Fragen und Antworten zur Errichtung des Endlagers Konrad

Die Schachtanlage Konrad ist das erste nach dem Atomgesetz genehmigte Endlager für schwach- und mittelradioaktiven Abfall in Deutschland. Beim Projekt Konrad handelt es sich um ein sehr komplexes und umfangreiches Bauvorhaben. Das Atomrecht ist mit seinen hohen Sicherheitsanforderungen der Maßstab für das Handeln bei der Errichtung des Endlagers Konrad.

Zu Beginn der vorangegangenen Legislaturperiode hatte die damalige Bundesumweltministerin Barbara Hendricks auf Empfehlung des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) entschieden, die Strukturen grundlegend neu zu regeln und damit strukturelle Defizite im Bereich der Endlagerorganisation zu beheben. Mit dem Gesetz zur Neuordnung der Organisationsstruktur im Bereich der Endlagerung ist dies umgesetzt worden. Seit dem 20. Dezember 2017 liegen die in der Vergangenheit vom BfS und der Deutschen Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe mbH (DBE) wahrgenommenen Aufgaben nun in einer Hand bei der Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE).

Im Vorgriff auf die rechtliche Verschmelzung der beteiligten Unternehmen und Organisationen hatte das Bundesumweltministerium die BGE gebeten, den Stand der Errichtung der Schachtanlage Konrad zu untersuchen und eine kritische Betrachtung des Zeitplanes durchzuführen. Die Untersuchung konnte erstmalig ganzheitlich über die Verantwortungsbereiche der ehemaligen Beteiligten (BfS, DBE) hinweg erfolgen. Die Geschäftsführung der BGE hatte hierzu im September 2017 den TÜV Rheinland mit der Überprüfung des Projekts beauftragt. Die Ergebnisse liegen vor. 

FAQ Schacht Konrad