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Polen | 2013 - 2019 | Umweltinnovationsprogramm Ausland | Förderung

Errichtung eines Strohheizkraftwerks in der Gemeinde Daszyna

In der Gemeinde Daszyna decken bislang zwei Biomasse-Heizanlagen mit lokalen Netzen etwa 15 Prozent des Wärmebedarfs ab. Daneben gibt es vor allem Individualheizungen, mit denen sowohl öffentliche, als auch privat genutzte Gebäude beheizt werden. Dabei kommen als Energieträger vorwiegend Kohle und Heizöl zum Einsatz, aber auch Strom und Abfälle aller Art, die bei niedrigen Temperaturen unter Freisetzung verschiedener Giftstoffe illegal verbrannt werden.

Projektdauer

03/2013 - 01/2019

Förderjahr

2013

Land

Polen

Fördersumme

2.705.500,00 Euro

Kooperationspartner

Ministerium für Umwelt der Republik Polen

Kontakt

Gemeinde Daszyna

Fördernehmer

Gemeinde Daszyna

Das in der Gemeinde anfallende Stroh wurde in der Vergangenheit weitestgehend als Einstreu in der Viehhaltung verwendet, bleibt aufgrund geänderter Haltungsmethoden heutzutage aber weitestgehend ungenutzt und wird von den Bauern größtenteils verbrannt.

Die bestehenden Heizanlagen sollen um eine Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage (KWK) mit einer elektrischen Leistung von 400 Kilowatt und einer thermischen Leistung von 1,1 Megawatt ergänzt werden. Ein interdisziplinäres Team, das sich aus Mitarbeitern der Universität Kassel, Doktoranden der Technischen Universität in Lodsch, Wirtschaftsunternehmen (CBI Pro-Akademia und Seeger Engineering AG) sowie der kommunalen Verwaltung (Gemeinde Daszyna) zusammensetzt, hat hierfür ein Konzept entwickelt, das ein innovatives, stroh- und hackschnitzelbefeuertes Biomasse-Heizkraftwerk mit dazu passender Organisation und Logistik umfasst. Die Stromerzeugung erfolgt über ein Organic-Rankine-Cycle-System. Das Heizkraftwerk soll vollständig mit Stroh befeuert werden können und ist so ausgelegt worden, dass das in der Gemeinde anfallende, bislang ungenutzte Stroh mehr als ausreicht, das Heizkraftwerk ganzjährig zu betreiben.

Der erzeugte Strom soll in das öffentliche Netz eingespeist werden. Die erzeugte Wärmeenergie soll zum Heizen, Kühlen und als Prozesswärme in der Gemeinde genutzt werden. Schätzungen zufolge sollen durch den Ersatz konventionell erzeugten Stroms aus polnischen Kraftwerken und den Wegfall lokaler Anlagen Emissionen von rund 6.200 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr 245,8 Tonnen Kohlenmonoxid pro Jahr, 28,4 Tonnen Stickstoffdioxid pro Jahr, 33,4 Tonnen Schweldioxid pro Jahr und 101,1 Tonnen Staub pro Jahr vermieden werden.

BMU fördert das Vorhaben aus dem Umweltinnovationsprogramm Ausland mit ungefähr 2,7 Millionen Euro. Weitere 2,7 Millionen Euro werden aus dem polnischen Nationalfonds für Umweltschutz und des Woiwodschaftsfonds finanziert.

Hinweise

Die Umsetzung des Vorhabens ist in den Jahren 2013 bis 2014 geplant.

Das Vorhaben setzt die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Republik Polen fort. Es wurde auf der Grundlage eines Rahmenressortabkommens durchgeführt, welches die Umweltministerien beider Länder zur Vereinfachung bei der Durchführung weiterer Projekte im Februar 2005 geschlossen haben.

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