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Häufige Fragen (FAQ)

Hier finden Sie Antworten auf einige besonders häufig gestellte Fragen. Wird Ihre Frage hier nicht beantwortet, haben Sie die Möglichkeit uns über das Formular "Ihre Fragen" zu kontaktieren. Wir sind bemüht, Ihr Anliegen schnellstmöglich zu beantworten. 

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Klimaschutz

Klimaschutzgesetz vom 9. Oktober 2019

Das Klimaschutzgesetz sieht verbindliche Klimaziele vor. Was ist mit der Treibhausgasneutralität? Wann werden Erfolge sichtbar? Wie geht es weiter?

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Produkte und Konsum

Plastiktüten-Verbot

Einweg-Plastiktüten sind ein klassisches Wegwerfprodukt. Warum sollen Plastiktüten verboten werden? Welche Alternativen gibt es?

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Klimaschutz

Klimaschutzprogramm 2030

Ziel des Programms ist es, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu begrenzen. Erreichen wir mit diesem Programm unsere Klimaziele? Was kostet das Ganze?

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Produkte und Konsum

Was ist der "CO2 Fußabdruck/Product Carbon Footprint"?

"Der Product Carbon Footprint bezeichnet die Menge der Treibhausgasemissionen entlang des gesamten Lebenszyklus eines Produkts." Er ist also eine Maßeinheit für die Treibhausgas-Bilanz eines Produktes. Seit 2013 bestehen Grundregeln für ein international standardisiertes Verfahren zur ökologischen Bewertung von Produkten im Rahmen einer Technischen Spezifikation der internationalen Normungsorganisation ISO. Ein vom Bundesumweltministerium beauftragtes Memorandum sowie ein gemeinsamer Leitfaden mit dem BDI spiegeln die Sichtweise des Bundesumweltministeriums zur Anwendung des PCF wider.

Wie kaufe ich nachhaltig ein?

Konsum kann als nachhaltig definiert werden, wenn er "den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden". Achten Sie bei Ihren Einkäufen auf Biosiegel und regionale Herkunft bei Lebensmitteln sowie auf Umweltzeichen, wie zum Beispiel den Blauen Engel.

Gibt es Alternativen zum Streusalz im Winter?

Bei Schnee und Glatteis im Winter ist vor allem auch im privaten Bereich das Streusalz keinesfalls das Mittel der ersten Wahl. Streusalz schädigt Bäume und Pflanzen und kann Böden und Gewässer belasten. Deshalb sollte Streusalz möglichst gar nicht erst zum Einsatz kommen. Welche hilfreichen Alternativen zur Verfügung stehen und wie sie gekennzeichnet sind, hat das Umweltbundesamt herausgearbeitet.

Plastiktüten-Verbot

Wann tritt das Verbot in Kraft?

Das Verbot tritt ein halbes Jahr nach Verkündung des Gesetzes in Kraft. Zunächst müssen das Bundeskabinett und der Bundestag zustimmen, zudem muss das Gesetz den Bundesrat passieren (kein Zustimmungsgesetz).  

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Plastiktüten-Verbot

Was passiert bei Verstößen gegen das Plastiktütenverbot?

Bieten Händler weiterhin Einweg-Plastiktüten mit einer Wanddicke unter 50 Mikrometer (μm) an, müssen sie mit Strafen bis zu 100.000 Euro rechnen.

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Plastiktüten-Verbot

Warum verbietet das BMU ein Produkt, was nur einen kleinen Anteil an den Kunststoffprodukten hat?

Das Verbot von Einweg-Plastiktüten ist nur ein erster Schritt. Bereits 2021 werden weitere Einweg-Plastikartikel verboten. Dazu zählen Plastikgeschirr oder Rührstäbchen. Mit dem Handel wollen wir zudem weitere Maßnahmen vereinbaren, um den Einsatz von Einweg-Verpackungen deutlich zu reduzieren. Bundesumweltministerin Schulze hat den Handel aufgefordert bis zum Herbst darzulegen, wie der Einsatz von Plastikverpackungen im Handel deutlich reduziert werden kann. Die Ministerin erwartet hierzu im Herbst dieses Jahres konkrete Zusagen des Handels. Dabei geht es nicht nur um Tüten, sondern auch um alle anderen Plastikverpackungen, speziell im Obst, Gemüse- und Lebensmittelbereich. Einige Handelsketten haben bereits damit begonnen bei Gemüse Verpackungen gänzlich wegzulassen. Das ist der richtige Ansatz. Denn es muss darum gehen, insgesamt weniger Verpackungen einzusetzen.

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Plastiktüten-Verbot

Sind Bioplastiktüten eine Alternative?

