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Häufige Fragen (FAQ)

Hier finden Sie Antworten auf einige besonders häufig gestellte Fragen. Wird Ihre Frage hier nicht beantwortet, haben Sie die Möglichkeit uns über das Formular "Ihre Fragen" zu kontaktieren. Wir sind bemüht, Ihr Anliegen schnellstmöglich zu beantworten. 

Strahlenschutz

5G bezeichnet einen neuen technischen Standard für Mobilfunknetze der fünften Generation und stellt die Weiterentwicklung der früheren Standards GSM, UMTS und LTE dar. Hier werden die wichtigsten Fragen zum Thema beantwortet.

Artenschutz

Der Wolf ist eine nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützte Tierart. Wie viele Wölfe gibt es in Deutschland? Wie steht es um ihren Schutzstatus? Wie leben diese Tiere hier?

Ministerium

Weniger überflüssige Verpackungen, weniger Abfall und weniger Produkte zum Wegwerfen. Hier beantwortet das BMU wichtige Fragen zum 5-Punkte-Plan für weniger Plastik und mehr Recycling.

LLL:form.legend

Gesundheit und Umwelt

Wie werden Verbraucherinnen und Verbraucher gegen Verunreinigungen von Lebensmitteln aus der Umwelt geschützt?

Eine Aufgabe des BMUB ist es, Verunreinigungen der Luft, des Wassers oder des Bodens zu verringern beziehungsweise zu vermeiden, um daraus rührende Belastungen in Lebensmitteln (sogenannte Umweltkontaminanten) möglichst auszuschließen. Dies betrifft beispielsweise  die allgegenwärtig in der Umwelt vorhandenen gesundheitsschädlichen Dioxine und polychlorierten Biphenyle (PCB), welche zum Beispiel über fetthaltige, vom Tier stammende Lebensmittel wie Fleisch, Milchprodukte und Eier sowie Fischereierzeugnisse aufgenommen werden können. Ebenso können Schwermetalle und Radionuklide in Lebensmitteln eine gesundheitliche Gefahr für die Verbraucherinnen und Verbraucher darstellen. Daher gelten zum umweltbezogenen gesundheitlichen Verbraucherschutz EU-weit rechtsverbindliche Höchstgehalte (Grenzwerte) für verschiedene Umweltkontaminanten in Lebensmitteln. Es ist zu betonen, dass Gesundheitsschäden durch Umwelteinflüsse auf Lebensmittel in Deutschland eher die Ausnahme sind.

Können Mikroplastikartikel in Lebensmitteln die Gesundheit gefährden?

Bislang liegen keine belastbaren Daten vor, in welchen Mengen Mikroplastikpartikel tatsächlich in Lebensmitteln vorkommen, woher die Partikel stammen und welche gesundheitlichen Effekte diese auslösen. Obwohl zur Wirkungsweise von Mikroplastik noch Wissenslücken bestehen, ist nach gegenwärtigem Wissensstand aufgrund der, wenn überhaupt, sehr geringen Konzentrationen in Lebensmitteln eine Gesundheitsgefährdung durch Mikroplastik-Partikel nicht zu befürchten. Zudem kann davon ausgegangen werden, dass Partikel mit einer vergleichbaren Größe zu Sand oder auch zu Samen von Beeren problemlos vom Körper wieder ausgeschieden werden.

Bisher wurden Mikroplastikpartikel im Verdauungstrakt von Muscheln, Krebstieren und Fischen nachgewiesen. Aktuell laufen erste Forschungsvorhaben zum Vorkommen von Mikroplastikpartikeln in der marinen Umwelt und deren Auswirkungen auf Meerestiere. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) wurde von der Bundesregierung um eine gesundheitliche Bewertung aus europäischer Perspektive gebeten.

Was unternimmt die Bundesregierung um die Verwendung von "Mikroplastik" in kosmetischen Mitteln zu reduzieren?

Mikrokunststoffpartikel in kosmetischen Mitteln gelangen als Folge der normalen Verwendung von kosmetischen Mitteln wie zum Beispiel Zahnpasta und Körperpeelings über den Abwasserpfad unter anderem auch in die Gewässer. Man spricht hierbei vom sogenannten primären Eintrag von Mikrokunststoffpartikeln in Flüsse, Seen und Meere. Bereits viele große international tätige Hersteller von kosmetischen Mitteln haben angekündigt, auf die Verwendung von Mikrokunststoffpartikeln in kosmetischen Mitteln freiwillig zu verzichten. Das BMUB führt ausgehend von einer am Rande der Berliner "Internationalen Konferenz zur Verhinderung von Meeresmüll in europäischen Meeren" angekündigten Initiative seit Ende Oktober 2013 Gespräche mit den Herstellerfirmen und deren Verbänden über eine zeitnahe Umsetzung des angekündigten Ausstiegs. Einem solchen freiwilligen, nicht allein auf Deutschland beschränkten Ausstieg der Kosmetikindustrie räumt die Bundesregierung den Vorzug gegenüber einem in der Wirkung begrenzten nationalen Vorgehen ein. Ziel der Bundesregierung ist dabei, sowohl das Problem des Primäreintrags von Mikrokunststoffpartikeln (aus kosmetischen Mitteln) als auch des insbesondere durch Kunststoffabfälle (zum Beispiel Plastiktüten /-flaschen, Umverpackungen) verursachten Sekundäreintrags in die Meeresumwelt (Zersetzung des Kunststoffabfalls in Mikropartikel zum Beispiel durch Witterungseinwirkungen und Salzwasser) europaweit einheitlich zu lösen.