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19.09.2018

Rede von Jochen Flasbarth zum zehnjährigen Bestehen der Internationalen Klimaschutzinitiative

bildergalerie icon 19.09.2018 | Klimaschutzinitiative International

10 Jahre Internationale Klimaschutzinitiative

10 Jahre Internationale Klimaschutzinitiative
2018 feiert die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) ihr zehnjähriges Bestehen. Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth hielt dazu eine Rede in Berlin. Er dankte allen Mitwirkenden und würdigte deren Arbeit.

– Es gilt das gesprochene Wort –

Liebe Kolleginnen und Kollegen des Programmbüros,
Liebe Frau Gönner,
Liebe Frau Dr. Schulz,
Lieber Herr Prof. Dr. Messner,
Liebe Kolleginnen und Kollegen des BMU IKI-Steuerungskreis,
Liebe Ehemalige IKIs,
Liebe Kolleginnen und Kollegen der Z.U.G.,

Zehn Jahre IKI. Das wollen wir heute hier in Berlin feiern und dazu begrüße auch ich Sie ganz herzlich.

Zehn Jahre, in denen im internationalen Kontext unglaublich viel passiert ist: Wir haben das Pariser Klimaabkommen und die Agenda 2030 abgeschlossen. Wir waren Zeugen des technologischen Wandels im Energiesektor. Und wir haben ein Momentum erzeugt, indem sich Zivilgesellschaft, der Privatsektor und Städte, allen politischen Veränderungen und der globalen Finanzkrise zum Trotz, immer stärker für den Klimaschutz engagieren.

Im Film konnten wir es gerade sehen: Auch das BMU hat in dieser Zeit einiges geleistet. Wir haben die IKI, eines der ersten Klima- und Biodiversitätsfinanzierungsinstrumente weltweit, ins Leben gerufen und stetig ausgebaut.

2008 wurde das BMU vom Parlament mit der Umsetzung einer nationalen und einer internationalen Klimaschutzinitiative betraut. Die konkrete Umsetzung war eine immense Herausforderung, die wir ohne die GIZ niemals geschafft hätten. Wir bekamen vom deutschen Bundestag die Aufgabe, Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern zu entwickeln, in Höhe von 120 Millionen EUR im Jahr. Wir hatten zwar bald eine erste Ideensammlung, aber keinerlei Erfahrung darin, ein Förderinstrument umzusetzen. Wir brauchten also einen Projektträger, der hier versiert war, Projektvorschläge bewertet, deren Billigung vorbereitet, schon mal in den Partnerländern war, die Sprachen sprach und vieles mehr.

Mit ganzen sieben Kolleginnen und Kollegen hat das Programmbüro vor zehn Jahren seine Arbeit aufgenommen. Diejenigen unter Ihnen, die damals schon dabei waren, möchte ich heute Abend ganz besonders herzlich begrüßen.

Dabei ist es – Gott sei Dank – aber nicht geblieben. In der Höchstphase waren bis zu 90 Menschen in den verschiedensten Positionen im Programmbüro beschäftigt. Und dieser Aufwuchs an Personal spiegelt auch die Entwicklung in der IKI wider. Noch deutlicher wird die Dynamik, das Engagement und auch das immense Arbeitspensum der letzten Jahre im Programmbüro wie im BMU, anhand der folgenden Zahlen:

Seit 2008 hat die IKI zehn Calls abgeschlossen, kumuliert sind mehr als 4.000 Projektskizzen eingereicht worden.

Zehn Jahre nach dem Start sind 721 IKI-Projektvorschläge, sowie 1.425 Änderungsanträge und -angebote im Programmbüro eingegangen.

Es wurden 669 Projekte in Höhe von 2,5 Milliarden Euro bewilligt.

Insgesamt sind fast 1.800 Zwischenberichte und -nachweise geprüft worden.

In knapp hundert Strategiesitzungen wurden zwischen BMU und Programbüro alle wichtigen Weichenstellungen besprochen;

Im BMU fanden vierzig Sitzungen des Steuerungskreises mit fast dreißig beteiligten Referaten statt.

Und in all dem ist jeder von Ihnen in irgendeiner Weise involviert gewesen, anspruchsvolle Aufgaben mit Tücken und Besonderheiten. Denn der Anspruch mit der IKI immer wieder neue transformative Projekte zu fördern, bedeutet eben auch, dass jedes Projekt individuell ist.

Das positive Feedback, das ich von außen sowohl von den politischen Partnern als auch den Durchführungsorganisationen zur IKI bekomme, belegt immer wieder die hohe Qualität und Verlässlichkeit der Arbeit, Ihrer Arbeit. Und aus eigener Erfahrung kann ich dies ebenfalls nur bekräftigen. Es ist nicht selbstverständlich, so viel Engagement und Herzblut in die Arbeit zu stecken. Sie haben das getan und tun das, mit großer bzw. in unserem Kontext besser stets erneuerbaren Energie. Dafür möchte ich Ihnen nicht nur meine Anerkennung aussprechen, sondern mich auch ganz herzlich bei Ihnen bedanken. Dank dieser Arbeit wird die IKI wird heute international bei vielen Themen und Prozessen als innovationsfreudiger Vorreiter gesehen. Darauf können Sie alle hier im Raum stolz sein.

Nach einer Dekade befinden wir uns momentan in einem Jahr des Umbruchs. Wir haben die IKI reformiert und starten nun mit großen Verbundprojekten.

Wir vollziehen aber auch einen Wechsel des Projektträgers. Mit so einer Veränderung geht manchmal die Gefahr einher, dass nicht nur die Erfahrung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welche von unschätzbarem Wert ist, sondern, vielmehr noch, auch die vertrauensvollen Beziehungen, die in der Zusammenarbeit entstanden sind, verloren gehen.

Ich bin aber überzeugt, dass das nicht der Fall sein wird und dass wir weiterhin eng zusammenarbeiten werden. Sei es, dass einige von Ihnen Ihr Wissen und Erfahrung nun in die Z.U.G. einbringen, sei es, dass der andere Teil, und nun spreche ich Sie als "liebe GIZ-Kolleginnen und Kollegen" an, seine Fachkenntnisse in eine Vielzahl neuer Arbeiten einbringt, in der IKI und in der Klima-EZ des BMZ.

Nochmals ganz, ganz herzlichen Dank allen für Ihr Engagement und nicht nur ich, auch meine Kolleginnen und Kollegen im BMU, freuen sich auf die weitere Zusammenarbeit!

19.09.2018 | Rede Klimaschutzinitiative International