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Polen | 2008 - 2013 | Umweltinnovationsprogramm Ausland | Förderung

Modernisierung eines Fernwärmesystems in der Stadt Zgorzelec

Das Heizwerk des Fernwärmeversorgers "Zgorzeleckie Przedsiębiorstwo Energetyki Cieplnej w Zgorzelcu Sp. z.o.o." ist die größte Feinstaubemissionsquelle in Zgorzelec und liegt nur etwa 700 Meter von der Grenze zu Görlitz entfernt. Im Jahr 2010 wurde in Görlitz an 48 Tagen die Feinstaubkonzentration von 50 Milligramm je Kubikmeter Luft überschritten. Zulässig nach der europäischen Richtlinie 1999/30/EG sind 35 Tage. Eine Analyse der Feinstaubquellen kam zu dem Ergebnis, dass nur 9 Prozent der Emissionsquellen in Görlitz selbst liegen.

Projektdauer

07/2008 - 01/2013

Förderjahr

2008

Land

Polen

Fördersumme

3.089.236,98 Euro

Kooperationspartner

Ministerium für Umwelt der Republik Polen

Kontakt

Zgorzelec

Fördernehmer

Zgorzeleckie Przedsiebiorstwo Energetyki Cieplnej w Zgorzelcu Sp. z.o.o.

Im Zuge der Beitrittsverhandlungen vereinbarten die Europäische Union und die Republik Polen Übergangsfristen für die Übernahme der EU-Umweltstandards bis 2016. Ziel des Vorhabens war es, die Feinstaubemissionen des Fernwärmeheizwerks in Zgorzelec früher und weiter als nach den EU-Übergangsfristen gefordert zu reduzieren. So wurde die Entstaubungsanlage im Fernwärmeheizwerk in Zgorzelec durch moderne Elektrofilter ersetzt. Nach Messungen mit der neuen Entstaubungsanlage kann der Emissionsgrenzwert von 20 Milligramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft nach der deutschen Technischen Anleitung Luft eingehalten werden. Damit werden in dem mit Braunkohlestaub gefeuerten Heizwerk etwa 90 Prozent der Staubemissionen vermieden. Durch eine Nachrüstung der Kessel des Heizwerks mit Einrichtungen zur Betriebsautomatisierung soll die Emissionsminderung dauerhaft eingehalten werden können.

Ein weiterer Umweltschutzeffekt wurde in Zgorzelec durch die Optimierung des Fernwärmesystems erzielt. Dies erfolgte durch energiesparende Umwälzpumpen, den Zusammenschluss von Fernwärme-Teilnetzen, den bedarfsweise wechselnden Einsatz des Braunkohlekessels oder eines vorhandenen modernen Gaskessels sowie die Schaffung technischer Voraussetzungen für den Anschluss neuer Fernwärmeabnehmer bei gleichzeitiger Stilllegung veralteter Steinkohlefeuerungsanlagen. Einsparungen von Betriebsstrom (etwa 25 Prozent) und Brennstoff (Braunkohlenstaub, etwa 15 Prozent) können Kohlendioxid-Emissionen von etwa 16 Prozent vermeiden. Die Optimierung des Fernwärmenetzes soll auch einen späteren grenzüberschreitenden Zusammenschlusses der Fernwärmenetze von Zgorzelec und Görlitz ermöglichen.

Schließlich wurden in den von der Erneuerung des Fernwärmesystems betroffenen Häusern moderne Wärmeübergabestationen installiert. Dies entspricht dem heutigen Stand der Technik beim Neubau von Fernwärmenetzen in Deutschland. Hieraus ergeben sich zusätzliche Umweltvorteile durch bessere Möglichkeiten der bedarfsabhängigen Regulierung der gelieferten Heizwärmemenge und der Nutzung der zentralen Wärmelieferung auch für die Warmwasserbereitung. Aufgrund der effizienteren Wärmeversorgung sinken der Energiebedarf und somit auch die Umweltbelastung mit Emissionen aus dem Heizwer

Hinweise

Das Gesamtvorhaben soll 2013 abgeschlossen sein.

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