Nein. Hinter so genannter "Bioplastik" verbirgt sich meist eine Mogelpackung. Denn: Kunststoffe aus Pflanzen wie Zucker, Kartoffeln oder Mais sind nicht unbedingt umweltfreundlicher. Sie lassen sich kaum recyceln und der Anbau von Pflanzen für die Kunststoffproduktion ist häufig mit verstärktem Pestizideinsatz verbunden und findet in Monokulturen statt. Gelangen sie in die Umwelt, verbleiben sie dort sehr lange und können genauso schädlich wirken wie Rohöl-Kunststoffe. Auch Tragetaschen aus biologisch abbaubare Kunststoffe sind nicht umweltfreundlich. Sie bauen sich in der Natur kaum ab und sie verleiten dazu, sie nicht sachgerecht zu entsorgen.

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Plastiktüten-Verbot

Wie ist die Ökobilanz der Alternativen?

Am umweltfreundlichsten sind Mehrweg-Tragetaschen aus recyceltem Kunststoff oder aus Polyester. Papiertüten sind nicht wirklich besser als Einweg-Plastiktüten. Allerdings werden sie eher recycelt und landen selten in der Umwelt, wo sie auch nicht lange verbleiben, weil die Papierfasern schnell zerfallen. Außerdem werden viele Papiertüten aus Recyclingpapier hergestellt. Natürlich sind mitgebrachte Körbe, Rucksäcke und ähnliches gute Alternativen. Bei Stoffbeuteln muss man darauf achten, dass sie entweder aus Recyclingmaterial stammen oder ihr Grundstoff aus der ökologischen Landwirtschaft kommt, zum Beispiel bei Flachs oder Baumwolle. Vor allem kommt es darauf an, dass sie oft wiederverwendet werden. 

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Plastiktüten-Verbot

Auf welche Alternativen können die Verbraucherinnen und Verbraucher umsteigen?

Mehrweg-Taschen aus Plastik und Polyester sind gute Alternativen. Je häufiger sie benutzt werden, desto umweltfreundlicher werden sie. So ist eine Mehrweg-Tragetasche aus Plastik bereits nach drei Nutzungen umweltfreundlicher als eine Einweg-Plastiktüte. Mehrweg-Tragetaschen werden vorwiegend aus recyceltem Material hergestellt, Einweg-Plastiktüten dagegen eher aus Rohöl. Besonders umweltfreundlich sind Mehrweg-Tragetasche aus Polyester. Sie sind sehr leicht und halten besonders lange. Auch selbst mitgebrachte Taschen, Körbe, Rucksäcke oder Ähnliches sind gute Alternativen.

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Plastiktüten-Verbot

Warum verbietet das BMU nicht auch die dünnen Hemdchenbeutel?

Für "Hemdchentüten" gibt es kaum umweltfreundliche Alternativen. Außerdem sorgen sie für einen hygienischen Umgang mit Lebensmitteln. Würden sie heute verboten werden, kämen neue (Vor-)Verpackungen auf den Markt, was wiederum zu mehr Verpackungsabfall führen würde.

Für diese Beutel mit weniger als 15 Mikrometer Wandstärke sieht die EU-Richtlinie Ausnahmen vor, sofern dies aus hygienischen Gründen erforderlich ist oder deren Verwendung zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen beiträgt. Der Verbrauch an Hemdchenbeuteln bewegt sich in Deutschland übrigens auf gleichbleibendem Niveau bei rund 37 pro Kopf.

Bundesumweltministerin Schulze hat zudem den Handel aufgefordert bis zum Herbst darzulegen, wie der Einsatz von Plastikverpackungen im Handel deutlich reduziert werden kann. Dabei geht es unter anderem um die so genannten Hemdchenbeutel, aber auch um alle anderen Plastikverpackungen, speziell im Obst, Gemüse- und Lebensmittelbereich. Derzeit setzen mehrere Handelsketten probehalber bereits Alternativen für kleine Plastiktüten ein. Da Papiertüten oder andere Materialien nicht per se umweltfreundlicher sind, ist diese Testphase wichtig. Einige Handelsketten haben bereits damit begonnen bei Gemüse Verpackungen gänzlich wegzulassen. Das ist der richtige Ansatz. Denn es muss darum gehen, insgesamt weniger Verpackungen einzusetzen.

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Plastiktüten-Verbot

Welche Plastiktüten will das BMU verbieten?

Verboten werden Einweg-Plastiktüten mit einer Wandstärke von unter 50 Mikrometer (μm), die die bisherige Vereinbarung mit dem Handel umfasst. Die besonders dünnen Einweg-Plastiktüten, die Hemdchentüten, bleiben weiter erlaubt. Verboten werden auch sogenannte Bioplastiktüten, die nicht mehr als eine Mogelpackung darstellen.

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Plastiktüten-Verbot

Warum will das BMU Plastiktüten verbieten?

