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Deutschland | 2021 - 2024 | Dekarbonisierung in der Industrie | Klimaschutz

Lehrstuhl für Dekarbonisierung und Transformation der Industrie wird an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg aufgebaut

Um das Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2045 in Deutschland zu erreichen, müssen die CO2-Emissionen in der energieintensiven Grundstoffindustrie weitestgehend vermieden werden. Zu den energieintensiven Branchen zählen zum Beispiel Stahl, Chemie, Kalk und Zement sowie auch die Glas- oder die Nicht-Eisen-Metallindustrie. Sie alle stehen vor einem Modernisierungs- und Erneuerungsprozess ihrer zentralen Produktionsverfahren. Diese Transformation ist mehr als nur eine technische Herausforderung und muss angesichts der langen Lebensdauer der Anlagen von oft mehreren Jahrzehnten zügig umgesetzt werden. Hier besteht erheblicher Bedarf in Forschung und Lehre.

Projektdaten

Projektdauer

07/2021 - 12/2024

Förderjahr

2021

Land

Deutschland

Fördersumme

Rund 1,6 Millionen Euro

Themenbereich

Klimaschutz, Bildung

Kontakt

Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg

Fördernehmer

Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg

Die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) beabsichtigt daher, einen Lehrstuhl für Dekarbonisierung und Transformation der Industrie aufzubauen. Lösungen und Innovationen an der Schnittstelle von Technik, Wirtschaft und Gesellschaft zur Unterstützung und Beschleunigung des Dekarbonisierungsprozesses in der Industrie sollen entwickelt werden. Forschungsfelder wurden im Bereich der Innovationsökonomik und der Gestaltung von Märkten für CO2-neutrale Produkte, der Transformationsforschung und des Transition Managements der Grundstoffindustrien in makroökonomischer Perspektive sowie in der Organisationsforschung identifiziert.

Beginnend mit der Ausschreibung und Berufung einer Lehrstuhlinhaberin/eines Lehrstuhlinhabers, soll der Lehrstuhl im kommenden Jahr starten und über mehrere Jahre etabliert werden. Ein spezifisches wissenschaftliches Profil soll entwickeln und ein ambitioniertes Arbeitsprogramm in Forschung und Lehre umgesetzt werden. Dabei soll der Lehrstuhl auch mit weiteren Instituten und Einrichtungen vor Ort partnerschaftlich zusammenarbeiten, die mit ihren spezifischen Ansätzen die Dekarbonisierung der Industrie vorantreiben. Neben weiteren BTU-Instituten zählen hierzu das Institut für CO2-arme Industrieprozesse des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, die Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie sowie das Kompetenzzentrum für Klimaschutz in energieintensiven Industrien (KEI), das BMU 2019 in Cottbus eingerichtet hat.

BMU fördert das Vorhaben zum Aufbau des Lehrstuhls bis 2024 mit rund 1,6 Millionen Euro aus Mitteln des Energie- und Klimafonds. Darüber hinaus fördert das BMU die Entwicklung und Umsetzung treibhausgasneutraler Verfahren im Rahmen des Förderprogramms Dekarbonisierung in der Industrie und entwickelt weitere, innovative Förderinstrumente.