Welche Maßnahmen gibt es?

Welche Maßnahmen gibt es?

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Medikamentenwirkstoffe gehören zu den Spurenstoffen. Ziel des Bundesumweltministeriums ist es, Spurenstoffe in Flüssen und Seen zu reduzieren. Zu diesem Zweck führte das BMU von Juni 2016 bis März 2019 einen Stakeholder-Dialog zur Entwicklung einer Spurenstoffstrategie durch. Beteiligt waren beispielsweise Verbände der pharmazeutischen Industrie, die Einfluss auf die Entwicklung umweltverträglicher Medikamente haben sowie Verbände der Wasserwirtschaft und die Bundesländer, die maßgeblichen Einfluss auf die Nachrüstung von Kläranlagen nehmen können. Grundsätzlich liegt die Bewirtschaftung der Gewässer in der Verantwortung der Bundesländer. Das Bundesumweltministerium setzt dafür den rechtlichen Rahmen.

Im Stakeholder-Dialog wurden Kriterien entwickelt, die den einzelnen Spurenstoffen ihre Bedeutung in der Umwelt zumessen. Dies bildet eine wichtige Grundlage für viele weitere Maßnahmen, um Spuren- und damit Medikamentenwirkstoffe in der Umwelt weiter zu reduzieren. Die Maßnahmen des Stakeholder-Dialogs werden aktuell in einer einjährigen Testphase evaluiert und danach, wenn nötig, angepasst. Neben dem Stakeholder-Dialog setzt sich das BMU zudem durch Novellierungen des (Ab-)Wasserrechts und durch die Förderung von Forschungsprojekten im Rahmen der Ressortforschung für Maßnahmen für weniger Rückstände von Medikamenten in Gewässern ein.

Nicht zuletzt setzt sich das Bundesumweltministerium auf EU-Ebene dafür ein, dass die Umwelt weniger durch Rückstände von Medikamenten belastet wird. Die EU setzt in den nächsten Jahren ihre Strategie zum Umgang mit Medikamenten in der Umwelt um.

So entsorgen Sie Medikamente richtig: Spüle Medikamentenreste weder in die Toilette noch in die Spüle/Abfluss. Gib Medikamentenreste stattdessen entweder zur Apotheke, in den Restmüll oder dem Recyclinghof, mobile Schadstoffsammelstelle
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