Einweg-Plastiktüten sind ein klassisches Wegwerfprodukt. 20 Minuten – länger wird so eine Tüte in der Regel nicht genutzt. Das ist Ressourcenverschwendung. Die Tüten werden zudem oft unachtsam weggeworfen. Landen sie in der Umwelt und nicht in der gelben Tonne, verbleiben sie dort viele Jahrzehnte. Im schlimmsten Fall können sie bei Vögeln oder Meerestieren schwere Schäden anrichten und als Mikroplastik in der Nahrungskette auch wieder beim Menschen ankommen.

Deshalb gibt es seit 2016 eine Vereinbarung mit dem Handel, der seither Tüten nur noch gegen Bezahlung abgibt. Es hat sich gezeigt: die Tüte ist mittlerweile ein Auslaufmodell. Seit 2016 nutzen wir die Tüten immer weniger. Im Vergleich zu 2015 ist der Verbrauch um 64 Prozent zurückgegangen. Pro Kopf verbrauchen die Deutschen nur noch 20 Tüten pro Jahr. Diese Entwicklung sichern wir nun ab. Mit einem Verbot kommen wir jetzt auf Null. Das gilt dann auch für die Händler, die sich bislang nicht an der Vereinbarung beteiligt haben.

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Plastiktüten-Verbot

Energiesparlampen

Warum wurden die Glühbirnen abgeschafft?

Die Abkehr von herkömmlichen Glühbirnen ist energie- und klimaschutzpolitisch motiviert. Durch eine höhere Energieeffizienz von Energiesparlampen können in der EU erhebliche Mengen Treibhausgase eingespart werden.

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Energiesparlampen

Werden Glühlampen verboten?

Medien berichten oft von einem "Glühlampenverbot". In der Vergangenheit war ein solches auch wiederholt gefordert worden. Die Regelung sieht aber kein Verbot bestimmter Techniken vor, sondern stellt Anforderungen an die Effizienz von üblicherweise in Privathaushalten eingesetzten Lampen. Produkte, die diese Anforderungen nicht erfüllen, die also weniger effizient sind, dürfen ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr "in Verkehr gebracht" werden. In der Folge wird der größte Teil der herkömmlichen Glühlampen (Allgebrauchslampen) im Laufe der nächsten Jahre vom Markt weichen. Gewisse Typen von Glühlampen werden auch in Zukunft erhältlich sein.

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Energiesparlampen

Betrifft die Regelung nur Haushaltslampen?

Nein, die Regelung gilt unabhängig davon, ob eine Lampe in einem Privathaushalt eingesetzt wird oder nicht. Sie zielt vielmehr auf Lampentypen, die üblicherweise in Haushalten zu finden sind: herkömmliche Glühlampen, Halogenglühlampen, Kompaktleuchtstofflampen und LED-Lampen. Die Regelung gilt auch für Lampen, die nicht für den Einsatz in Privathaushalten verkauft werden sowie für Lampen, die ein anderes Produkt eingebaut sind.

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Energiesparlampen

Ab wann werden welche Glühlampen verboten?

Der "Glühlampenausstieg" erfolgt in vier Stufen. Ob eine Lampe die Anforderungen erfüllt oder nicht und deshalb ab einem Zeitpunkt nicht mehr auf dem Markt zu finden sein wird, ist in Verbindung der Werte von Leistungsaufnahme (Watt) und Lichtstrom (Lumen) festgelegt. Bezogen auf den von einer definierten Standardglühlampe abgegebenen Lichtstrom, lässt sich die Regelung wie folgt vereinfacht ausdrücken:

  • 1. Stufe: Seit dem 1. September 2009 stehen alle matten Glühlampen sowie jegliche Glühlampen mit einer Leistung von mehr als 75 Watt nicht mehr zum Verkauf, das heißt die übliche 100 Watt Glühlampe darf nicht mehr vertrieben werden.
  • 2. Stufe: Seit September 2010 sollen Glühlampen mit mehr als 60 Watt nicht mehr verkauft werden.
  • 3. Stufe: Seit September 2011 gilt dies auch für Glühlampen mit mehr als 40 Watt.
  • 4. Stufe: Ab 1. September 2012 sollen schließlich nur noch Glühlampen mit einem Lichtstrom von kleiner als 60 Lumen – das entspricht etwa 10 Watt Leistungsaufnahme – erhältlich sein.

Während bereits mit den Stufen von 2009 bis 2012 auch die weniger effizienten Halogenglühlampen vom Markt verschwinden, werden ab dem Jahr 2016 dann nur noch die effizienteren Leuchtmittel (mindestens Energieeffizienzklasse B) in den Regalen zu finden sein.

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Energiesparlampen

Welche Lampen sind von der Regelung nicht betroffen?

