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Messanleitungen

Die Überwachung der Aktivitätskonzentrationen beziehungsweise der spezifischen Aktivitäten radioaktiver Stoffe in der Umwelt erfolgt in Deutschland gemäß dem Vertrag zur Gründung der Europäischen Atomgemeinschaft von 1957 sowie dem Gesetz zum Schutz vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung (Strahlenschutzgesetz – StrlSchG) von 2017. Zu den Aufgaben des Bundes und seiner Einrichtungen gehört es, die für diese Überwachungsaufgaben erforderlichen Probeentnahme- und Analysenverfahren zu entwickeln und festzulegen, um einheitliche Messungen und Bewertungen der Umweltkontamination zu gewährleisten. Diesem Zweck dient eine von den Leitstellen des Bundes erstellte und vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) herausgegebene Loseblattsammlung, die aus einem Allgemeinen Teil, der Eigenschaften für alpha-, beta- und gammastrahlende Radionuklide enthält und einen Überblick über Analysenverfahren für diese Stoffe gibt, und einem Teil mit Anleitungen zu Verfahren der einzelnen Leitstellen des Bundes besteht. Seit 2008 wird diese Loseblattsammlung, die früher in Papierform vorlag, auf der Internetseite des BMU veröffentlicht. Für den Inhalt und die Aktualität der Verfahrensanleitungen sind die jeweiligen Leitstellen verantwortlich.

Für deren Veröffentlichung unter einheitlichen Gesichtspunkten ist eine Redaktionsgruppe im Auftrag des BMU und des Arbeitskreises der Leitstellen zuständig.

Messanleitungen des AKU

Neben den durch den BMU herausgegebenen "Messanleitungen für die Überwachung radioaktiver Stoffe in der Umwelt und externer Strahlung" der Leitstellen gibt es auch die Loseblattsammlung "Empfehlungen zur Überwachung der Umweltradioaktivität" des Arbeitskreises Umweltüberwachung (AKU) des Fachverbandes für Strahlenschutz. Wenn für ein Messverfahren keine Messanleitung des BMU existiert, kann ein vorliegendes Blatt des AKU gleichwertig herangezogen werden.