Ringversuche

Die Qualitätssicherung von Messdaten ist unerlässlich, damit auf der Basis von korrekten Messergebnissen in einem nuklearen Ereignisfall die erforderlichen Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung getroffen werden können. Insbesondere ist die Vergleichbarkeit von Messergebnissen unterschiedlicher Datenerzeuger eine grundlegende Forderung. Ein wichtiges Instrument der Qualitätskontrolle ist die Teilnahme der beteiligten Laboratorien und Messstellen an Ringversuchen.

Diese werden von den Leitstellen in bestimmten Zeitabständen für ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereich organisiert. Bei diesen Ringversuchen erhalten die Teilnehmer eine Probe eines Umweltmediums, das mit einer bekannten Menge radioaktiver Stoffe (Sollwerte) versetzt ist. Diese Proben werden in den jeweiligen Laboratorien mit den dort angewendeten Methoden analysiert und die Ergebnisse der Leitstelle übermittelt. Über die Ergebnisse der Vergleichsanalysen erstellt die jeweilige Leitstelle einen Bericht, in dem die Teilnehmer nur in codierter Form genannt werden.

Diesen Ringversuchen kommt eine zentrale Bedeutung zu, da sie die Möglichkeit bieten, die Anwendung der Analysemethoden mit solchen Radionukliden zu überprüfen, die nur im Falle eines nuklearen Ereignisfalls in messbaren Mengen auftreten. Darüber hinaus ermöglichen sie die Überprüfung neuer Analysemethoden auf ihre Eignung.

Die Tabelle der aktuellen und geplanten Ringversuche und Vergleichsmessungen wird jeweils zeitgerecht veröffentlicht.