Lampen für Spezialanwendungen, die aufgrund ihrer technischen Eigenschaften oder laut der ihnen beigefügten Produktinformationen nicht zur Raumbeleuchtung im Haushalt geeignet sind, sind vom Anwendungsbereich ausgenommen. Dies sind zum Beispiel Pflanzen- oder Wachstumslampen mit bestimmten Lichteigenschaften, die die Photosynthese und damit das Pflanzenwachstum fördern.

Bei Speziallampen ist auf der Verpackung und in jeder Art von Produktinformation, mit der die Lampe in Verkehr gebracht wird, an gut sichtbarer Stelle und deutlich lesbar folgendes anzugeben: 

  1. der vorgesehene Verwendungszweck der Lampe, und
  2. der Hinweis, dass die Lampe zur Raumbeleuchtung im Haushalt nicht geeignet ist.

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Energiesparlampen

Sind Reflektorlampen ebenfalls betroffen?

Nein, Lampen die das Licht bündeln sind ebenfalls von der Regelung ausgeschlossen.

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Energiesparlampen

Sind farbige Lampen weiterhin erhältlich?

Ja, Lampen mit farbigem Licht sind von der Regelung ausgeschlossen. Lampen mit leicht farbigem Licht, sogenannte "Soft Tone" oder "Soft White"-Lampen sind jedoch erfasst.

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Energiesparlampen

Enthalten Energiesparlampen Quecksilber?

Kompaktleuchtstofflampen (KLL, sogenannte Energiesparlampen) enthalten, ebenso wie stabförmige Leuchtstofflampen (umgangssprachlich fälschlicherweise oft als "Neonröhren" bezeichnet), in geringen Mengen Quecksilber. Hierfür gelten EU-weit einheitliche Grenzwerte. Bei KLL sind dies derzeit maximal 5 Milligramm Quecksilber pro Lampe und bei stabförmigen Leuchtstofflampen je nach Typ zwischen 5 und 10 Milligramm. Der beste Stand der Technik bei KLL liegt bereits bei 1,23 Milligramm.

Bei der Erzeugung von Strom aus Kohle wird Quecksilber ausgestoßen. Studien bestätigen, dass bei Einhaltung des Grenzwertes von 5 mg Quecksilber pro KLL, die Mengenbilanz von Quecksilber bezogen auf die gleiche Menge gelieferten Lichtes zugunsten der KLL ausfällt. Das heißt: Die Summe aus Quecksilber in der Lampe und Quecksilberausstoß bei der Stromerzeugung ist geringer als der Quecksilberausstoß bei der Stromerzeugung für eine vergleichbare herkömmliche Glühlampe.

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Energiesparlampen

Wie kann ich verhindern, dass wenn eine Lampe zerbricht, Quecksilber freigesetzt wird?

Wer verhindern möchte, dass in einem solchen Falle Quecksilber frei wird, kann Modelle mit Splitterschutz erwerben. Sie bieten aber keinen absoluten Schutz gegen Lampenbruch. Eine Reihe von Modellen nutzt die Amalgamtechnik, so dass nur sehr geringe Mengen Quecksilber frei wird, wenn die Lampen in heißem Zustand zerbrechen. Geht eine solche Lampe in kaltem Zustand zu Bruch, bleibt das Quecksilber gebunden und kann nicht in die Raumluft gelangen.

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Energiesparlampen

Wie entsorge ich gebrauchte beziehungsweise die Reste von zerbrochenen Energiesparlampen?

Wegen der Relevanz von Quecksilber für Umwelt und Gesundheit gehören Energiesparlampen, wenn sie ausgedient haben, nicht in den Hausmüll oder gar Glascontainer, sondern sind bei Sammelstellen für Elektro-Altgeräte abzugeben. Dies wird auch vom deutschen Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) vorgeschrieben. Bei ordnungsgemäßer Abgabe der Altlampen kann Quecksilber getrennt erfasst und das Lampenglas verwertet werden. Die Rückgabe ist für Privatpersonen kostenlos.

Ausgediente Energiesparlampen können derzeit an circa 9000 Sammel- und Rücknahmestellen der Kommunen, des Handels und der Hersteller zurückgegeben werden. Die nächstgelegene Sammelstelle für Energiesparlampen kann unter www.lightcyle.de gefunden werden.

Zum richtigen Umgang mit zerbrochenen Energiesparlampen erhalten Sie beim Umweltbundesamt ausführliche Hinweise. Von entscheidender Bedeutung ist das ordnungsgemäße Lüften und Wegräumen der Scherben, damit Belastungen durch entweichendes Quecksilber minimiert werden.

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Energiesparlampen

Müssen Energiesparlampen mindestens 30 Minuten brennen, bevor sie Energie sparen?

