BMU Website

Navigation

Von hier aus koennen Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:

https://www.bmu.de/PM8671
16.08.2019

Weniger korrosive Feinstäube in kleinem Chemieunternehmen

Mit dem Pilotprojekt der Schäfer Metallurgie GmbH sollen Staubemissionen von circa 22,5 Tonnen diffuser Feinstäube pro Jahr gemindert werden. Die Förderung erfolgt aus dem Umweltinnovationsprogramm.

Pilotprojekt in Hennef (NRW) wird aus dem Umweltinnovationsprogramm des Bundesumweltministeriums mit rund 15.000 Euro gefördert.

Die Schäfer Metallurgie GmbH aus Hennef (NRW) plant die Installation eines geschlossenen Vakuumfördersystems, um das Entweichen salzhaltiger Staubemissionen in die Umgebung zu vermeiden. Der salzhaltige Staub soll vollständig in den Produktionsablauf zurückgeführt werden. Mit dem neuen System können Staubemissionen von circa 22,5 Tonnen diffuser Feinstäube pro Jahr gemindert werden.

Das Familienunternehmen aus Hennef mischt Alkali- und Erdalkali-Salze speziell nach den von Gießereien vorgegebenen Rezepturen. Diese Produkte werden z.B. der Aluminiumschmelze zugesetzt, um dem jeweiligen Endprodukt gezielte Eigenschaften zu geben. In Gießereien werden daraus Teile gegossen, die hauptsächlich im Automobilbereich und bei Haushaltswaren eingesetzt werden, sofern diese aus metallischen Komponenten bestehen.

Die Schäfer Metallurgie GmbH plant nun, ein geschlossenes Vakuumfördersystem zu installieren, um die salzhaltigen, diffusen Staubemissionen zu reduzieren sie in den Produktionsprozess zurückzuführen – was die Materialeffizienz erhöht. Dazu soll der bisher offene Staubauffangbehälter in ein geschlossenes System umgewandelt und der aufgefangene Staub mittels eines geschlossenen Vakuumfördersystems wieder vollständig in den Produktionsprozess rückgeführt werden.

Mit dem neuen System können Staubemissionen von circa 22,5 Tonnen diffuser Feinstäube pro Jahr gemindert werden, welche wieder vollständig in den Produktionsprozess zurückgeführt werden können. Bisher konnte diese Menge aufgrund des diffusen Austrags nicht weiter genutzt werden und wurde als Abfall entsorgt. Das neue Verfahren reduziert somit die Abfallmenge und erhöht die Materialeffizienz.

Mit dem Umweltinnovationsprogramm wird die erstmalige, großtechnische Anwendung einer innovativen Technologie gefördert. Das Vorhaben muss über den Stand der Technik hinausgehen und sollte Demonstrationscharakter haben.

16.08.2019 | Pressemitteilung Nr. 138/19 | Förderung