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05.12.2018

Weltbodentag: Moorbodenschutz ist wichtig für den Klimaschutz

26.10.2018 | Klimaschutz

Moore in Deutschland sollen wiederbelebt werden

Flasbarth kündigt Moorschutzstrategie an

Intakte Böden, vor allem in Moorgebieten, sind ein wichtiger Teil der Lösung für den globalen Klimaschutz. Auf diese Bedeutung macht der Weltbodentag am 05. Dezember aufmerksam und auch auf der COP24 ist dies ein wichtiges Thema.

Deutschland fördert globale Moorschutz-Initiative mit rund 2 Millionen Euro

Intakte Böden, vor allem in Moorgebieten, sind ein wichtiger Teil der Lösung für den globalen Klimaschutz. Der heutige Weltbodentag (5. Dezember) macht auf diese Bedeutung aufmerksam. Auch auf der Weltklimakonferenz in Katowice ist der Moorschutz ein Thema: Deutschland stellt dort morgen (6. Dezember) sein Engagement für die globale Moorschutz-Initiative (Global Peatlands Initiative) vor, die die Bundesregierung ab jetzt mit 2 Millionen Euro fördert.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: "Moorböden sind riesige Kohlenstoffspeicher. Werden sie trockengelegt, setzen sie Treibhausgase frei. Der Schutz der Moore ist ein unverzichtbares Fundament des Klimaschutzes in weiten Teilen der Welt. Gleichzeitig kommt es darauf an, trocken gelegte Moorböden so wiederzuvernässen, dass die Emissionen gestoppt werden und trotzdem landwirtschaftlich nutzbar sind. Wir wollen das Klimaschutzpotenzial der Moorböden in Deutschland nutzen und arbeiten daher an einer Nationalen Moorschutzstrategie. Aber wir wollen auch dabei helfen, das Wissen über Moore weltweit so zu verbreiten, dass die unterschiedlichen Staaten besser voneinander lernen können."

Deutschland fördert die "Global Peatlands Initiative" aus Mitteln der Internationalen Klimschutzinitiative des BMU mit knapp zwei Millionen Euro. Die Initiative will Moore als den weltweit größten terrestrischen organischen Kohlenstoffspeicher retten und verhindern, dass diese Kohlenstoffvorräte in die Atmosphäre entweichen. Die "Global Peatlands Initiative" wird federführend vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) koordiniert. Sie organisiert einen globalen und Süd-Süd-Wissensaustausch und fördert den Technologietransfer in Bezug auf bewährte Verfahren für die Bewirtschaftung von Mooren sowie Methoden zur Anpassung an den Klimawandel und zur Eindämmung des Klimawandels.

In Deutschland gelten mehr als 90 Prozent der Moorflächen als entwässert – sie wurden insbesondere in den 60er- und 70er-Jahren trockengelegt, um Torf zu stechen sowie land- und forstwirtschaftliche Nutzflächen zu gewinnen. In diesen Moorböden zersetzt sich der Torf und es werden Treibhausgase frei. Damit schwindet die Grundlage für die Fruchtbarkeit dieser Böden. Nur durch eine Anhebung des Wasserstandes auf den Flächen kann dieser Prozess gestoppt werden. Zur landwirtschaftlichen Nutzung dieser Böden ist dann eine nachhaltige Bodenbewirtschaftung notwendig.

Weltweit ist im Torf der Moore mehr Kohlenstoff gebunden als in den Wäldern, obwohl Moore nur auf drei Prozent der Landoberfläche vorkommen. Moorböden speichern etwa 450 bis 500 Gigatonnen Kohlenstoff in Form von Torf in ihren Böden. Die aktuellen Treibhausgasemissionen aus entwässerten oder abgebrannten Mooren werden auf bis zu fünf Prozent aller durch menschliche Aktivitäten verursachten Emissionen geschätzt – dies sind etwa zwei Milliarden Tonnen CO2 pro Jahr. Auch für den Erhalt der Biodiversität und einen gesicherten Wasserkreislauf kommt Mooren eine hohe Bedeutung zu.

05.12.2018 | Pressemitteilung Nr. 246/18 | Bodenschutz und Altlasten