Beim Einschalten einer Energiesparlampe wird nicht mehr Strom benötigt, als im sonstigen Betrieb. Anders lautender Irrglaube stammt noch von nicht schaltfesten Leuchtstofflampen ("Neonröhren"). Nach Auskunft der Stiftung Warentest wurde bei keiner der 28 Energiesparlampen des Tests vom März 2008 ein größerer Stromverbrauch infolge Einschalten gemessen. Zwar gibt es in den ersten Millisekunden des Startvorganges bei einigen Produkten eine Spitze, diese ist jedoch so kurz, dass sie keinen erhöhten Stromverbrauch verursacht.

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Energiesparlampen

Ist der Einsatz von Kompaktleuchtstofflampen in Räumen wo das Licht nur wenige Minuten brennt (zum Beispiel 2 bis 4 Minuten in Fluren) sinnvoll?

Kompaktleuchtstofflampen benötigen je nach Produkt sehr unterschiedliche Zeiten für ihre Helligkeitsentwicklung. Zunächst brauchen schaltfeste Kompaktleuchtstofflampen einige Sekundenbruchteile für die Vorheizung der Elektroden, bevor sie aufleuchten. Die Startzeit liegt oft zwischen null und zwei Sekunden. Darüber hinaus benötigen sie nochmals bis zu zwei Minuten, um etwa auf ihre Endhelligkeit zu kommen. Während dieser Zeit stabilisieren sich die im Inneren des Glaskolbens ablaufenden lichterzeugenden Vorgänge.

Nicht jede KLL ist für jeden Anwendungsfall geeignet. Dort, wo häufig ein- und ausgeschaltet wird, wie beispielsweise in Fluren und Treppenhäusern sollten speziell dafür entwickelte KLL zum Einsatz kommen.

Für Anwendungsbereiche mit kurzen Brennzeiten sind im Wesentlichen drei Eigenschaften besonders wichtig: Kurze Startzeit, schnelles Erreichen der Endhelligkeit und hohe Schaltfestigkeit. Informationen welche Lampen diese Kriterien am besten erfüllen, sind bei Verbraucherorganisationen in Erfahrung zu bringen.

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Energiesparlampen

Lassen sich Kompaktleuchtstofflampen dimmen?

Mittlerweile gibt es auch eine Reihe von dimmbaren KLL. Beim Dimmen ist zu beachten, dass sich die subjektiv empfundene Lichtfarbe alleine wegen der abnehmenden absoluten Helligkeit ändern kann. Das abgegebene Lichtspektrum ändert sich jedoch nicht. Weil die dimmbaren KLL teurer sind als die normalen KLL, sollte man sie gezielt dort einsetzen, wo sie wirklich gebraucht werden.

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Energiesparlampen

Verschleißen Kompaktleuchtstofflampen durch häufiges Ein- und Ausschalten?

Ja. Dort, wo häufig ein- und ausgeschaltet wird, wie beispielsweise in Fluren und Treppenhäusern, sollten Standard-Kompaktleuchtstofflampen nicht verwendet werden, da diese durch häufiges Ein- und Ausschalten verschleißen. Es gibt für diese Anwendungsbereiche speziell entwickelte Kompaktleuchtstofflampen.

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Energiesparlampen

Ressourceneffizienz

Ressourceneffizienz

Was bedeutet Ressourceneffizienz?

Ressourceneffizienz ist ein bedeutendes Politikthema geworden, da viele Rohstoffe nur in begrenztem Umfang zur Verfügung stehen und natürliche Ressourcen zum Beispiel Wasser, Boden und Luft für die Menschheit zentrale und lebenswichtige Schutzgüter sind. Natürliche Ressourcen, vor allem Rohstoffe, sind die Grundlage für unsere Industrie und unseren Wohlstand. Die Menschheit verbraucht heute doppelt so viele Rohstoffe wie vor 30 Jahren. Dabei sind viele Ressourcen endlich, und der Rohstoffabbau und die Verarbeitung von Rohstoffen sind unweigerlich mit Umweltbelastungen verbunden. Der Verbrauch in Industrieländern liegt etwa viermal so hoch wie in Entwicklungs- und Schwellenländern. Ressourceneffizienz ist daher eines der wichtigsten Themen für die globalen Nachhaltigkeitsziele, die die Vereinten Nationen derzeit entwickeln. Ressourcenpolitik berührt den Natur- und Umweltschutz gleichermaßen wie industrie- und wirtschaftspolitische Belange. Ressourceneffizienz ist auf allen Ebenen – global, europäisch und national – gleichzeitig eine große Herausforderung und eine große Chance. Die Bundesregierung hat 2012 das Deutsche Ressourceneffizienzprogramm (ProgRess) verabschiedet, das alle vier Jahre aktualisiert werden soll. Dadurch will sie dazu beitragen, die Rohstoffproduktivität bis 2020 gegenüber 1994 zu verdoppeln. Unter anderem setzt sie dabei auf kompetente Beratung und hat dafür mit dem Verein Deutscher Ingenieure e. V. das Kompetenz-Zentrum für Ressourceneffizienz aufgebaut.

