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Nationales Begleitgremium

Der Auswahlprozess für die Bürgervertreterinnen und Bürgervertreter

Der Auswahlprozess für die Mitglieder des NBGs fand zwischen September und November 2016 statt. Der Bundestag und Bundesrat haben je zur Hälfte sechs anerkannte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens vorgeschlagen.

Die drei Bürgervertreter wurden durch ein Bürgerbeteiligungsverfahren gefunden und sind von der Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit ernannt worden. Das Auswahlverfahren gliederte sich wie folgt:

1. Schritt: Bürgerinnen und Bürger einladen

Nach einer anerkannten sozialwissenschaftlichen Zufallsauswahl-Methode wurden Bürgerinnen und Bürger nach dem Zufallsprinzip ausgewählt und gefragt, ob sie Interesse an der Teilnahme an einem "Bürgerforum" haben. Interessierte sich eine so angesprochene Person für die Teilnahme, konnte sie sich für ein Bürgerforum anmelden. Diese Möglichkeit bestand solange, bis die maximale Anzahl an Teilnehmenden pro Alters- und Geschlechtergruppe erreicht war. Für die Teilnahme wurde kein Spezialwissen vorausgesetzt.

Diese Zufallsauswahl wurde vom Bamberger Centrum für Empirische Studien der Universität Bamberg in Zusammenarbeit mit der IKU GmbH durchgeführt.

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2. Schritt: Bürgerforen

Ende Oktober fanden fünf Bürgerforen statt. Eines davon war ausschließlich mit Vertreterinnen und Vertretern der jungen Generation (16 bis 27 Jahre) besetzt. Die übrigen vier Bürgerforen waren gleichmäßig aus vier Altersgruppen zusammengesetzt: 18- bis 34-Jährige, 35- bis 50-Jährige, 51- bis 64-Jährige und Menschen ab 65 Jahren. Des Weiteren wurde in allen Foren auf ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis geachtet. Abgesehen von dem Forum der jungen Generation, waren die Bürgerforen regional, das heißt es kamen jeweils Menschen aus vier Regionen Deutschlands zusammen.

Die Bürgerforen fanden an folgenden Orten statt:

  • München (21. bis 23. Oktober)
  • Leipzig (28. bis 30. Oktober)
  • Hamburg (28. bis 30. Oktober)
  • Düsseldorf (28. bis 30. Oktober)
  • Kassel (junge Generation, 28. bis 30. Oktober)

In den Bürgerforen arbeiteten sich die Teilnehmenden in das Thema der Endlagersuche ein. Sie machten sich ein Bild von den Herausforderungen, die sich bei der Suche nach einem Endlager für die Gesellschaft stellen und erfuhren, welche Schritte bis zur Standortfeststellung noch zu gehen sind. Experten und Expertinnen waren vor Ort, um die Teilnehmenden auf den aktuellen Stand zu bringen und aufkommende Fragen zu beantworten.

Außerdem gewannen die Bürger Einblicke in die Rolle des Nationalen Begleitgremiums. Sie formulierten Empfehlungen für die Bürgervertreter, die später im Nationalen Begleitgremium mitarbeiten werden.

Des Weiteren wurden aus den Foren auch Vertreterinnen und Vertreter für ein Beratungsnetzwerk gewählt, das aus 30 Bürgerinnen und Bürgern besteht.

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3. Schritt: Beratungsnetzwerk und die Wahl der Bürgervertreterinnen und Bürgervertreter

Das Beratungsnetzwerk besteht aus 30 Bürgerinnen und Bürgern und ist am 5. und 6. November 2016 in Berlin zu einem ersten Workshop zusammengekommen. Die Bürger bündelten dort die Empfehlungen aus den regionalen Bürgerforen sowie dem Forum der jungen Generation und bewerteten diese aus ihrer Sicht.

Außerdem wählten sie dort die drei Bürgervertreter (darunter ein Vertreter oder Vertreterin der jüngeren Generation) für das Nationale Begleitgremium.

Das Beratungsnetzwerk soll auch nach dem ersten Treffen die drei Bürgervertreter im NBG bei ihrer Arbeit unterstützen und ihnen Rückhalt geben. Die konkrete Ausgestaltung der Vernetzung erfolgt im weiteren Verfahren.

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