronischer Lungenentzündung führt, wobei die Entzündung umso stärker ausgeprägt war, je höher die Belastung war. Trotz Vorliegens einer Entzündung in allen untersuchten Dosisgruppen wurden keine behandlungsbedingten Lungentumore nachgewiesen. Nano-Cerdioxid erwies sich im Versuch an der Ratte bis zur höchsten getesteten Dosis von 3 mg/m3 als nicht krebserregend.