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Ressourceneffizienz

Warum ist Ressourceneffizienz so wichtig?

Weltweit wurden im Jahr 2009 über 68 Milliarden Tonnen an Rohstoffen eingesetzt, rund doppelt so viel wie Ende der 1970er Jahre. Benötigt werden nicht nur immer mehr Rohstoffe, sondern auch eine immer größere Vielfalt. Zugleich bringt der steigende Materialkonsum einen steigenden Konsum anderer natürlicher Ressourcen mit sich. Ein Beispiel: Allein für die Herstellung eines Mobiltelefons werden laut Umweltbundesamt 60 verschiedene Materialien, darunter rund 30 Metalle wie Kupfer, Gold, Silber oder Lithium sowie Keramik und verschiedene Kunststoffe und 1300 Liter Wasser benötigt. Allein der Wasserbedarf entspricht dem Trinkwasserverbrauch einer Person in zehn Tagen.

Schon jetzt übersteigt die Nutzung von natürlichen Ressourcen die Regenerationsfähigkeit der Erde deutlich. Bei einer prognostizierten Weltbevölkerung von über neun Milliarden Menschen im Jahr 2050 und einer rasanten wirtschaftlichen Entwicklung der Schwellenländer nimmt die Nachfrage nach Metallen und Mineralien weiterhin stark zu. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Rohstoffen ist derzeit in den Industrienationen rund viermal höher als in weniger entwickelten Ländern. Unter wirtschaftlichen, aber auch ökologischen und sozialen Gesichtspunkten stellt dies eine große Herausforderung dar.

Dabei besteht ein enger Zusammenhang zwischen Ressourceneffizienz und Klimaschutz. Etwa 50 Prozent der industriellen CO2-Emisionen gehen auf die Produktion und Verarbeitung von nur fünf Grundstoffen zurück: Stahl, Zement, Papier, Plastik und Aluminium. Jede Tonne Stahl bedeutet ein bis zwei Tonnen Kohlendioxid, die in die Atmosphäre entlassen werden. Sieben bis acht Prozent des globalen Energieverbrauchs entfallen alleine auf die Metallgewinnung und -verarbeitung. Dieser Energieverbrauch wird weiter steigen, wenn auch Erze mit geringerem Metallgehalt zur Rohstoffgewinnung verwendet werden müssen.

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Ressourceneffizienz

Welchen Beitrag kann die G7 leisten?

Die G7 als Gruppe der führenden Wirtschaftsnationen der Welt kann eine Vorreiterrolle für Ressourceneffizienz übernehmen und damit gleichzeitig die Umwelt entlasten, ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken und nachhaltig Beschäftigung sichern.

Dazu soll nach dem Willen der Bundesregierung ein gemeinsames Forum zur Ressourceneffizienz ins Leben gerufen werden, in dem sich die G7-Staaten künftig zu ressourceneffizienten Lösungen und "best practices" im Bereich von Wirtschaft, Forschung und Innovation sowie nationalen und internationalen Politiken austauschen können. Zur Unterstützung soll auch eine engere Kooperation mit für Ressourceneffizienz aktiven Internationalen Organisationen, beispielsweise der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP), entwickelt werden. Von besonderem Interesse ist dabei eine Zusammenarbeit mit dem Internationalen Ressourcenpanel (IRP) des UN-Umweltprogramms, das in den letzten Jahren wichtige Forschungsergebnisse zur Ressourceneffizienz erarbeitet und veröffentlich hat.

Inhaltlich aufbauen will die Bundesregierung zudem auf einen Aktionsplan zur Kreislaufwirtschaft und zum Abfallmanagement, der 2008 unter japanischer G8-Präsidentschaft beschlossen wurde. Neu ist, dass die Bundesregierung nun den Beginn der industriellen Wertschöpfungskette – Produktion und Produkte – stärker in den Mittelpunkt der G7-Arbeiten stellen will. Insbesondere im industriellen Prozess und bei der Produktgestaltung sollen Einsparpotentiale ausgeschöpft werden.

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Ressourceneffizienz

Welche Rolle spielt Ressourceneffizienz für die Bundesregierung?

2002 hat die Bundesregierung in ihrer Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie das Ziel verankert, Deutschlands Rohstoffproduktivität bis 2020 gegenüber 1994 zu verdoppeln. Schon heute stellt Deutschland unter Beweis, wie die Ressourceneffizienz in einem hochentwickelten Industrieland ohne Wohlstandseinbußen gesteigert und dabei die Inanspruchnahme von Rohstoffen gesenkt werden kann: Während das Wirtschaftswachstum in den vergangenen Jahren stark anstieg, sank die Inanspruchnahme von Rohstoffen seit 1994 um rund 14 Prozent. Im gleichen Zeitraum stieg die Rohstoffproduktivität um rund 50 Prozent.

Ein wichtiges Instrument zur Erreichung dieses Zieles ist das Deutsche Ressourceneffizienzprogramm – kurz: ProgRess, das die Bundesregierung 2012 beschlossen hat. Das Programm setzt insbesondere auf Marktanreize, auf Information, Beratung, Bildung, Forschung und Innovation sowie auf die Stärkung freiwilliger Maßnahmen und Initiativen in Wirtschaft und Gesellschaft.

Bestandteil des Programms sind der Ausbau der Effizienzberatung für kleine und mittlere Unternehmen, die Unterstützung von Umweltmanagementsystemen, die verstärkte Ausrichtung der öffentlichen Beschaffung an der Nutzung ressourceneffizienter Produkte und Dienstleistungen, die Stärkung freiwilliger Produktkennzeichen und Zertifizierungssysteme, der Ausbau der Kreislaufwirtschaft sowie die Verstärkung von Technologie- und Wissenstransfer in Entwicklungs- und Schwellenländer.

Die Bundesregierung hat mit der Verabschiedung von ProgRess beschlossen, alle vier Jahre über die Entwicklung der Ressourceneffizienz in Deutschland zu berichten, die Fortschritte zu bewerten und das Ressourceneffizienzprogramm fortzuentwickeln. Diesen Bericht wird die Bundesregierung also im Februar 2016 das erste Mal vorlegen. Die Arbeiten an ProgRess II beginnen gerade.

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Ressourceneffizienz

Was hat die Wirtschaft von Ressourceneffizienz?

Die effiziente Nutzung von natürlichen Ressourcen ist ein wichtiger wirtschaftlicher Erfolgsfaktor. So liegt der Materialkostenanteil im produzierenden Gewerbe bei 45 Prozent. Die Deutsche Materialeffizienzagentur (demea) hat rund 1000 Unternehmen analysiert und herausgefunden, dass Firmen durchschnittlich über 200.000 Euro pro Jahr einsparen können, wenn sie effizienter mit ihren Materialien umgehen. Dafür sind oft keine großen Investitionen notwendig. Die Maßnahmen amortisieren sich in der Regel innerhalb von wenigen Jahren.

Tatsächlich werden Potentiale für Ressourceneffizienz aber oft nicht genutzt, insbesondere in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). 84 Prozent der deutschen Unternehmer in KMU sagen, dass die Potentiale in ihrer Branche für Ressourceneffizienz nicht ausgeschöpft sind. Kleine und mittlere Unternehmen sind jedoch wesentliche Wirtschafts- und Wertschöpfungsfaktoren: 99 Prozent aller Betriebe sind KMU. Dementsprechend besteht hier ein großes Potential für mehr Ressourceneffizienz. Gleichzeitig haben KMU aber häufig besondere Schwierigkeiten, zunächst risikoreich erscheinende Innovationen umzusetzen. Deshalb gilt die Unterstützung der Bundesregierung vor allem diesen Unternehmen, zum Beispiel mit Hilfe der Deutschen Materialeffizienzagentur und dem VDI Zentrum Ressourceneffizienz, die Information und Beratung bieten.

Nach Schätzungen der EU-Kommission könnten mit Maßnahmen zur Steigerung der Ressourceneffizienz bis 2030 zwei Millionen Arbeitsplätze in Europa neu geschaffen und gleichzeitig das Bruttoinlandsprodukt um ein Prozent gesteigert werden.

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Ressourceneffizienz

Was können Verbraucherinnen und Verbraucher tun?

Auch Verbraucherinnen und Verbraucher können einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Produkte möglichst lange zu nutzen. Schon beim Kauf von Produkten können sich Verbraucherinnen und Verbraucher für hochwertige und langlebige Produkte entscheiden. Hilfestellung können dabei glaubwürdige, verlässliche Umweltzeichen geben, wie zum Beispiel der vom BMU unterstützte Blaue Engel. Der Blaue Engel bezieht bei seinen Vergabegrundlagen auch Anforderungen ein, die auf eine lange Haltbarkeit abzielen. Das heißt, Hersteller müssen – um ihre Produkte mit dem Blauen Engel auszeichnen zu können – zum Beispiel für einen längeren Zeitraum Ersatzteile zur Reparatur bereithalten und die Produkte reparierfreundlich konstruieren.

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Ressourceneffizienz

Welchen Beitrag leisten Forschung und Entwicklung?

Forschung und Entwicklung leisten entscheidende Beiträge zu den Zielen der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie, insbesondere der Verdopplung der Rohstoff- und Energieproduktivität, der Senkung der Treibhausgasemissionen und Halbierung des Primärenergieverbrauchs. Vor allem in rohstoffintensiven Wirtschaftsbereichen kann durch effizientere Technologien und Prozesse eine große Hebelwirkung erreicht werden.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat im Rahmen des Programms r2 zwischen 2009 und 2013 22 Forschungsverbünde der Metall-, Stahl-, Chemie-, Keramik- und Baustoffindustrie mit rund 38 Millionen Euro gefördert. Weitere 17 Millionen Euro stellte die Wirtschaft zur Verfügung. Die dabei aufgezeigten Potenziale sind beeindruckend: Bei deutschlandweiter Umsetzung der r2-Ergebnisse könnten pro Jahr rund 80 Millionen Tonnen Rohstoffe eingespart und die deutschlandweite Rohstoffproduktivität um fünf bis sechs Prozent gesteigert werden. Gleichzeitig könnte der Energieverbrauch um rund 75 TWh reduziert und beim derzeitigen Energiemix die damit verbundenen Treibhausgasemissionen um rund 60 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente reduziert werden. Ziel des neuen "r+Impuls"-Programms ist nun die Überwindung bestehender Hemmnisse bei der industriellen Umsetzung.

Effizienterer Materialeinsatz in der Produktion ist ein wichtiger Beitrag zur Schonung der natürlichen Ressourcen, zur Umweltentlastung, aber auch zur Wirtschaftlichkeit von Produktionsabläufen. Das Bundesumweltministerium fördert daher im Förderschwerpunkt "Materialeffizienz in der Produktion" des Umweltinnovationsprogramms innovative Projekte mit Demonstrationscharakter, die materialeffiziente Produktionsprozesse umsetzen, materialintensive Herstellungsverfahren substituieren sowie Rest- und Abfallstoffe als Sekundärrohstoffe einsetzen. So will zum Beispiel die Seidel GmbH & Co. KG aus Marburg durch materialeffiziente Massenfertigung von LED-Leuchtmitteln bis zu 60 Prozent leichtere Lampen und damit jährliche Einsparungen von 260 Tonnen Aluminium, 20 Tonnen Zinn, 40 Tonnen Kupfer und 10 Tonnen Kunst- und Klebstoffen erreichen. Auch sollen sich die Produkte durch die geringe Anzahl verwendeter Materialien besser recyceln lassen.

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Ressourceneffizienz

Wirtschaft und Umwelt

Welchen Verbraucher-Ratgeber zum umweltbewussten Leben empfiehlt das BMU?

Umweltbewusst leben ist gut und wichtig – für uns, für unsere Kinder, für unsere Umwelt. Es ist aber auch in der Praxis nicht immer einfach umzusetzen und eine beständige Herausforderung: Woran erkenne ich umweltfreundliche Produkte? Wie kann ich sinnvoll Energie und Kosten sparen? Welchem Siegel kann ich vertrauen? Wie lässt sich Umweltschutz einfach in den Alltag integrieren? Im Verbraucher-Ratgeber des Umweltbundesamtes finden Sie Antworten: Tipps für "grüne" Produkte, hilfreiche Links und interessante Hintergrundinformationen.

Tourismus und Sport

SportanlagenlärmschutzVO: Was ändert sich durch die neuen Regelungen allgemein für Sportstätten in Deutschland?

Für alle Sportanlagen werden die Immissionsrichtwerte in den Ruhezeiten am Abend (20 bis 22 Uhr) und am Nachmittag von Sonn- und Feiertagen (13 bis 15 Uhr) um 5 Dezibel erhöht und damit den Werten für den sonstigen Tageszeitraum angepasst. Damit wird die Nutzung von Sportanlagen, vor allem bei dicht angrenzender Bebauung, erleichtert. 

SportanlagenlärmschutzVO: Was gilt für Altanlagen?

Für Altanlagen, die bereits vor dem Inkrafttreten der Sportanlagenlärmschutzverordnung im Jahr 1991 errichtet waren, gilt – neben den jetzt erhöhten Immissionsrichtwerten für die Ruhezeiten – weiterhin („on top“) der sogenannte Altanlagenbonus. Danach sollen bei Altanlagen Betriebszeiteinschränkungen nicht verhängt werden, wenn die Immissionsrichtwerte um weniger als 5 Dezibel überschritten sind. Oder umgekehrt: Betriebszeiteinschränkungen kommen bei Altanlagen normalerweise erst in Frage, wenn die Immissionsrichtwerte deutlich (um 5 Dezibel) überschritten sind.
Neu ist jetzt die Klarstellung, welche Modernisierungsmaßnahmen an Altanlagen nicht zum Verlust des Altanlagenbonus führen (Einbau von Kunstrasen, Flutlicht, Modernisierung von Umkleiden etc.).